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Maßnahmen gegen Tinnitus & Hyperakusis nach 5-6 Wochen?

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  • Maßnahmen gegen Tinnitus & Hyperakusis nach 5-6 Wochen?

    Hallo,

    ich habe den Tinnitus und die Hyperakusis seit etwas 5-6 Wochen. Ich habe schon seit Jahrzehnten permanent Druck auf den Ohren durch Allergien und wegen einer Nasenscheidewand Verkrümmung.Deshalb bin ich allgemein sehr empfindlich und bekommt schnell einen neuen Tinnitus und Hyperakusis.
    Die Allergie gehe ich jetzt mit einer Hyposensibilisierung an und der Doc würde auch diese Nasenscheidewand begradigen.

    Aus den o.g. Gründen habe ich immer mal wieder für ein paar Tage Tinnitus und Hyperakusis. Dieses mal habe ich mit einem Q-Tip ein bisschen Ohrenschmalz entfernen wollen und es hatte schlimmere Auswirkungen als sonst. Ich lasse zwar schon 2x im Jahr Ohrspülungen machen, aber das reicht scheinbar nicht.

    Da es sonst immer wieder von selbst weggegangen ist, bin ich dieses Mal zu spät darauf eingegangen. Außerdem kam leider 2 Wochen nach Beginn für 2 Wochen noch viel Stress dazu.
    4 Wochen später war ich dann beim HNO. Einen Hörsturz habe ich nicht und eine Einschränkung des Hörvermögens hätte ich auch nicht.
    Ich habe dann für 5 Tage CortisonTabletten bekommen, habe sie aber nach dem zweiten Tag wieder abgebrochen, da ich direkt schlimmen Durchfall und Herzrasen bekommen habe und dadurch die Hyperakusis nur noch schlimmer wurde. Ich habe auch noch in Erinnerung, das ich als ich es schon einmal vor langer Zeit hatte, Blutverdünnende Medis die Symptome nur noch schlimmer
    gemacht haben. Mein HNO meinte nun, er könne nichts mehr für mich tun.
    Das Schlimmste ist nicht der Tinnitus, den ich erst höre, wenn ich still für mich sitze oder liege, sondern die Hyperakusis. Hier habe ich gelesen, das größere
    Chancen als beim Tinnitus bestehen, dass diese wieder weggeht?
    Ehrlich gesagt, habe ich zum ersten Mal wirklich Angst, dass die Hyperakusis bleibt, obwohl ich weiß das es kontraproduktiv ist.

    Ich frage mich, ob ich nochmal zu einem anderen HNO gehen soll, oder würde das sowieso nach den 5-6 Wochen nichts mehr bringen?
    Soll ich darauf vertrauen das es wieder von selbst weggeht, wie vorher auch schon, auch wenn es nun länger anhält?
    Gibt es Erfahrungen mit Clomipramin / Anafranil und funktioniert es nur mit diesen Psychopharmaka?

    Danke & viele Grüße,
    Vince
    Zuletzt geändert von Vince555; 18.09.2019, 12:42.

  • #2
    Bei der Hyperakusis würde ich einfach zum Abwarten und zur Gelassenheit raten. Es sollte bessere Chancen als beim Tinnitus geben, dass diese wieder verschwindet, aber Du solltest Deinen Ohren Ruhe gönnen. Liegt bei Dir wirklich kein Lärmtrauma vor? Hyperakusis verstehe ich als Übersensibilisierung des Ohrs, wenn exakt jene Frequenzen, die das Schmerzgedächtnis gespeichert hat (nach einem Vorfall) eine gewisse Lautstärke erreichen - dann dröhnt und triggert es, wohl auch als Warnsignal. Hyperakusis als Defekt, der mehr auf anatomische Ursachen, Stau oder Verstopfungen beruht (vielleicht überträgt irgend ein Knöchelchen bestimmte Frequenzen auf die Membran, oder irgend sowas) - da habe ich keine Ahnung. Gib dem Gehör einfach Zeit, sich wieder einzupegeln. Das kann schon gut 1 Jahr dauern, ehe wieder halbwegs Normalität erreicht ist.

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    • #3
      Danke für deine Antwort. Bei mir gab es wirklich nur die mechanische und keine akustische Einwirkung.
      Ich werde meinem Ohr und mir selbst auf jeden Fall Ruhe gönnen, ohne jetzt alle Geräusche zu meiden.

