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Hat sich die Forschung verbessert?

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  • Hat sich die Forschung verbessert?

    Die Frage geht hauptsächlich an alle , die sich schon länger mit TT beschäftigen müssen. Bei mir ist es jetzt 9 Jahre her... Seitdem durchforste ich in unregelmäßigen Abständen das Internet , ob sich nicht schon irgendwas getan hat. Das Ergebnis ist aus meiner sicht bis heute leider enttäuschend.... Viele Forscher und Fachblätter heben immer hervor, dass die Forschung zwar noch keine Lösung gefunden habe, aber sich in den letzten Jahren da sehr viel getan habe...

    Es scheinen immer mehr Menschen unter Tinnitus zu leiden oder suchen zumindest Ärztliche Hilfe deswegen. Dies ist jetzt nicht nur eine Feststellung von diversen Zeitungen und Magazinen, sondern auch mir kommt es im persönlichen Umfeld so vor, dass sich die Fälle da häufen. Ob das jetzt einfach nur an meinem steigenden Lebensalter liegt weis ich nicht.

    Jedenfalls gibt mir das ein bischen Hoffnung, je mehr betroffene, desto höher Gewinn für denjenigen, der tatsächlich eine Lösung findet, das widerum ist ja mehr Anreiz für die Forschung....

    Also, was meint Ihr? Wenn man die letzten 10 Jahre betrachtet.
    2
    Ja, die Forschung ist besser geworden (Mehr Geld, Leute, etc)
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    Die Forschung hat sich nicht verbessert.
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    Alle behaupten zwar, die Forschung wird optimiert , aber tatsächlich ist sie schlechter geworden.
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    Forschung? Wir hatten nie eine vernünftige TT Forschung und sowas ist auch nicht in sicht
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    kann ich mir keine Meinung zu bilden.
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  • #2
    Also, was meint Ihr? Wenn man die letzten 10 Jahre betrachtet.
    Mir fällt da nicht wirklich etwas ein, außer vielleicht die Nutzung von Cochlea-Implantaten zur Tinnitus-Therapie bei einseitiger Taubheit. Aber die meisten Tinnitus-Patienten sind nicht taub, also können nur wenige davon profitieren. Und eigentlich ist das auch nur deswegen neu, weil man sich das früher "nicht getraut" hat.

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    • #3
      Weltweit sind Mittel und genügend Personal vorhanden, um dem Phantomohrgeräusch den überaus lukrativen Garaus zu machen. Anreiz ist absolut genügend vorhanden.
      Das allein sagt aber noch gar nichts. Wegen der hohen Komplexität der "Krankheit", meßtechnisch zudem nur anhand von visualisierten Hirnaktivitäten nachzuweisen, kann es auch m.E. keinen allgemein gültigen deterministischen Lösungsansatz geben. Und… die Erwartungshaltung von uns Tinnitanten ist zu groß, was eine schnelle und effektive Lösung anbetrifft.

      "Es scheinen immer mehr Menschen unter Tinnitus zu leiden" Ja, erscheint mir auch so, überwiegend junge (nicht weiter verwunderlich), besser wäre allerdings: "Es scheint immer mehr Menschen mit Tinnitus zu geben", denn viele akzeptieren meiner Erfahrung nach das Geräusch, haben damit auch keine weiteren großen Beeinträchtigungen.
      Ein geringerer Anteil hat aber mit echten Schwierigkeiten (Schweregrad II bis IV nach Goebel und Hiller) zu kämpfen. Wenn es denn aber stimmen sollte, dass der TT-Pegel generell tatsächlich nur um ca. 20 dB über der individuellen Hörschwelle liegen sollte, ist das objektiv nicht nachvollziehbar und folgerichtig nur auf die interne Bewertung des Geräusches in der Birne zurückzuführen, was uns leider wieder auf die psychische Schiene führt. Und hier sind generelle Strategien nun ehe nicht möglich.

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      • #4
        meßtechnisch zudem nur anhand von visualisierten Hirnaktivitäten nachzuweisen
        Eben. D.h. abgesehen davon wäre Tinntus vollständig "subjektiv". Aber macht ja nichts, Schmerzen sind ja z.B. auch subjektiv und man hat trotzdem einiges dagegen gefunden bzw. seit Urzeiten gekannt.

