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Nach 7 Jahren geht alles von vorne los...

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  • Nach 7 Jahren geht alles von vorne los...

    Schönen guten Tag.

    mein Name ist Florian, bin mittlerweile 26 Jahre alt, im Dezember 27.
    Ich habe mich heute dazu entschieden doch mal wieder hier vorbei zu schauen und euch zu berichten...
    Vor exakt 7 Jahren hatte ich hier schonmal einen Beitrag geschrieben.

    https://www.tinnitus.de/forum/tinnit...ess-und-nerven

    Ich weiß nicht mehr genau wielange es gedauert hatte, aber irgendwann waren meine Ohrgeräusche weg und ich hörte sie wirklich nicht mehr. Mehrere Jahre lang war es ruhig und auch alle anderen Symptome waren weg. Mir ging es wirklich gut!

    Seit 01.10.2018 habe ich jedoch wieder starke Ohrgeräusche, hochfrequent und auf beiden Ohren.
    Angefangen hat es, als ich abends von einer Freundin heim gefahren bin, zuhause ins Bett gelegen habe, den TV angeschaltet und TV geschaut habe. Ich lag also eigtl. entspannt auf dem Bett und plötzlich fing es an.
    Ich dachte erst ok, das geht gleich wieder weg in ein paar Sekunden... Dieses Phänomen kennt wohl jeder von uns.
    Doch leider blieb der Ton, auch wenn er etwas leiser wurde.

    Zu dieser Zeit war ich jedoch schon etwas gesundheitlich angeschlagen und stand auch seit einem halben Jahr wohl unter starkem Stress durch Beruf und Fortbildungen.
    Deshalb möchte ich euch hier nochmals detailiert schildern wie sich der Tinnitus diesesmal meiner Meinung nach entwickelt haben könnte.

    25.08.2018: Ich fuhr mit der Bahn nach München um dort mit einem Freund ein Auto abzuholen.
    Auf dem Weg dahin, fingen plötzlich starke Kopfschmerzen an.

    29.08.2018: Zusammenfassungstag der Fortbildung für die Mündliche Prüfung. Wieder starke Kopfschmerzen und starke Müdigkeit. Auch beim Autofahren, wie benommen.

    31.08.2018: Indirektes Licht in der Küchen montiert, Lag auf dem Boden, plötzlich starke stechende Kopfschmerzen, so etwas hatte ich noch nie und schwindel. Danach ins Bett und geschlafen.

    01.09.2018: Abends mit der EX- Freundin (seit 2 Jahren vorbei) in Whatsapp geschrieben was letztendlich in einem Streit endete und mich etwas verletzt hatte.

    03.09.2018: Auf arbeit gewesen, wieder starke Kopfschmerzen und eine Erkältung... Ich ging zum Arzt und bekam ein 3 Tages Antibiotika (Azitromycin). War dann die ganze Woche daheim, hab viel geschlafen weil ich sehr müde war, antriebslos und appetitlos. Nachts kamen Schwitzen, Zittern, Übelkeit und Albträume mit Suizidgedanken dazu... Laut Beipackzettel mögliche Nebenwirkungen.

    05.09.2018: Eine Art Kloßgefühl im Hals entwickelte sich, Appetitlosigkeit weiterhin und schlapp und müde. Seitdem bin ich Müde, hab den Kloß im Hals wo ich anfangs den Verdacht hatte dass es Sodbrennen ist, räuspere mich ständig und habe Angst dass es nicht mehr weg geht. Dazu gesellten sich Schlafstörungen.

    06.09.2018: Zahnarzt normale jährliche Untersuchung. ein kleines Loch wurde gebohrt und versiegelt. Ohne Narkose da sehr klein. Desweiteren habe ich eine Schiene für die Nacht bekommen. Da ich seit Jahren an Kiefer und Nackenverspannungen leide.

    01.10.2018: wie oben geschildert, war ich bei einer Freundin, später nach Hause gekommen, TV im Schlafzimmer geschaut. Plötzliches Pfeifen auf dn Ohren --> Angst

    03.10.2018: Messe Köln mit Freunden, Appetitlos, Benommen

    08.10.2018: Mündliche Prüfung bestanden... Symptome weiterhin da.