      Falls jemand noch eine Idee oder Erfahrung mit Hyperakusis hat, freue ich mich über jede Antwort.

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      • #4
        Hi Vince555, was Kingsohr schreibt ist leider nicht korrekt. Obwohl die Wissenschaft über das Phänomen Hyperakusis noch weniger weiß als über den Tinnitus sind die Erfahrungen die das man von einem reinen psychologischen Problem in der Hörverarbeitung ausgeht. Je mehr du jetzt alle Geräusche meidest umso schlimmer wird es werden. Die Hörverarbeitung „mag“ Geräusche, Totenstille wird evolutionär gleich mit Gefahr gesetzt. Also dir angenehme Musik hören und auch rosa Rauschen (YouTube pink noise) benutzen neim Buch lesen z.B.. In Maßen natürlich und nicht übertreiben mit der Lautstärke.
        Empfehlung von mir wäre das Buch:
        „Ratgeber Tinnitus und Hyperakusis: Informationen für Betroffene und Angehörige“ (Gerhard Goebel)

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        • #5
          Hallo chris182,

          danke auch für deine Antwort und deine Tips. In das Buch werde mal reinschauen.

          Danke & viele Grüße,
          Vince

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          • #6
            Chris 182: Im Normalfall trifft das zu, auch wird ein Tinnitus durch Geräusche in seiner Wirkung abgeschwächt, aber wenn ein Hörschaden durch ein Trauma entstand, sollte man dem Gehör schon eine Zeit der Nicht-allzusehr-Belastung gönnen. Ein einmal geschädigtes Gehör ist um ein Vielfaches anfälliger. Später kann man dann in den Normalzustand zurück kehren. Letztlich beruht ein jedes Problem in der Hörverarbeitung auf den Auswirkungen eines erfahrenen Hörschadens, umso mehr gar ein "psychologisches", falls es so etwas überhaupt in der Hörverarbeitung gibt. ;-) Und gesichert ist rein gar nichts. Da er aber keine akustische Ursache als zugrunde leigend angibt - wer weiß?

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            • #7
              Hey Chris,
              hab mir deinen Beitrag durchgelesen und kann dir aus eigener Erfahrung auch nur raten:
              Gönn dir Ruhe, aber meide die Stille.

              Meine Hyperakk. im Anfangsstadium hat auch Wochen angehalten (nach Infusionen im KKH) und wurde mit der Zeit besser.

              Wünsche dir alles Gute.
              Bei mir piept´s... Und summt... Und rauscht... Und brummt... Und pfeifen tut´s erst recht.
              Und darum gehts mir schlecht!

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              • #8
                Hallo
                Obwohl die Wissenschaft über das Phänomen Hyperakusis noch weniger weiß als über den Tinnitus sind die Erfahrungen die das man von einem reinen psychologischen Problem in der Hörverarbeitung ausgeht.
                Die Psycho-Schiene bei allen ist falsch, das war länger die Domäne der Psycho-Vertreter wie Goebel und Schapowal und andere.

                Inzwischen ist auch Goebel auf die Pathophysiologie der Haarzellen gestossen:

                Erst seit den 80er-Jahren wird die Erkrankung erforscht. "Vorher hielten Mediziner das Phänomen für einen Teil der Persönlichkeit", erzählt ­­Goebel. Inzwischen weiß man mehr über die körperlichen Ursachen. Normalerweise stellt sich die Ohrschnecke auf alle Laute von außen ein, indem sich die Haarzellen strecken und zusammenziehen – je nach Frequenz und Lautstärke. Geregelt wird dieser Ausgleich lauter Geräusche durch ein Zusammenspiel von Haarzellen, Hörnerv und dem entsprechenden Gehirnareal. Laufend wird das aus­­geklügelte System neu justiert, sogar im Schlaf. Doch ist dieses Hin und Her gestört, werden die Haarzellen stetig aktiviert. "Hyperakusis ist sozusagen eine Verarbeitungsstörung im Gehirn. Vergleichbar mit einer Verstärkeranlage im Gehör", erklärt Goebel.
                QUELLE: https://www.apotheken-umschau.de/Ohr...rn-554903.html

                Gruss von Maria
                Zuletzt geändert von Maria V.; 06.10.2019, 11:08.

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