        Wenn es denn aber stimmen sollte, dass der TT-Pegel generell tatsächlich nur um ca. 20 dB über der individuellen Hörschwelle liegen sollte, ist das objektiv nicht nachvollziehbar
        Ja, ich glaub' aber, dass die Psycho-Schiene nicht die notwendige Konsequenz dieses Arguments ist. Damit läßt sich zwar die Aussage "Tinnitus ist sehr laut" nicht nachweisen, läßt sich aber auch nicht widerlegen.

        Genaugenommen ist es gar keine Aussage über die innere Lautstärke des Tinnitus, denn letztlich bedeutet die Aussage,
        "dass die Hörschwelle um weniger als 20dB unter dem Tinnitus liegt"
        ja nichts anderes, als dass es bei der Messung der Hörschwelle praktisch niemand schafft, in dem Frequenzbereich etwas leiseres als Tinnitus-20dB zu hören (Es ist ja eigentlich sogar bemerkenswert, warum da überhaupt mehr als 0dB herauskommt! Vermutlich ist es nur deswegen möglich die Testtöne zu hören, weil der Tinnitus eine andere spektrale Zusammensetzung als die Testtöne hat und/oder, weil die Testtöne ein-aus-ein-aus gehen). Aber diese Aussage bringt nicht die gewünschte Erkenntnis über die "innere Lautstärke" eines Testtons, der dem Tinnitus gleich sein soll.

        Mit anderen Worten: Bei Tinnitus sind die Stille und die Hörschwelle nicht mehr das gleiche, daher ist der Bezugspegel "Hörschwelle" nicht realistisch.

        Wie laut der innere Lärm ist, ist bleibt nun subjektiv; auch Tinnitus-Matching kann daran nichts ändern...

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        • #5
          "Wie laut der innere Lärm ist ist bleibt nun subjektiv" -> Sag ich doch, läuft aber wiederum auf die Psycho-Schiene hinaus, also auf etwas, was ich absolut nicht tolerieren kann und möchte, wiewohl mir wohl nichts anderes übrig bleibt.
          Wenn ich mich jemals einem Psycho-Äkspärden (kann man noch falscher?) überantworten müßte, hätte ich zunächst diese auf die rechte Bahn zu führen (hatte bekanntlich mal mit ihnen beruflich zu tun).

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          • #6
            Also ich gehe mittlerweiler wesentlich offener mit meiner "Krankheit" um als ich das lange Zeit getan habe.

            Jedenfalls meistens die erste Reaktion "ach das ist doch was mit der psysche?" ._. Ich hab langsam das gefühl, wer TT hat wird in Deutschland direkt in die Psyscho-Schiene gesteckt :-| nimm halt anti-depressiva und gut ist - Schön wärs

            Was mich aber eigentlich zu der Umfrage bewogen hat war, dass in der Zeitschrift von der ATA ein Interwiew mit de Ridder und Languth war wo alle so meinten "Ja klar sind wir besser geworden, sehen sie sich das an, wir sind mittlerweile 300 leute hier, da hat sich einiges getan..." Wobei die Anzahl der Leute jetzt ja nicht unbedingt in Relation zur Qualität stehen muss...

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            • #7
              Zitat von blubberer Beitrag anzeigen
              Also ich gehe mittlerweiler wesentlich offener mit meiner "Krankheit" um als ich das lange Zeit getan habe.

              Jedenfalls meistens die erste Reaktion "ach das ist doch was mit der psysche?" ._. Ich hab langsam das gefühl, wer TT hat wird in Deutschland direkt in die Psyscho-Schiene gesteckt :-| nimm halt anti-depressiva und gut ist - Schön wärs

              Was mich aber eigentlich zu der Umfrage bewogen hat war, dass in der Zeitschrift von der ATA ein Interwiew mit de Ridder und Languth war wo alle so meinten "Ja klar sind wir besser geworden, sehen sie sich das an, wir sind mittlerweile 300 leute hier, da hat sich einiges getan..." Wobei die Anzahl der Leute jetzt ja nicht unbedingt in Relation zur Qualität stehen muss...
              das problem der psychoschiene ist, das die leute da etwas mit der ursache und dem umgang mit den tinnitus verwechseln.

              also dr. langguth glaub das in 10 jahren zwar nicht der tinnitus besiegt ist, aber das es vielfälltige und sehr gute therapien geben wird die das leiden zu heute deutlich lindern.


              ich glaube das er recht haben wird in unserer sehr guten vernetzen welt. wenn wir uns die denkfabriken anschauen etc.....

              wenn es nun dazu kommt, das nicht jeder sein süppchen kocht wird es noch schneller gehn. und wir können auf kommissar zufall hoffen, wie einst mit viagra, auch ne kleine patienten gruppe :-)

