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Neurostimulator -Dirksland

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  • Neurostimulator -Dirksland

    Hallo!
    Nach fast 10 jähriger Pause bei Tinnitus.de melde ich mich mal wieder!
    Mein Tinnitus ist unverändert stark.
    Damals war für mich ein grosses Thema "Neurostimulator" von Prof. Tass aus Jülich.
    Gibt es hier im Forum jemanden der evtl. Erfahrungen gemacht hat?
    Viele Grüße
    Dirksland

  • #2
    Die Firma ist schon vor Jahren pleite gegangen.

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    • #3
      Falls es dich aufheitert, aktuell gibt es zwei Projekte, die in eine ähnliche Richtung gehen.
      Einmal von der Universität Michigan, die über Neurostimulation den TT bei Versuchspersonen verringern konnten, teilweise sogar komplett verschwinden lassen konnten. Dieses Projekt bezieht sich aber nur auf Personen, die den TT mit Kopfbewegungen verändern können. Das dauert aber noch, bis wir da etwas auf dem Markt sehen.
      Das andere Projekt kommt aus Irland und nennt sich "Neuromod", diesmal sogar schon die zweite Version. Ist im Endeffekt auch wieder Neurostimulation, das Gerät soll Verlauf des Jahres (so um August meine ich gelesen zu haben?) erscheinen. Es gab schon Versuchsreihen mit über 500 Personen, bei denen sich bei 80% der Beteiligten der TT in irgend einer Weise verbessert haben soll oder sogar verschwunden ist.
      Zuletzt geändert von blablub24; 01.05.2019, 15:23.

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      • #4
        Wäre ja echt schön wenn endlich mal irgendwas gegen Tinnitus helfen würde, außer: "Positiv denken und bitte überhören."

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        • #5
          Nachtrag zu "Neuromod" aus Irland. Wen es interessiert (und wer des englischen mächtig ist), kann sich hier mal ein Video einer kürzlich stattgefundenen Präsentation dazu anschauen (inklusive Testreihen mit TT-Patienten) https://vimeo.com/333141561

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          • #6
            Es gab schon Versuchsreihen mit über 500 Personen, bei denen sich bei 80% der Beteiligten der TT in irgend einer Weise verbessert haben soll oder sogar verschwunden ist.
            Das klingt schon mal nicht uninteressant. Dazu müsste man nun wissen, wie genau denn diese Versuchsreihen durchgeführt wurden.

            Letztlich fällt es mir nach mittlerweile 15 Jahren, in denen gefühlt jedes Jahr eine "Heilung" für Tinnitus kam, ziemlich schwer mich in irgendeiner Form für die Forschung zu begeistern. Gerade am Neurostimulator hat man ja gesehen, dass sogar eigentlich namhafte Forschungsinstitute keine Scheu davor haben, die Patienten hemmungslos abzuzocken.

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            • #7
              Ich kann den Zweifel verstehen Ja, es gibt Grund, skeptisch zu sein. Die Richtung scheint aber zu stimmen, denn die Ursache liegt im Gehirn. Und das sieht man immer wieder (zB auch am Projekt von der Universität Michigan). Trotz dessen wollte ich euch das nicht vorenthalten.

              Hier gibt es den Foliensatz zu der oben angesprochenen Präsentation. Ab S.9 der Aufbau der ersten Studie.

              https://www.tinnitustalk.com/attachm...ion-pdf.29144/

              Zusammengefasst:

              Erste Studie mit 326 Personen, aufgeteilt auf 3 Arme mit jeweils verschiedenen Stimulationsarten (Seite 10).
              Arm 1 ist Elektrostimulation Synchron zeitgleich mit Ton
              Arm 2 ist E-Stimulation mit zeitversetztem Ton
              Arm 3 ist E-Stimulation mit zeitlich variierendem versetzten Ton (hier aber mit niedrigeren Frequenzen)

              Resultate sind zu sehen auf Seite 11 bis 13. (THI = Tinnitus Handicap Inventory, also wie stark der TT einen im täglichen Leben beeinflusst; je niedriger, desto besser)
              Zu sehen ist der Vergleich zwischen dem THI am Anfang (Baseline) und der THI am Ende der Therapie (Final), welche sich über 12 Wochen erstreckt. Je weiter vertikal entfernt die Punkte von der Roten (= Verbesserung) bzw. Violetten Linie (= klinische Verbesserung) sind, desto besser hat die Therapie angeschlagen. Das Diagramm gibt es für alle 3 Arme.

              In der zweiten Studie wurden die gleichen Methoden benutzt, jedoch wurden nach der Hälfte der Therapiedauer (insg. 12 Wochen, also nach 6 Wochen) die Stimulationsarten geändert (s. oben Arm1,2,3). Resultat war, dass der Therapieeffekt, erstens, wiederholt werden konnte (S.24) und, zweitens, nach einem Wechsel der Stimulationsart die Therapie nochmal besser angeschlagen hat, als zuvor. (S.25).

              Selbst wenn es nicht die Finale Lösung ist. Es scheint ein Weg in die richtige Richtung zu sein.
              Zuletzt geändert von blablub24; 05.05.2019, 15:45.

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              • #8
                Die Richtung scheint aber zu stimmen, denn die Ursache liegt im Gehirn.
                Der Schluss, dass das Gehirn die Ursache ist, ist nicht erwiesen, dass das Gehirn beteiligt ist, hingegen schon.

                Auf Seite 5 ist eine interessante Darstellung zu sehen, denn der Trigeminus spielt eine zentrale Rolle, das übrigens auch bei meinen Symptomen.

                Ich vermute sehr stark, dass bei mir der Trigeminus den Tinnitus verursacht.

                Der Neuro-Stimulator stimuliert auch den Trigeminus, interessant wäre jetzt, was das Resultat wäre, wenn nur der Trigeminus stimuliert wird?

                Wenn "Klingsohr" auf seine Ohrstöpsel klopft, dann stimuliert er Vagus und Trigeminus.


                Gruss von Maria
                Zuletzt geändert von Maria V.; 05.05.2019, 17:37.

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                • #9
                  Selbst wenn es nicht die Finale Lösung ist. Es scheint ein Weg in die richtige Richtung zu sein.
                  Ich habe mal kurz bei clinicaltrials.gov geschaut und da sieht es so aus, als ob in diesen Studien alle Gruppen eine aktive Therapie erhalten und es nicht wirklich ein Placebo gibt. Dennoch macht das schon mal einen deutlich seriöseren Eindruck als der Neurostimulator, der weitgehend ungeprüft auf den Markt geworfen wurde.

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                  • #10

                    "Wenn "Klingsohr" auf seine Ohrstöpsel klopft, dann stimuliert er Vagus und Trigeminus."

                    ich möchte ergänzen, dies das nur beim "Brummton" funktioniert. Das linksseitige Rauschen und Zischen bleibt jedoch völlig unbeeindruckt. Einmal half jedoch dort dieser "reddit" (Youtube), und einmal brachte die Fascien-Stimulanz den Dauerton zumindest in Intervalle. Nicht für sehr lange, beide Male. Würde also bedeuten: Vagus und Triggerminus reagieren nur bei tieftonigen Frequenzschädigungen auf akustische Stimulanz. Oder spannt sich das Trommelfell durch die "Erschütterungen" neu? Auch hier Tasten und Raten wir leider wieder.

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                    • #11
                      Hier wird der NEUROMOD von Dr. Hubert Lim mit Bilder vorgestellt:

                      https://www.neuromoddevices.com/company/technology

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