    10.10.2018: Morgens auf Arbeit, Angst & Pfeifen in den Ohren, Schwindel, Übelkeit, Panik... Direkt HNO Arzt und Ginko und Lasea verschrieben bekommen.



    Seitdem krankgeschrieben… Ständige Sorgen, um die Symptome, Kloß im Hals, Ohrgeräusche, Schlafstörungen, Appetitlos (legt sich meist gegen Abends) Angst dass es nicht mehr besser wird, Müde, Antriebslos, Benommenheit, kein Interesse an irgendwas… Zweifel an der Arbeit…

    Ich muss dazu sagen, dass ich seit April dieses Jahr wochenlang auf Fortbildungen war, mehrere Prüfungen geschrieben habe und diese Fortbildung erst mit der mündlichen Prüfung am 08.10.2018 abgeschlossen war.
    Der Hausarzt schob es alles erst auf Prüfungsangst und Nervosität, da ich vor 7 Jahren (verlinkter Beitrag) die selben Probleme hatte und damals die Abschlussprüfung meiner Ausbidlung auf dem Programm stand...
    Ende August bekam ich auch auf Kulanz neue Brillengläser in meine Brille, die selbe Stärke wie davor, da sich die Beschichtung gelöst hatte. Hin und wieder sehe ich damit jedoch verschwommen... Teils aber auch wieder sehr gut... Augenarzt und Optiker sagen alles passt und ich sehe damit 100%

    Da der Hausarzt nicht mehr weiter wusste überwies er mich zum Psychologen... Ich hattte Glück dass ich dort so schnell einen Termin bekam und schilderte ihm die gleichen Probleme wie hier aufgeführt. Daraufhin diagmostizierte er eine Depression und verschrieb mir für den Anfang, damit ich wieder schlafen kann und etwas ruhiger werde Mirtazapin in 15mg Dosis, welches ich abends nehmen soll... Da ich natürlich auch verzweifelt bin und mich so nicht mehr erkenne und auch selber erkannt habe dass es so nicht weitergehen kann
    • Müde
    • Antriebslos
    • Interessenverlust
    • Langeweile
    • Schlafstörungen
    • Benommenheit
    • Kraftlos, schwache Beine
    • Kloß im Hals
    • Ohrgeräusche
    • Angst
    Habe ich mich dem Psychologen anvertraut und nehme seitdem diese Tabletten.
    Machen mich jedoch noch müder und haben auch Nebenwirkungen...
    Am 05.11.2018 habe ich dort wieder einen Termin und werde berichten.

    Zusätzlich bin ich gerade wegen der Kiefer Verspannungen beim Physiotherapeuten der Übungen mit mir macht, selber Hand anlegt und Wärmetherapie (Fango) anwendet.
    Zusätzlich habe ich mir für zuhause noch ein elektrisches Wärmekissen für Schulter und Nacken gekauft.

    Jetzt bin ich also wieder hier gelandet und hoffe dass sich der ein oder andere meldet und noch weitere Tipps geben kann.

    Was ich dazu sagen muss, dass die Ohrgeräusche morgens sogut wie weg sind. Erst nach dem Aufstehen und Richten fängt es leise mit einem rauschen an und entwickelt sich gegen Abend stärker zu den hochfrequenten Tönen.

    Über Rückmeldung würde ich mich freuen.

    Gruß Flo








  • #2
    Hallo lieber Flo,

    mir geht es da nicht anders als dir Ich bin 25 und habe meinen Tinnitus seit 8 Jahren, nun habe ich vor drei Wochen einen Rückfall erlitten. Ich lag ebenfalls eines Abends im Bett, schaute wie gewöhnlich meine Serie und wollte dann schlafen. Plötzlich fiel mir auf, dass mein Tinnitus lauter als sonst sei. Zunächst habe ich mir keine großen Gedanken gemacht, da ich in den letzten Jahren sehr gut mit meinem Tinnitus ausgekommen bin und ihn überhaupt nicht mehr wahrgenommen habe - ich dachte demnach, es würde sich legen. Leider kreisten meine Gedanken, ich machte mir Sorgen, ob ich vielleicht letztens nicht zu laut Musik gehört hätte, oder ob der operative Eingriff von letzter Woche nicht zufälligerweise etwas damit zu tun haben könnte und zack - er wurde zunehmend lauter und ich konnte nicht mehr weghören und so ist es nun seit drei Wochen ein ständiges Auf und Ab.

