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Paukenröhrchen bei Ohrgeräuschen?

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  • Paukenröhrchen bei Ohrgeräuschen?

    Eine HNO-Ärztin ist auf die Idee gekommen, in meine Trommelfelle Paukenröhrchen zu legen. Bei mir wurde ein Unterdruck in beiden Mittelohren festgestellt. Sie will testen, ob sich durch die geänderte Belüftung eine Auswirkung auf meine Ohrgeräusche ergibt. Die Paukenröhrchen sollen ca. 7-10 Tage verbleiben und dann wieder raus. Das Trommelfell sei innerhalb von 3-4 Tagen wieder komplett zugewachsen.

    Hat jemand Erfahrung mit Paukenröhrchen, vielleicht auch in Verbindung mit Ohrgeräuschen?

    Ich frage mich, ob
    Komplikationen auftreten können (Blutung, Entzündung, Wasser, Einfluss auf das Hörvermögen)
    dieser Eingriff irgendeinen therapeutischen oder diagnostischen Nutzen haben kann
    sich die Ohrgeräusche verstärken können
    Paukenröhrchen für diesen Test nötig sind, oder ob nicht ein Schnitt in`s Trommelfell reicht
    die Trommelfelle tatsächlich so schnell und auch wieder so zuwachsen, dass kein Schaden zurückbleibt

    Und falls tatsächlich die Ohrgeräusche schwächer werden, wie geht es dann weiter?

    Für Erfahrungen wäre ich dankbar

    Ylander

  • #2
    hatte nen langen text geschrieben doch plötzlich war er weg also jetzt nur ganz kurz...

    nicht direkt zur frage aber wegen druck:
    tt rechts verschwindet bei mir wenn ich folgendes mache.
    nase zu, druckausgleich, durch mund ausatmen, nase auf, druck halten, druck leicht regulieren bis zu einem gewissem druckpunkt. tt rechts ist weg solange ich den korrekten druck halten kann!
    sobald es "ploppt" ist tt wieder da.
    braucht übung und ich weis nicht obs gut für die ohren ist. während der "übung" kann man nur durch den mund atmen sonst hält der druck nicht.
    aufs linke ohr keine wirkung.
    obs bei sonst wem was bringt? ka. finds eh äusserst kurios.

    an der sache mit dem druck könnt was dran sein, werd hno fragen.

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    • #3
      Ich habe auch Druck auf den Ohren. Laut dem HNO aus der Uni-Klinik kann eine schlechte Belüftung des Ohres (wodurch auch immer) einen TT begünstigen allerdings nicht verursachen. Sprich stimmt die Belüftung und der Druckausgleich kann (nicht muß) der TT etwas leiser werden. Verschwinden wird er deswegen nicht. So die Aussage des Arztes...

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      • #4
        Ich habe mir jetzt den Spaß gemacht und Paukenröhrchen in beide Ohren setzen lassen. Die sollen drin bleiben, bis das Ohr sie wieder abstößt (ca. 3 Monate).

        Nach ca. 1 1/2 Stunden merke ich immer noch, dass ich ein sehr unangenehmes Hörempfinden habe (ähnlich wie bei offener Tube), und ein Fremdkörpergefühl wegen der Paukenröhrchen. Die Ohrgeräusche haben sich bis jetzt anscheinend nicht verändert. Wahrscheinlich war es ein Fehler, den Eingriff vornehmen zu lassen, aber lt. HNO kann nichts passieren.

        Der Eingriff als solcher war unproblematisch, kurz und fast schmerzlos, keine Blutung.

        Sollten die Ohrgeräusche lauter werden, könnten die Paukenröhrchen entfernt werden. Schwimmen und Duschen sei kein Problem.

        Ylander

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        • #5
          Ich finde einen Versuch ist es sicher wert! Zum einen kann ja nix passieren und Du hast kaum/keine Einschränkungen und zum anderen hast Du zumindest eine Chance auf Besserung. 3 Monate ist auch nicht soooo lange wenn man bedenkt das unser Freund uns voraussichtlich ein Leben lang "beglückt". Meine Oma sagt immer: alles was wieder weg geht ist halb so schlimm ;-). In Sachen TT hat sie da mehr wie recht...leider :-(.

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          • #6
            Ich gehe davon aus, dass ich es mit der Zeit schaffe, die Ohgeräusche zumindest zu ignorieren, wenn nicht zu überhören, sowie es vielen anderen auch gelungen ist. Erste Anzeichen für den möglichen Erfolg hatte ich in den letzten Wochen.

            Ylander

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            • #7
              Ich drück Dir die Daumen das Du im Lauf der Zeit besser mit dem TT klar kommst. Ich arbeite auch seit Wochen daran. Noch gibt´s keine positiven Erfolge aber wenn ich ganz ehrlich bin bin ich zur Zeit schon zufrieden wenn der TT nicht noch lauter wird :-(

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              • #8
                Zitat von Ylander Beitrag anzeigen
                Ich gehe davon aus, dass ich es mit der Zeit schaffe, die Ohgeräusche zumindest zu ignorieren, wenn nicht zu überhören, sowie es vielen anderen auch gelungen ist. Erste Anzeichen für den möglichen Erfolg hatte ich in den letzten Wochen.

