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Therapie in Tinnitusklinik - wie angehen?

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  • Therapie in Tinnitusklinik - wie angehen?

    Hallo liebe Mitleidende,

    ich bin mir nicht sicher, ob mir ein Klinikaufenthalt etwas bringen würde, aber sowohl Hausärztin als auch HNO-Arzt würden mich dabei unterstützen.

    Habt Ihr Erfahrungen damit? Natürlich verschwindet der Tinnitus nicht, aber könnte sich die Empfindlichkeit etwas legen? Ich weiß ja nicht, welche Behandlungen dort üblicherweise angeboten werden, aber diverse Hörtrainings werden schon dabei sein. Bleibt rätselhaft, wie die helfen sollen, wenns bei mir nur noch mitschrillt, wenns mal lauter oder komplexer wird.

    Mir geht es aber auch um die psychische Seite. Viele dieser Kliniken bieten die Behandlung von tinnitusbedingten Depressionen an. Ich bin mittlerweile ein richtiges Wrack, depressiv, adipös, habe nahezu alle Freunde vergrault und bringe auch im Beruf keine Leistung mehr. Letzteres fällt zum Glück nicht auf, da auch die Auftragslage bescheiden ist und die Kollegen viel davon erledigen. Lebensfreude und Lebenssinn sind mir abhanden gekommen. Ich kann mir nicht mal im Entferntesten vorstellen, woher sowas wieder kommen soll.

    Wie geht man sowas an? Wie sag ichs meinem Chef und den Kollegen, dass ich auch unbestimmte Zeit krank bin?

    Danke und Grüße

  • #2
    Hi NichtMeinTag,


    vielleicht wäre so eine Klinik gut, damit Du mit Dir besser ins Gleichgewicht kommst, erwarte Dir jedoch nicht allzuviel von solchen Kliniken.
    Ehrlich gesagt kenne ich auch niemanden in keinem Forum, der glücklich aus einer Tinnitus-Klinik gekommen ist, aber das kann ja auch Zufall sein.
    Also dass ich es einfach von Niemand weiß.

    Meine subjektive Sicht: Mir kommen diese Kliniken immer vor wie ABM Maßnahmen für Ärzte, so in etwa.

    Und bitte glaube nicht immer alles was die die Ärzte zum Thema Tinnitus erzählen.

    Ist immer wieder die gleiche Schiene, die gleichen Phrasen.

    Und die sind noch nicht mal bewiesen.

    Und nochwas: es gibt Ärzte in Tinnitus Kliniken, die richtig verantwortungslos sind.
    Hier gibt es irgendwo einen Strang, wo eine Userin davon berichtet, dass ein Arzt in einer Tinnitus Klinik Patienten empfohlen hatte, in die Disco !!!
    oder auf das Stadtfest zu gehen, stell Dir doch mal vor wie absurd das ist!!!

    Bei Tinnitus darf laut Berufsgenossenschaft nicht mehr als 80 Db an die Ohren, auf lauten Veranstaltungen immer Ohrstöpsel !

    Möglichst die teuren mit den guten Filtern, so dass man die Musik klar hört.

    Und Dezibelmesser gibts als App auf dem Handy und das ist völlig unauffällig, wenn man mal am Handy etwas schaut.


    Patienten hatten das dann brav gemacht, sind auf laute Veranstaltungen ohne Ohrstöpsel und am nächsten Tag war der Tinnitus doppelt so laut.

    Wie kann ein Arzt so unverantwortlich sein?

    Also pass bitte auf Dich auf,

    egal was Dir Ärzte dort erzählen,


    lg Travelline

    Kommentar


    • #3
      Traveline, fundierte Kritik! (Wie führt man so ein Smiley ein?)

      Die Gruppendynamik macht dann so ein Disko-Blödsinn möglich.

      Unter Ärzten gibt es auch Schwachsinnige.

      Ich kenne einen Fall, da sagte der Psychiater, einfach die Hände auf die Ohren halten und einen Energiekreis machen.

      Wenn es beruhigt, dann mag das ja ok sein.

      Aber ich will niemandem einen Klinkaufenthalt vermiesen. Zumal es fast wie Ferien ist, man muss nicht kochen und auch nicht abwaschen.

      Der Austausch mit anderen ist sicher auch sehr sinnvoll und hilfreich.

      Am Schluss bleibt die einzige Therapie bei tinnitusbedingter Depression ein Psychopharmakum.

      Ich würde eine ambulante Begleitung in einem Tinnitus-Zentrum durch einen guten Psychiater vorziehen.


      Gruss von Maria
      Zuletzt geändert von Maria V.; 18.03.2019, 21:10.

      Kommentar


      • #4
        Am Schluss bleibt die einzige Therapie bei tinnitusbedingter Depression ein Psychopharmakum.
        Ich würde Mirtazapin empfehlen, nur leider ist NichtMeinTag bereits adipös. Das fällt also schon mal aus. Vielleicht wäre Pregabalin einen Versuch wert.

        Kommentar


        • #5
          NMT, wurde bei dir der Eisenspiegel schon kontrolliert?

          In der Schweiz gibt es Psychiater, die zuerst einmal untersuchen, ob da nicht ein Nähstoffmangel vorliegt.

          Wenn Eisenmangel vorliegt, dann gibt es gleich eine Eiseninfusion, also keine Eisentabletten, die nicht wirken.

          Hier fand ich noch einen Psychiater, der zuerst einmal auch das Megnesium untersucht:

          Magnesium kann Depression abmildern
          Bereits in vielen klinischen Studien ist die ausgleichende und entspannende Wirkung von Magnesium belegt worden.

          Ein siebenköpfiges Team (Yary T. et al.) publizierten im Jahre 2016 eine Langzeituntersuchung von 2320 Männern (42-61 Jahre alt) und deren Essgewohnheiten. Augenmerk wurde bei der Studie auf den Zusammenhang zwischen Magnesium und Depression gelegt.

          Das Ergebnis: Die Wahrscheinlichkeit an einer Depression zu erkranken ist umgekehrt proportional zu der Magnesium-Einnahme. In anderen Worten: Je weniger Magnesium der Körper bekommt, desto wahrscheinlicher erkrankt man an einer Depression.

          Derom et al. (2013) untersuchte ebenfalls den Zusammenhang zwischen Magnesium und Depression. Sie schlussfolgerten, dass eine orale Ergänzung als Depression-Prophylaxe verwendet werden könnte. Ebenfalls könnte die medikamentöse Therapie effektiv unterstützt werden.

          Bei einer anderen interessanten Studie, wurden depressive Probanden mit Magnesiummangel untersucht. Ihnen wurde 500 mg Magnesiumoxid oder ein Placebo verabreicht. Nach 8 Wochen zeigte die Magnesium-Gruppe eine signifikante Besserung der Symptome (Rajizadeh A. et al., 2017).

          Wie die Studien zeigen, ist Magnesium nicht nur effektiv bei Migräne, sondern kann auch bei depressiven Verstimmungen hilfreich sein.
          QUELLE: https://psychiater-winterthur.ch/magnesium-und-psyche/


          Auch Sonnenbäder, die mittels UVB-Strahlen, Hormone günstig steuern, sollten einmal ausprobiert werden, das als Unterstützung, ohne Sonnenschutz und nicht zu lange an die Sonne.


          Gruss von Maria
          Zuletzt geändert von Maria V.; 19.03.2019, 08:57.

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