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Lärmtrauma seit Anfang November

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  • Lärmtrauma seit Anfang November

    Liebe Mitglieder,

    ich habe seit 9. November 2018 ein Lärmtrauma mit beidseitigem Tinnitus durch einen Discobesuch.
    Nach 4 Tagen war ich beim Ohrenarzt, der feststellte dass bei dem normalen Hörtest kein Hörverlust zu erkennen ist.
    Auch die Belüftung der Ohren sei völlig normal. Er meinte in ein paar Wochen sei alles wieder normal.
    Mit dem Lärmtrauma gesellte sich auch eine Hyperakusis dazu, die jedoch meiner Meinung nach immer besser wird,
    werde also mit zunehmender Zeit immer weniger lärmempfindlich.
    Zu Beginn des Lärmtraumas war der Tinnitus auch noch sehr laut, mittlerweile höre ich ihn nur noch in stiller Umgebung.
    Anfangs war es ein hohes Pfeifen, jetzt eher ein leises Rauschen mit seltenen lauteren Pfeiftönen.

    Leider kam kurz vor Weihnachten wieder dieses Druckgefühl auf den Ohren auf, dass ich in den ersten beiden Wochen nach dem
    Lärmtrauma hatte und weitestgehend wieder verschwand.
    Zudem kommt gelegentlich ein Taubheitsgefühl unter der Ohrmuschel dazu.
    War nochmals wegen diesen Symptomen bei einem anderen Ohrenarzt, der mir Kortison Tabletten, Vitamin B, Gingko und Magensium verschrieb.
    Das Druckgefühl wurde durch das Kortison tatsächlich besser, aber ist nun mal noch da.
    Dort machte ich auch wieder einen Hörtest, bei dem kein Hörverlust zu erkennen war.
    Nebenbei hab ich das Vitamin B6 nicht vertragen und bekam Ameisenlaufen in den Händen und Taubheitsgefühle. Nach Absetzen des Medikaments
    sind diese Beschwerden nahezu verschwunden.

    Seit 2 Wochen etwa stellte ich sehr leichten (ohne große Beeinträchtigung) Schwindel und gelengtliche leichte Übelkeit fest. Zudem fing mein rechtes
    Auge an zu zittern.


    Meine Frage: Habt ihr ähnliche Symptome erlebt ?
    Bin eigentlich ein sehr positiv gestimmter Mensch und bin guter Dinge, dass bei mir die Begleitsymptome des Tinnitus wieder verschwinden oder sich
    zumindest so stark bessern, dass ich sie nicht mehr wahrnehme. Wie gesagt die Hyperakusis verbessert sich langsam aber stetig und der Tinnitus alleine
    wäre keine Beeinträchtigung meiner Lebensqualität weil er so leise ist, dass ich problemlos schlafen kann.
    Lediglich Druck-/Taubheitsgefühl und Schwindel sind nervig.


    Liebe Grüße

    lexaf

  • #2
    Hi,

    bin kein Arzt, aber wo Schwindel im Spiel ist, würde ich immer den HNO mal auf den Gedanken bringen, Morbus Meniere zu testen.
    Dies stünde zwar in keiner Beziehung zum Hörsturz durch Lärm, aber vielleicht war jener der Auslöser, falls positiv, was wir nicht
    hoffen wollen.

    Kommentar


    • #3
      Hoffe ich auch nicht, aber vermute eher Lagerungsschwindel, da meine Mutter dass auch hatte und sich der Schwindel durch eine Kopfbewegung auslösen lässt.
      Aber danke für deinen Tipp werde mich testen lassen.

      Kommentar


      • #4
        Hallo lexaf
        Ich habe ähnliche Symptome wie du, mein Lärmtrauma war anfangs Oktober 2018, wir waren in einem Dorf, da machten gerade mehrere Kampfjets den Landeanflug, ich empfand das als laut, aber nicht zu laut, nur das letzte Paar Kampfjet flog tiefer, musste noch anheben, das war sehr laut, ich drückte noch die Ohren zu, aber zu spät. Die Kampfjets fliegen dort zweimal täglich die Route, dass dort wo Menschen wohnen, eine solche Lärmgefahr herrscht, war mir überhaupt nicht bewusst. Mein Mann hat davon keinen Schaden erlitten, das ist also auch eine individuelle Angelegenheit.

        Wenige Minuten später hatte ich Drehschwindel, was ich mir nicht erklären konnte, einige Stunden später tobten meine Ohren, ich legte mich sofort ins Bett. Es ist dieser Drehschwindel, der mich stutzig macht, der auch nicht so oft hier im Forum bei Lärmtraumata erwähnt wird.

        Ich habe wegen dem Unfall auch eine Strafanzeige geschrieben, bin nun von der schweizerischen Militär-Justiz für den April 2019 vorgeladen, was da herauskommt weiss ich nicht, ich erhoffe mir nicht so viel, aber bei mir läuft das unter Unfall und ich möchte Schmerzensgeld.

        Ich ging nicht sofort zum Arzt, weil ich kein Cortison wollte, weil das umstritten ist, weil ich solche Medikamente auch nicht ertrage. Später ging ich zum HNO, der gab mir hochdosiertes Ginko, was nicht half. Ich sagte wegen dem Schwindel zum HNO, vielleicht ist das eher ein Infraschall-Trauma, aber er winkte ab. Er meinte die Prognose ist gut.

        Ich habe auch keinen Hörverlust, keine C5-Senke, das las ich allerdings erst im Rapport an die Militär-Justiz.

        Diesen HNO in Bern mit den Initialen M.R.kann ich keinesfalls empfehlen, dieser umepathische Umgang mit so einem Ereignis ist menschenunwürdig.

        Und ich habe wie du noch zusätzlich Symptome wie das Taubheitsgefühl und den Druck, trockenes Auge rechts, aber auch eine Belüftungsstörung rechts, wie wenn ich Schnupfen hätte, ich höre auch das Knistern der Ohrtrompeten beidseits, wenn ich gähne, auch das Schmatzen der Schleimhaut in der Paukenhöhle, wenn ich den Kiefer bewege. Das Taubheitsgefühl, der Ohrendruck, das trockene Auge scheinen vorbei zu sein, alles ist jetzt für längere Zeit nicht mehr aufgetreten. Ein leichter Schwindel kommt und geht, der Drehschwindel ist weg.

        Mein HNO sagte nicht viel zu den Symptomen, aber ich erkläre mir die Begleit-Symptome einerseits so, dass Nerven irrtitiert sind, vor allem der Fascialisnerv, der auch noch einen vegetativen Ast hat, und andererseits so, dass die Hyperakusis alles im Nasen-Rachen-Raum verstärkt.

        Auch heute leide ich noch unter dem Tinnitus beidseits, den ich ignorieren kann, aber die Hyperakusis ist schlimm. Durch das Lesen hier im Forum habe ich mir den einten oder anderen Tipp angeeignet. Ich habe selbst eine medizinische Grundausbildung, mir war das mit der Hyperakusis gar nicht bekannt, dieses Leiden hat mich wie ein Schrecken überfallen.


        Ich hoffe dich etwas im Leiden unterstützt zu haben und wünsche dir gute Besserung.

        Gruss von Maria













        Zuletzt geändert von Maria V.; 23.01.2019, 17:35.

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