    Ich denke, was eine große Rolle in dem ganzen Debakel spielt, ist unsere Psyche. Wir hören wieder hin, wünschen uns zwanghaft den vorherigen Zustand zurück und fragen uns, was der Grund für diesen Rückschlag darstellen könnte. Des Weiteren denke ich auch, dass der Tinnitus uns auch mitteilen möchte, sobald es in unserem Leben ein wenig zu viel wird, er ist quasi wie der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt. Ich hatte in letzter Zeit sehr viele negative, wie auch positive Veränderungen in meinem Leben. Zum Beispiel führe ich eine Fernbeziehung. Lustigerweise ist mir aufgefallen, dass sobald mein Partner über das Wochenende hier ist, ich mit meinem Tinnitus klarkomme und ihn weniger wahrnehme, aber sobald mein Partner weg ist, geht die ganze Misere von vorne los. Es ist wie ein Teufelskreis. Manchmal ertappe ich mich auch selbst dabei, wie ich immer nach dem Tinnitus suche, sobald ich für einen Moment abgelenkt war, was aber totaler Unfug ist - so wird der Tinnitus garantiert nicht verschwinden

    Morgens ist mein Tinnitus übrigens auch kaum wahrnehmbar und wird im Verlauf des Tages schlimmer, aber ich denke das kommt auch durch das gezielte Hinhören.

    Ich habe mir auf jeden Fall vorgenommen, mein Leben zu ändern, mich mehr auf mich selbst zu konzentrieren und nicht zu sehr auf den Tinnitus zu achten, aber das ist bekanntlich leichter gesagt als getan. Ich möchte dir damit nur sagen, dass du dir keine zu großen Sorgen machen sollst, wir haben es schon mal geschafft uns mit dem Tinnitus zu arrangieren, also wird es auch ein zweites Mal klappen

    Wie geht es dir mittlerweile?

    LG

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    • #3
      Zitat von Brunnenelfe Beitrag anzeigen

      mir geht es da nicht anders als dir Ich bin 25 und habe meinen Tinnitus seit 8 Jahren, nun habe ich vor drei Wochen einen Rückfall erlitten. Ich lag ebenfalls eines Abends im Bett, schaute wie gewöhnlich meine Serie und wollte dann schlafen. Plötzlich fiel mir auf, dass mein Tinnitus lauter als sonst sei. Zunächst habe ich mir keine großen Gedanken gemacht, da ich in den letzten Jahren sehr gut mit meinem Tinnitus ausgekommen bin und ihn überhaupt nicht mehr wahrgenommen habe - ich dachte demnach, es würde sich legen. Leider kreisten meine Gedanken, ich machte mir Sorgen, ob ich vielleicht letztens nicht zu laut Musik gehört hätte, oder ob der operative Eingriff von letzter Woche nicht zufälligerweise etwas damit zu tun haben könnte und zack - er wurde zunehmend lauter und ich konnte nicht mehr weghören und so ist es nun seit drei Wochen ein ständiges Auf und Ab.


      LG

      Hallo Brunnenelfe,

      mir geht es ganz genauso wie dir!
      Ich habe meinen Tinnitus auch seit ziemlich genau 8 Jahren, durch ein Lärmtrauma (mein größtes Problem ist, dass ich immer noch sehr gerne in Clubs gehe, nun zwar nur noch mit Gehörschutz, aber Angst macht es mir trotzdem immer wieder).

      Nun habe ich auch seit ungefähr zwei Wochen das Gefühl, dass es einfach lauter ist. Solche Phasen hatte ich schon öfter, aber noch nie so lange. Ich kann auch nicht mal sagen, ob es tatsächlich lauter ist, aber ich höre plötzlich wieder hin. Keine Ahnung warum! Und je mehr ich hinhöre, desto lauter wird es auch, das ist auch meine Erfahrung aus der Vergangenheit. Genauso wie du suche auch ich nach dem Geräusch, wenn ich mal ne Zeitlang nicht dran gedacht habe. Problematisch ist auch, dass ich die ganze Zeit hinhöre, um zu entscheiden, ob es wirklich schlimmer ist als noch vor 2 Wochen. Irgendwie kam es diesmal schleichend. Meine Hoffnung ist - ich fliege am Samstag für eine Woche in den Urlaub - dass ich da einfach mal entspannen kann und mich so sehr ablenken kann, dass ich ihn nicht mehr wahrnehme.

