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2 Monate rum - noch irgendwas versuchen oder abwarten?

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  • 2 Monate rum - noch irgendwas versuchen oder abwarten?

    Hallo,
    ich bin 20 Jahre alt und war vor ca. 2 Monaten (20.2.19) auf einem Konzert (aller erstes Konzert muss man fairerweise sagen).

    Long story short: Innenohrschaden inkl. Tinnitus und selektiver Hyperakusis, welche die hohen Töne betrifft. Bei den Hörtests gab es keine Auffälligkeiten, mein Hörvermögen ist komplett normal.
    Der Tinntius war erstmal relativ laut ist aber glücklicherweise in den folgenden Tagen relativ leise geworden, zwischen Alltagsgeräuschen gar nicht zu hören und sonst auch nur wenn es ruhig ist. Die Hyperakusis hält sich auch in Grenzen, ist jetzt nicht so, als ob ich damit nicht Leben könnte. Bei Musik höre ich jetzt aber das Schlagzeug ein bisschen lauter, nagut.

    Ich leide schon seit längerer Zeit unter leichten Depressionen und Angstörungen, was mir bei dieser "Krankheit" natürlich schlecht weiterhilft (nehme bisher keine Tabletten). Der erste Monat war für mich der Horror, danach ging es einigermaßen. Ich war vorher zum Beispiel auch noch nie in einer Disco, von daher ist das jetzt quasi das erste mal, dass mich der TT länger als ein paar Minuten begleitet.
    Aber, selbst wenn das ganze chronisch werden sollte, habe ich mich inzwischen damit abgefunden und habe keine Angst mehr. Bin ja auch froh, dass es mich relativ leicht erwischt hat und sich die Symptome in Grenzen halten. Hier im Forum gibt's ja auch viele Leidgenossen, bei denen das ganze nur schwer auszuhalten ist.

    Behandelt wurde das ganze mir dem üblichen, sprich Ginko und danach Kortison Tabletten. Die letzteren haben dazu geführt, dass der TT lauter wurde, das ist aber wieder auf dem Normalniveau angekommen. Zwischendurch hat mich auch noch die Grippe erwischt, was die Ohrgeräusche auch nochmal für kurze Zeit verstärkt hat. Zur Zeit hilft mir ein Nerventee, der den TT (und mich) etwas beruhigt. Zudem nehme ich 1x am Tag 400mg Magnesium.

    Jedenfalls bin ich jetzt am Ende meiner 2 Monate angekommen, 3 hat man zur Verfügung, bevor das ganze angeblich chronisch wird. Aber wie bei Tinnitus üblich, weiß da ja auch keiner so wirklich Bescheid. Man liest auch 6 Monate oder ein Jahr.

    Kommen wir zu meinen Fragen:
    1. Weitere Kortisobehandlungen hielt mein HNO aufgrund meiner Depressionen und Ängste für problematisch, da Kortison ja ein Stresshormon ist und ich durch diese Krankheiten schon genug davon habe. Gibts noch irgendwas, was ich versuchen 'muss'? Mir ist bewusst, das es kein Allheilmittel gegen TT gibt, aber natürlich bin ich für jegliche Tipps dankbar.
    2. Tut sich da nach so langer Zeit noch was bei den Innenohrhärchen oder ist das 'nur' noch Nervensache?
    3. Hyperakusis. Soweit wie ich das jetzt gelesen habe, bildet sich das wieder zurück, was aber dauern kann. Liege ich da richtig? Oder kann die H. auch chronisch werden?
    Ich bin jetzt in den letzten 2 Monaten nicht mir Ohrstöpseln rumgelaufen, habe aber natürlich zum Beispiel auf laute Musik verzichtet.

    Ich bedanke mich schonmal für eure Antworten.
    Zuletzt geändert von blablub24; 17.04.2019, 11:44.

  • #2
    Hallo blablub
    Ohje, einmal in ein Konzert, dann hat es dich schon erwischt. Ich denke, du hast gute Chancen, dass alles weg geht, gib dir ein Jahr Zeit.

    Fixier dich nicht auf eine Zeitdauer, ausführlich hier nachzulesen:

    https://www.tinnitus.de/forum/tinnit...-realit%C3%A4t


    Das Magnesium sollte man eher verteilen, da der Körper nicht so viel auf einmal aufnehmen kann.

    Hat dir der Arzt Magensium verschrieben?