                Ylander
                Hallo Ylander,
                laut Dr.Schaaf gelingt es ca. 90% aller TTler ihren Quälgeist binnen ein bis zwei Jahren zu ignorieren. Ohne jede Maßnahme - good luck!
                " Es sind nicht die Dinge, die uns beunruhigen, sondern die Meinungen, die wir von den Dingen haben." Epiktet

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                • #9
                  Mein Zwischenergebnis nach 3 Tagen mit Paukenröhrchen:

                  Ich habe ein Fremdkörpergergefühl in den Ohren
                  Die tieffrequenten Ohrgeräusche klingen höher
                  Ich höre meine eigene Stimme dumpfer
                  Tiefe Stimmen höre ich voller
                  In Stille und im Liegen höre ich besonders in meinem rechten Ohr meinen Pulsschlag, allerdings in einer höheren Frequenz und mit Nachhall, ungefähr so wie Fotokopierer mit Schnelldurchzug. Das stört besonders beim Schlafen.

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                  • #10
                    Hmmm, das hört sich bis jetzt ja eher nach schlechter an? Ich drück weiter die Daumen...

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                    • #11
                      War heute wieder bei HNO.

                      Das pulssynchrone Ohrgeräusch soll durch eine Irritation der Blutgefäße nahe dem Paukenröhrchen kommen und bald wieder verschwinden, wenn sich die Blutgefäße "beruhigt" haben. Blöderweise höre ich dieses Geräusch jetzt auch tagsüber. Habe mich mit HNO darauf verständigt, das Paukenröhrchen in 14 Tagen wieder entfernt werden. Die Trommelfelle sollen dann innerhalb von einer Woche wieder zuwachsen.

                      Durch die Belüftung haben sie die Ohrgeräusche in der Tat etwas verändert, jedoch keinesfalls verbessert. Auch höre ich die Geräusche lauter.

                      Insgesamt hat mich die Aktion stark zurückgeworfen, nachdem sich in den letzten Wochen eine Besserung abzeichnete. Ich kann nur hoffen, dass dies nur eine vorübergehende Verschlechterung sein wird.

                      Ylander

                      P.S.
                      HNO geht wie ich davon aus, dass meine Hörfilter nicht richtig funktionieren, daher die Wahrnehmung der vielen Ohrgeräusche. Es sollen nun neue Hörfilter eingebaut werden.

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                      • #12
                        Zitat von Ylander Beitrag anzeigen
                        Es sollen nun neue Hörfilter eingebaut werden.
                        ??? Ironie?

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                        • #13
                          Zitat von Okidoki Beitrag anzeigen
                          ??? Ironie?
                          Mehr bildlich gemeint.

                          Exkurs 1:
                          Es kam jetzt auch Prof. Tass wieder in`s Spiel. HNO will sich mit ihm wegen meiner TT-Geschichte, weil sie so vielschichtig ist, in Verbindung setzen. Es geht darum, ggf. durch spezielles EEG und spezielles MRT festzustellen, in welchen Hirnbereichen verstärkt Aktivität besteht. Prof Tass ist auf "Hirnfragen" spezialisiert. Ob da in meinem Fall neue Erkenntnisse gewonnen werden, ist eine andere Frage. Erstmal sehn, was HNO in 14 Tagen zu berichten hat.

                          Exkurs 2:
                          Habe HNO übrigens nochmals auf den Neurostimulator angesprochen und zu verstehen gegeben, dass ich an der Wirksamkeit zweifle. HNO sieht das wohl anders und ist der Meinung, man müsse sich gezielt die Fälle herauspicken, die vielversprechend seien, will sagen: TT-Patienten mit Phantomgeräusch im Hirn / zentralisiertem TT. Es gebe lt. Prof. Tass zwar keine Langzeiterfahrung, aber es sei langfristig mit Erfolgen zu rechnen. Wie will er das denn beurteilen? Mir kommt das alles komisch vor. Ich habe HNO auch gesagt, dass ich grundsätzlich zwischen der Idee der Störung des Hörfilters und der Anwendung des Neurostimulators keinen Widerspruch sehe. Auch das sah HNO anders: Laut Prof. Tass sei der "Hirn-TT" mehrere Stufen höher. Da lehnt sich Prof. Tass aber sehr weit aus dem Fenster. Nun, soll er zeigen, was er drauf hat.

                          Ylander

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                          • #14
                            Ylander, leider komme ich zurzeit nicht so oft ins Internet, da ich momentan nachts besser schlafe. Jetzt habe ich gerade deine Beiträge gelesen und muss sage, du klingst selbst schon wie ein Professor auf diesem Gebiet. Du hast dich damit schon sehr intensiv auseinander gesetzt und ich komme gar nicht richtig mit. Bei mir ist zwar kein Durckproblem, aber mein TT verändert sich ständig, was es nicht unbedingt besser macht. Allerdings sind die nächtlichen Attacken nicht mehr ganz so laut und massiv, so dass ich etwas besser damit klar komme. Ich versuche es im Moment mit der Homöopathie und habe das Gefühl, dass es was bringt, aber so ganz schnell geht das auch nicht. Zumindest sind die lauten Pfeiftöne weg und ich hoffe dass sie da auch bleiben.

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                            • #15
                              Schade, dass manche Berichte im Netz nie bis zum Schluss mitverfolgt werden können. Oft bleibt der meist "schlechte Eindruck" nach einer Woche im Netz hängen, ohne zu wissen, ob es am Ende gut oder schlecht endet.

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