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  • Neue technische Therapie

    Seit 2 Jahren ist ein neues Tinnitus-Gerät auf dem Markt.TINNIWELL Therapieansatz genial. Ob es was bringt, muß die Zukunft zeigen.
    Habe es sofort für € 1199.- erworben. und auch 2 oder 3 x benutzt Mußte allerdings abbrechen, da mir der HNO-Arzt. ein Hörgerät verordnete, das er in meinem Fall für sinnvoller erachtet.
    Bei Interesse gegen ein faires Gebot abzugeben.

  • #2
    Das ist einfach nur wieder frequenzgefilterte Musik, genau wie bei Tinnitracks. Eine klinische Studie hat inzwischen gezeigt, dass dieser Therapieansatz nicht funktioniert. Für 1199€ ist das auch total überteuert.

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    • #3
      Danke für die Information.
      Könnten Sie mir diese Studie zur Verfügung stellen. Oder einfach nur Autor oder Fachschrift, in der die Ergebnisse publiziert wurden ?
      Danke im voraus

      und herzliche Grüße

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      • #4
        Das ist folgende Studie:
        https://bmcneurol.biomedcentral.com/...883-016-0558-7

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        • #5
          Herzlichen Dank für die Information.
          Immerhin wurde nach 3 Monaten die Tinnitus-Lautstärke gemindert.
          Mit dieser Studie wirbt auch die Tinniwell-Firma. Als Langzeitgepeinigter haben Sie sicher ein paar Tips für mich parat.
          Ich trage jetzt ein Hörgerät von Siemens (Signia 3 NX) mit Noiser. Der HNO-Arzt hat eine gerinfügige Hörminderung im linken Ohr festgestellt und sieht hier den evtl. Grund für den Tinnitus. Ich habe in den vergangenen Monaten seit erstmaligem
          Auftreten alles erdenkliche unternommen, um diesem Teufel paroli zu bieten. Selbst Oxytocin-Spray (über die Schweiz) half
          nur kurzfristig (Placebo-Effekt ?). Dazu existiert eine saubere, Doppelblind-Studie aus Brasilien. Wenn Sie mir Ihre Emailadresse
          verraten, sende ich Ihnen den Link dazu gerne zu. In diesem Forum möchte ich diese Studie nicht verbreiten, um nicht
          in Verdacht zu geraten, für NOVARTIS Werbung zu machen.
          Mich macht es fassungslos, daß der Tinnitus (hoher Piston) immer zur selben Zeit auftritt (Morgens beim Aufwachen und Abends
          nach dem Abendessen. (Dauer immer ca. 2 - 3 Std.)..
          Mögliche "Dämpfungsmethoden" wie Benzodiazepine oder Alkohol können auf Dauer keine Lösung darstellen.
          Gerne höre ich wieder von Ihnen und verbleibe
          mit besten Grüßen

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          • #6
            Immerhin wurde nach 3 Monaten die Tinnitus-Lautstärke gemindert.
            Diese Minderung war aber ziemlich gering und offenbar nicht mit einer Besserung in den Fragebögen zur Belästigung durch den Tinnitus assoziiert. Selbst wenn der Tinnitus also durch die Therapie leiser wurde, war dieser Effekt so geringfügig, dass er das Leiden der Patienten nicht gemindert hat.

            Selbst Oxytocin-Spray (über die Schweiz) half
            nur kurzfristig (Placebo-Effekt ?). Dazu existiert eine saubere, Doppelblind-Studie aus Brasilien. Wenn Sie mir Ihre Emailadresse
            verraten, sende ich Ihnen den Link dazu gerne zu. In diesem Forum möchte ich diese Studie nicht verbreiten, um nicht
            in Verdacht zu geraten, für NOVARTIS Werbung zu machen.
            Nicht nötig. Es hat mich nicht einmal 10 Sekunden gekostet sie zu finden:
            https://www.frontiersin.org/articles...017.00494/full

            Ich habe mir das jetzt nicht durchgelesen, sondern nur auf die Grafiken geschaut. Und da sind die Kurven relativ flach, was die Frage aufwirft wie klinisch relevant dieser Effekt war. Vielleicht wurde der Tinnitus gar nicht selber leiser, sondern das Oxytocin hat die Stimmung der Probanden verbessert und sie fühlten sich von ihrem Tinnitus etwas weniger belästigt.