    Hat dir der Arzt gesagt, dass du einen Innenohrschaden hast?

    Hast du nebst der Hyperakusis noch weitere Symptome, irgendwelche Tics oder ein Flattern im Ohr?


    Gruss von Maria

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    • #3
      Kortison bringt jetzt nichts mehr. In der Akut-Phase drängt es den Tinni temporär zurück, aber nicht dauerhaft. Ginkgo hilft eigentlich auch nicht wirklich. Magnesium würde ich schon 300-500 mg täglich nehmen, dazu noch B12 und Zink, letzteres aber Zeitversetzt zum Magnesium. Zink nehme ich seit kurzem und bin erstaunt, wie gut es funktioniert. Für einige Stunden wird der Tinnitus deutlich leiser bei mir. Hoffnung auf Heilung gibt es immer, auch bei den Hörhärchen. duracell hat da viel drüber geschrieben.

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      • #4
        Klingsohr, du verlinkst immer wieder zu "duracell", aber dort gibt's nichts zu lesen ... ???

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        • #5
          Stimmt. Merkwürdig, dann hat er, oder der admin? Seine Beiträge und das Profil gelöscht. Er war - wie so viele andere vor Zeiten hier - nicht unumstritten (es gab besonders auch mit dem Gepeinigten intensive, aber faire Diskussionen), auch zum Thema Glauben, usw.. Im Prinzip kann man bei allem (auch bei mir) die an Nahrungsergänzungen glauben, dahinter sehen wollen, dass sie das Zeug anpreisen. Duracell (das wird Dir jetzt sicher gefallen, Maria) schwor auch auf das Beten zu Gott. Er bezeichnete sich nach 3 Monaten in Stille, mit B 12 usw.. und Ausdauersport als geheilt, glaubte an die theoretische Möglichkeit der Heilung eines jeden Ohrschadens. Letztlich kann man nie genau sagen, welcher User was wie ernst meint, aber irgendwie hat mir die Heilung von duracell Hoffnung gemacht. Mit Ausdauer-Radfahren habe ich angefangen, weil er so positiv über Sport/Leistung/Adrenalinabbau sprach. Tinnitus durch Discobesuch, glaube ich. Nun ja ...

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          • #6
            Zitat von Maria V. Beitrag anzeigen
            Hallo blablub
            Ohje, einmal in ein Konzert, dann hat es dich schon erwischt. Ich denke, du hast gute Chancen, dass alles weg geht, gib dir ein Jahr Zeit.

            Fixier dich nicht auf eine Zeitdauer, ausführlich hier nachzulesen:

            https://www.tinnitus.de/forum/tinnit...-realit%C3%A4t
            Tja, verwundert mich halt, weil 95% der Leute dort keine Ohrstöpsel oder sowas hatten. Die müssten ja alle taub sein?
            Danke, auf den Thread bin ich auch schon gekommen. Das gibt mir Mut.

            Das Magnesium sollte man eher verteilen, da der Körper nicht so viel auf einmal aufnehmen kann.

            Hat dir der Arzt Magensium verschrieben?
            Nein, da bin ich selbst hingekommen. Aber soll ja helfen (wie so vieles bei TT). Habe bisher auch keine Probleme diesbezüglich gehabt.


            Hat dir der Arzt gesagt, dass du einen Innenohrschaden hast?
            Ja. War 4 Tage nach dem Konzert zur Erstdiagnose beim HNO (üblicherweise ergibt sich sowas ja in ein paar Tagen wieder). 2 Wochen später dann wieder und dann meinte er, nach dem üblichen Hörtest und Hördruck-Zeugs, dass es "keine Auffälligkeiten" gebe. Ich denke also, dass sich das wieder erledigt hat (?).

            Hast du nebst der Hyperakusis noch weitere Symptome, irgendwelche Tics oder ein Flattern im Ohr
            Nein.

            Zuletzt geändert von blablub24; 15.04.2019, 17:25.

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            • #7
              Merkwürdig, dann hat er, oder der admin? Seine Beiträge und das Profil gelöscht.
              Das ist eher eine Standart-Programmierung, dass nach einer Zeit alles nicht mehr im Profil vorhanden ist, auch einige Beiträge von mir sind nicht mehr im Profil, per Suche im Forum auch nicht auffindbar, aber im Thread ist alles noch da, auch Duracell, aber eben via Durchlesen oder via Google-Suche findest du die Posts.

              das Beten zu Gott
              Gott heilt nicht alles, ein verlorenen Zahn ist für immer weg. Einen Magnesium-Mangel muss der Mensch selbst behandeln. Das nur zwei Beispiele.