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              • #8
                ich glaube das er recht haben wird in unserer sehr guten vernetzen welt. wenn wir uns die denkfabriken anschauen etc.....
                Ich kann mir eigentlich nicht erklären, wie noch jemand etwas von Langguth halten kann:
                http://de.wikipedia.org/wiki/Benutze...tikel_Tinnitus

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                • #9
                  Zitat von Der Gepeinigte Beitrag anzeigen
                  Ich kann mir eigentlich nicht erklären, wie noch jemand etwas von Langguth halten kann:
                  http://de.wikipedia.org/wiki/Benutze...tikel_Tinnitus
                  du meinst gewisse kritisch gelöschte inhalte?

                  das macht er einerseits auch um tinnitus patienten hoffnung zu lassen. hat er selber an anderer stelle auch gesagt, bei einer anderen veröffentlichung zum Thema Forschung.

                  wenn ein pionier geist nicht an seine arbeit glaubt, dann ist ,so hat es die geschichte etliche male gezeigt , meist die arbeit zum scheitern verurteilt.

                  aber mut zur hoffnung, macht nicht nur Dr langguth, siehe doch die amerikanischen unis die auf Hochtouren forschen.

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                  • #10
                    Die Amerikaner sind m.E. nach wesentlich besser organisiert als wir. Wenn man allein die ATA mit der DTL vergleicht...oje.

                    Bei Langguth denke ich persönlich aber auch, dass er auch keinen Ansatz hat und durchhalteparolen ausgibt...

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                    • #11
                      du meinst gewisse kritisch gelöschte inhalte?
                      Nein. Lies dir doch mal seine Äußerungen in dem Wikipedia-Artikel durch.

                      Kommentar


                      • #12
                        Zitat von Der Gepeinigte Beitrag anzeigen
                        Nein. Lies dir doch mal seine Äußerungen in dem Wikipedia-Artikel durch.

                        ich weiß nicht was du da überinterpretierst. oder ich finde die stellen nicht.

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                        • #13
                          Zitat von blubberer Beitrag anzeigen
                          Die Amerikaner sind m.E. nach wesentlich besser organisiert als wir.
                          Da habe ich ehrliche Zweifel: allein bis man einen Termin beim HNO oder Facharzt bekommt kann mehrere Monate dauern!:x
                          Es gibt Dinge zwischen Himmel und Erde, die unser Verstand nicht versteht und begreift! Trotzdem existieren sie.

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                          • #14
                            "bis man einen Termin beim HNO oder Facharzt bekommt kann mehrere Monate dauern!"
                            Kann ich nicht bestätigen, aber einen klitzekleinen Unterschied weiß ich sicher. Die Kosten der Behandlungen sind fast unwesentlich höher:mrgreen:. So schlägt ein CT ohne Auswertung (Auswertung wird separat berechnet) mit ca. 8000 US $ (genau: „CT-Scan 8375 $“) zu Buche (in good old Germany ca. 1000-2000 €) , da kann man schon den einen oder anderen Riesen-Hamburger für stemmen. Möchte nicht wissen, was ein PET kostet.

                            "Die Amerikaner sind m.E. nach wesentlich besser organisiert als wir."
                            Zumindest die Elite-Unis sind auch finanziell wesentlich besser ausgestattet als wir, zudem besteht ein knochenharter Konkurrenzkampf um beispielsweise den Posten eines "tenured professor" (unbeschränkt auf Lebenszeit). Ob sie besser "organisiert" sind, wag ich mal zu bezweifeln, denn letztlich steht überwiegend der schnöde Mammon dort im Vordergrund. Der Weg von der umgesetzten Idee bis zum vermarktungsreifen Produkt ist aber tatsächlich sehr kurz und effektiv, aber auf diesem Gebiet holen wir ständig auf (Neurostimulator von ANM).

                            Aber was machen wir uns noch Gedanken. Am 21.12. ist mal wieder Weltuntergang angesagt. Dann ist Schluß mit lustig.

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                            • #15
                              Ich glaube auch man muss hier differenzieren. Das Amerikanische Gesundheitssystem in Gänze ist glaube ich nicht besser als unserers. Naja zumindest solang man Geld hat und eine gute Versicherung bekommt man da auch alles...

                              Aber was den Forschungssektor angeht glaube ich schon, dass die Amis da besser sind als wir, grade wegen dem Elite-Uni System.

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