            Den Namen der Hauptautorin Azevedo kenne ich übrigens noch. Das ist wahrscheinlich die gleiche die vor Jahren eine Studie zu Acamprosat veröffentlicht hat. Das war auch eine Studie minderer Qualität. Einige Leute haben es ausprobiert, aber es hat bei keinem gewirkt.

            Mich macht es fassungslos, daß der Tinnitus (hoher Piston) immer zur selben Zeit auftritt (Morgens beim Aufwachen und Abends
            nach dem Abendessen. (Dauer immer ca. 2 - 3 Std.)..
            Der Tinnitus ist ansonsten weg oder wird er nur von Umgebungsgeräuschen übertönt?

            Mögliche "Dämpfungsmethoden" wie Benzodiazepine oder Alkohol können auf Dauer keine Lösung darstellen.
            Das stimmt. Das Problem ist leider, sofern es keine behandelbare Ursache gibt, ist es leider derzeit in der Mehrzahl der Fälle unmöglich einen Tinnitus leiser zu machen. Ich glaube auch nicht, dass irgendein auf dem Markt befindliches Medikament gegen Tinnitus hilft. Viele wurden bereits in Studien getestet und Tinnitus ist so häufig, dass wahrscheinlich die meisten Medikamente schon von mehreren Tinnitus-Patienten genommen wurden und ein deutlicher Effekt aufgefallen wäre.

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            • #7
              Vielen herzlichen Dank an Sie, der offensichtlich ebenso über viel medizinische, pharmakologische und pathphysiologische Hintergründe verfügt.
              Es ist in der Tat so, daß der Tinnitus nach dem morgendlichen Aufstehen und am Abend zwischen 18:00 und 19:00 Uhr für jeweils 2 - 3 Std aktiv ist. Gelegentlich wird er auch zusätzlich während der Einschlafphase aktiv.
              Ich werde jetzt mein Hörgerät (mit Noiser, der bei Tinnitus zugeschaltet wird) für 6 Monate konsequent benutzen.
              Ich wundere mich bei allem Frust, daß sich Neurobiologen, Endokrinologen etc. diesem Thema so wenig Aufmerksamkeit widmen bzw. noch keinen vernünftigen Ansatzpunkt gefunden haben.
              Bei neuen Erkenntnissen wende ich mich gerne wieder an SIe. Auch von Ihnen höre ich gerne wieder !

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              • #8
                Ich kann das Phänomen nicht erklären, aber ich denke, dass ein Tinnitus aufgrund einer Hörminderung immer aktiv sein sollte und nicht nur stundenweise. Das setzt wie gesagt natürlich voraus, dass der Tinnitus auch wirklich dann weg ist, also auch wenn man sich in einem leisen Raum die Ohren zuhält und nicht einfach nur durch Umweltgeräusche maskiert wird.

                Rauschgeneratoren sind bei Tinnitus übrigens weitgehend nutzlos:
                https://www.researchgate.net/profile...-in-adults.pdf

                Ich kann mich ehrlich gesagt auch im Moment an niemandem hier im Forum erinnern, der auf Noiser schwört.

                Ich wundere mich bei allem Frust, daß sich Neurobiologen, Endokrinologen etc. diesem Thema so wenig Aufmerksamkeit widmen bzw. noch keinen vernünftigen Ansatzpunkt gefunden haben.
                Die Aufmerksamkeit hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen. In Vergleich zu 2000 hat sich die jährliche Anzahl der Veröffentlichungen zum Thema Tinnitus mehr als verdreifacht. Mittlerweile kommt fast jeden Tag mindestens eine neue wissenschaftliche Publikation raus, die sich in einer Form mit dem Thema Tinnitus befasst. Das dennoch mangelnde Verständnis und die fehlenden Therapien liegen zum einen daran, dass Tinnitus wohl ein weitaus schwierigeres Problem ist, als man zunächst dachte und dass die Wissenschaft im Bereich Tinnitus leider oft nicht wirklich sauber arbeitet.
                Zuletzt geändert von Der Gepeinigte; 30.11.2018, 18:17.

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                • #9
                  Vielen Dank für Ihre Nachricht.
                  Ich werde jetzt (nach Rücksprache mit dem Tinnitus-Zentrum der Univ-Klinik Regensburg) die Anzahl der Oxytonin-Sprühstöße/die erhöhen.