              Aber es gibt mir eine Gelassenheit, denn wenn die Heilkraft Gottes etwas nicht heilt, dann sicher auch nicht eine Akupunktur oder eine andere Energie-Behandlung, denn der Heilige Geist ist die höchste Kraft, wenn der etwas nicht schafft, dann gibt es auch keinen Erfolg bei anderen Energie-Therapien, inklusive Homöopathie und das unzählige Angebot auf dem Markt.

              Aber eben, wenn ein Wirbel verschoben ist, auf ein vegatatives Ganglion drückt, dann muss ein guter Therapeut das richtig behandeln, also alles was grobstofflich heilbar ist, muss via Arzt oder Therpeut therapiert werden.

              Wenn jemand sich einen Dämon eingefangen hat, dieser den Mensch krank macht, dann ist das mit Jesus im Nu geheilt, aber wenn man eben nicht an die bösen Geister denkt, kommt man auf nicht auf den Gedanken, sich an Gott zu wenden. Ich habe selbst so eine Heilung erfahren. Aber nicht alles kommt von einem Dämon. Aber lassen wir das, in heutiger Zeit darüber zu schreiben, endet im Gespott.


              Gruss von Maria





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              • #8
                Es sind noch nicht alle Fragen beantwortet. Ob die Hyperakusis über Jahre besteht, kann ich dir leider nicht genau beantworten. Ich denke, wenn die Ursache nicht heilt, dann kann auch die Hyperakusis nicht heilen, aber ich denke, da sind eher zentrale Ursachen die Auslöser wie MS, Blutgefäss-Anomalie, Hirntumor, Virus-Infektion, Vergiftung oder Hormonleiden. Bei den Lärmtraumen verschwindet die Hyperakusis in der Regel.

                Ich bin jetzt in den letzten 2 Monaten nicht mir Ohrstöpseln rumgelaufen, habe aber natürlich zum Beispiel auf laute Musik verzichtet.

                Was mich hier stört, sind wieder einmal die HNO's, die nicht informieren, hätten sie ein Medikament gegen die Hyperakusis oder gegen die Lämrbelastung, dann würden sie ein Rezept schreiben. Da es kein Medi gibt, sind die HNO's nicht einmal fähig, Ohrstöpsel oder eine Kapselgehörschutz zu verordnen, zwar so, dass es die Krankenkasse übernimmt.

                Mein HNO sagte: Lärmbelastungen meiden. Ich musste dann noch nachfragen, was eine Lärmbelastung KONKRET ist.

                Was machen die Einwohner dort in Payern, die tagtäglich mit 120 Dezibel konfrontiert sind. Die müssen ja einkaufen und anderes.

                Und da kommt eben das Unwissen oder die Interesselosigkeit der HNO's ins Spiel. Keine Lärmbelastung heisst konkret auf das Fönen der Haare verzichten, das müsste ein HNO unbedingt sagen, denn keiner weiss, dass der Fön das Schlimmste ist, vermutlich nicht einmal der HNO:

                https://www.tinnitus.de/forum/tinnit...ibel-im-alltag


                Ich rate zur Schonung des Ohres, damit die Heilung besser vorangeht, aber diesbezüglich gibt es keine einheitliche Meinung.

                Nach meinem Rat:
                • Keine Konzerte
                • Kinos nur mit Ohrstöpsel
                • Keine Musikkopfhörer
                • Mikrowellen-Telefonate meiden
                • Kein Haare fönen
                • Laute Geräte meiden
                • Je nach Lärm einen Ohrstöpsel tragen
                • Finger in die Ohren in der Nähe einer Baustelle oder wenn ein Güter- oder Schnellzug vorbeirast
                • etc ...

                Der Lärm im Kino ist auch enorm:

                Vor einigen Jahren erlitt ein Mädchen aus Belgien während des Films „Inception“ einen Gehörschaden. Im Kino wurden Spitzenwerte von 118 dB gemessen
                QUELLE: https://www.alpine-gehoerschutz.de/m...r-so-laut-ist/


                Gruss von Maria
                Zuletzt geändert von Maria V.; 16.04.2019, 09:35.

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