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Reise absagen wegen Tinnitus ?

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  • Reise absagen wegen Tinnitus ?

    Guten Morgen und Hallo, Zusammen,
    nach einer Mittelohrebtzündung, Riss im Trommellfell, Gehörgangsentzündung, Wurzelbehandlung, beruflichen und familiären Dauerstress habe ich einen
    sehr starken Tinnitus. Über Weihnachten habe ich eigentlich eine Reise geplant (Klosteraufenthalt), bin aber am Überlegen, ob ich sie wegen dem Tinnitus absagen soll. Wegen dem Tinnitus und der fehlenden Aussicht auf ärztliche Unterstützing hatte ich auch schon eine Angst und Panikattacke mit Herzrasen. Was würdet Ihr an meiner Stelle tun? Vielen Dank. Habt alle einen schönen Tag. Liebe Grüße, Wurzelkäfer_2018

  • #2
    Ich würde mich durch den Tinnitus VON GAR NICHTS abbringen lassen. Fast alle von uns müssen sich damit abfinden, dass der Gast für immer bleiben wird. Je eher wir uns damit arrangieren, desto besser. Das heißt nicht, dass man nicht alles versuchen soll, was Linderung bringt, oder auch die Hoffnung nährt, ihn zu mildern, oder gar wieder loszuwerden. Ärztliche Unterstützung bei Tinnitus? So was gibts doch gar nicht ;-) Wäre schön, wenn ne Schwester neben mir stehen würde mit ner Spritze, falls ich das Brummen wieder höre. Wenn Du alles durch hast, was man eben so tut (Cortison-Infusionen, Sauerstoffkammer, diverse Hörtests) bleibt sowieso nur noch das, an was Du glauben willst (Sport, Lebensmittel ohne Stärke und Zucker, Ginkgo, B12, Magnesium, Ostheopathie, Physiotherapie, Lasertherapie und das ganze restliche Zeug, mit dem andere an uns verdienen).

    Bedenken würde ich einzig Folgendes: Je aktiver man ist, desto weniger hört man den Gesellen. Leider sind Stille, Ruhe, Muskelentspannung und in-sich-Hineinlauschen (also exakt die Dinge, wo man eigentlich Ruhe finden sollte) - gerade jene, welche das Empfinden des Tinnitus magnifizieren. Im Kloster wirst Du ihn also besonders laut hören, es sei denn, vielleicht, Du benutzt Noiser (oder Ähnliches) und maskierst ihn irgendwie. Das, denke ich, sollte die einzige Frage sein: Halte ich den in der Stille eines Klosters verstärkten Tinnitus aus, und finde die erhoffte Ruhe und Entspannung? Meine Entscheidung wäre: ja, klar. Aber da muß sich ein jeder selbst hinterfragen. Könnte allerdings auch sein, dass der Gesang der Mönche / Nonnen (ob nun christlich, buddhistisch oder sonstig) temporär lindernd wirkt.
    Zuletzt geändert von Klingsohr; 18.12.2018, 11:27.

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    • #3
      In meinem Privatleben bin ich eigentlich ein sehr inaktiver Mensch, weil ich einen sehr anstrengenden Beruf habe und bereits eine andere chronische Krankheit habe, die mich im Zusammenhang mit meinem anstrengenden Job zu einem zurückgezogenen Leben drängen lässt.
      Umso mehr sitze ich aber bei mir zu Hause herum und dann kommt das Hinein Hören in den Tinnitus, weshalb ich auch schon eine massive Angst und Panikattacke hatte.
      Mein Vertrag in einem Fitnessstudio ist abgelaufen und ich muss ihn verlängern lassen.
      Dazu habe ich jetzt in meinem Weihnachtsurlaub die Zeit.
      Während meines Klosteraufenthaltes gibt es ein Programm.
      Natürlich werde ich auch Zeiten der Ruhe haben in meinem Zimmer.
      Dann werde ich Entspannungsmusik auf dem Smartphone hören.
      Am kommenden Freitag habe ich den abschließenden Behandlungstermin meiner Wurzelbehandlung.
      Ob es vielleicht danach besser wird, bezweifle ich, um nicht enttäuscht zu werden.
      Ärztliche Hilfe werde ich auch weiterhin in Anspruch nehmen und eventuell auch eine Reha machen.
      Ich habe schon einige chronische gesundheitliche Probleme, auch Depressionen und Angst und POSTTRAUMATISCGE Belastungsstörung und belastende familiäre Umstände.
      ich bin auch auf der Suche nach einem Psychotherapeuten, aber die sind alle überlastet.
      Mich muss mir ständig sagen, dass der Tinnitus nichts Lebensbedrohliches ist, aber wenn er laut ist, kriegt man schon Angst.
      Man muss halt lernen, damit zu leben, was nicht einfach ist.
      Ich bin schon immer nie ganz gesund gewesen.
      Danke für dieses Forum.

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