                  Kommentar


                  • #10
                    Ich werde jetzt (nach Rücksprache mit dem Tinnitus-Zentrum der Univ-Klinik Regensburg) die Anzahl der Oxytonin-Sprühstöße/die erhöhen.
                    Interessant. Hat man dir dort diese Therapie empfohlen?

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                    • #11
                      Das Tinnitus-Zentrum hat 3 Studie mit Oxytocin-Spray durchgeführt.
                      Unterschiedliche Ergebnisse.
                      Es wurden Dosen bis zu 7 Sprühstößen pro Nasenöffnung pro Tag verwendet.

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                      • #12
                        Dann haben sie anscheinend versucht die Ergebnisse dieser Studie zu reproduzieren. Wobei laut clinicatrials.gov die Studie schon 2015 beendet war:
                        https://www.clinicaltrials.gov/ct2/s...innitus&rank=1

                        Wäre sehr interessant, wenn Oxytocin wirklich den Tinnitus leiser machen könnte, aber ich glaube eher, dass ein potenzieller Effekt auf eine Veränderung der Stimmung zurückzuführen ist.

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                        • #13
                          Auch ich habe vor Wochen nach Ergebnissen der Studie in Regensburg recherchiert und außer dem o.a. Link nichts gefunden. Ich werde bei PD Dr. Schlee nachfragen, ob überhaupt eine Publikation stattgefunden hat.
                          Bezüglich Oxytocin bin ich inzwischen der gleichen Meinung wie Sie.
                          Objektiv bemerke ich weder eine Reduzierung der Frequenz noch des Geräuschlevels des Tinnitus. Stimmungslage hat sich nach Ansicht meiner Frau verbessert !!
                          Auch das Hörgerät mit Noiser habe ich abgelegt. Ausschlaggebend war nicht zuletzt Ihre Meinung (und des Forums) zu diesem Hilfsgerät.

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                          • #14
                            Auch das Hörgerät mit Noiser habe ich abgelegt. Ausschlaggebend war nicht zuletzt Ihre Meinung (und des Forums) zu diesem Hilfsgerät.
                            Ein Hörgerät macht hauptsächlich Sinn um eine Hörminderung auszugleichen. Zwar wäre es schon denkbar, dass ein Hörgerät gegen Tinnitus helfen könnte, weil man dadurch mehr hört und dies den Tinnitus maskieren könnte. Aber die Beweislage dafür scheint dünn zu sein:
                            https://www.cochranelibrary.com/cdsr....pub2/abstract

                            Die Entscheidung das Hörgerät zu nutzen sollte also weniger auf dem Tinnitus beruhen, sondern eher auf der Frage, ob du damit besser hören kannst und im Alltag einen Vorteil spürst.

                            Auch ich habe vor Wochen nach Ergebnissen der Studie in Regensburg recherchiert und außer dem o.a. Link nichts gefunden. Ich werde bei PD Dr. Schlee nachfragen, ob überhaupt eine Publikation stattgefunden hat.
                            Ich finde bei Google Scholar auch nichts, also wurde die Studie wahrscheinlich nicht publiziert, weil sie negativ verlaufen ist. Das ist nicht unbedingt die Schuld der Autoren. Fachzeitschriften neigen leider dazu negative Resultate nicht zu publizieren.

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                            • #15
                              Ich gratuliere Ihnen für die Fähigkeit, spezielle Fragestellungen zu recherchieren.
                              Ich ging mit meinem begrenzten physiopathologischen Kenntnissen davon aus, daß die Generierung eines Tinnitus mit einem Hörverlust einhergehen kann bzw. diesen auslösen kann. Eindeutige Hinweise darauf finde ich nirgends. Außer Abhandlungen/Werbeaussagen von Hörakustikgeeäteherstellern..
                              Der im Hörgerät integrierte Noiser ist manuell bei Auftreten des Tinnitus zuschaltbar und liegt unterhalb des Geräuschniveau des Tinnitus-Tons und führt zu keiner Erleichterung.
                              Ich habe noch 1 Woche Zeit, das Testgerät auf seine Effektivität hin zu prüfen.
                              Wahrscheinlich muß ich mich mit der äußerst nervigen Situation abfinden oder mich in die Hände eines Hynotherapeuten begeben
                              und die Oxytocin-Dosis langsam auf 7 Sprühstöße pro Seite erhöhen (wie aus Regensburg empfohlen)
                              Ich kommuniziere sehr gerne mit Ihnen und würde mich freuen, wenn wir unsere Verbindung aufrechterhalten können.

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