      Leider hab ich mich gerade so stark reingesteigert, dass sich teilweise mein ganzer Körper anfühlt, als würde er vibrireren, bekomme über den Tag Ohrenschmerzen, heute ist mir vollkommen der Appetit vergangen, abends nehme ich Aspirin und Sedariston.

      Über die letzten 8 Jahre hatte ich mich irgendwann damit abgefunden, was wirklich viel Arbeit war, ich möchte wirklich nicht, dass ich nochmal von vorne anfangen muss.

      Wie geht es dir mittlerweile? Und Flo, ist es bei dir wieder besser? Wenn ich es richtig verstanden habe, dann war dein Tinnitus ja in den letzten 7 Jahren gar nicht da, oder?

      Liebe Grüße
      Claudija
      Zuletzt geändert von Claudija; 07.11.2018, 13:16.

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      • #4
        Zitat von Claudija Beitrag anzeigen


        Hallo Brunnenelfe,

        mir geht es ganz genauso wie dir!
        Ich habe meinen Tinnitus auch seit ziemlich genau 8 Jahren, durch ein Lärmtrauma (mein größtes Problem ist, dass ich immer noch sehr gerne in Clubs gehe, nun zwar nur noch mit Gehörschutz, aber Angst macht es mir trotzdem immer wieder).

        Nun habe ich auch seit ungefähr zwei Wochen das Gefühl, dass es einfach lauter ist. Solche Phasen hatte ich schon öfter, aber noch nie so lange. Ich kann auch nicht mal sagen, ob es tatsächlich lauter ist, aber ich höre plötzlich wieder hin. Keine Ahnung warum! Und je mehr ich hinhöre, desto lauter wird es auch, das ist auch meine Erfahrung aus der Vergangenheit. Genauso wie du suche auch ich nach dem Geräusch, wenn ich mal ne Zeitlang nicht dran gedacht habe. Problematisch ist auch, dass ich die ganze Zeit hinhöre, um zu entscheiden, ob es wirklich schlimmer ist als noch vor 2 Wochen. Irgendwie kam es diesmal schleichend. Meine Hoffnung ist - ich fliege am Samstag für eine Woche in den Urlaub - dass ich da einfach mal entspannen kann und mich so sehr ablenken kann, dass ich ihn nicht mehr wahrnehme.

        Leider hab ich mich gerade so stark reingesteigert, dass sich teilweise mein ganzer Körper anfühlt, als würde er vibrireren, bekomme über den Tag Ohrenschmerzen, heute ist mir vollkommen der Appetit vergangen, abends nehme ich Aspirin und Sedariston.

        Über die letzten 8 Jahre hatte ich mich irgendwann damit abgefunden, was wirklich viel Arbeit war, ich möchte wirklich nicht, dass ich nochmal von vorne anfangen muss.

        Wie geht es dir mittlerweile? Und Flo, ist es bei dir wieder besser? Wenn ich es richtig verstanden habe, dann war dein Tinnitus ja in den letzten 7 Jahren gar nicht da, oder?

        Liebe Grüße
        Claudija
        Hi Claudija

        Ich würde sagen, dass es mir ein wenig besser geht, zumindest habe ich den Tinnitus mehr oder weniger akzeptiert und sträube mich nicht zu sehr dagegen, das bringt ja auch nicht viel. Leider ist das Geräusch im linken Ohr ziemlich hochfrequentiert, sodass ich ihn auch beim Fernsehen höre aber ansonsten lässt es sich damit leben. Jetzt wo ich dir gerade antworte und nicht mehr als die Lüftung des Laptops zu hören ist, lässt es sich gut aushalten. Ich merke, dass er bei Stresssituationen lauter wird. Des Weiteren habe ich immer noch so meine Probleme mit dem Einschlafen. Zunächst habe ich es mit Naturklängen versucht, aber ich möchte nicht auf Hilfsmittel angewiesen sein. Ich denke, dass ich hier einfach Geduld haben werde, aber ich bin mir sicher, dass er wieder leise wird, sobald ich wieder anderweitig beschäftigt bin und den Tinnitus nicht zu sehr in den Vordergrund stelle Ich habe momentan eine sehr stressige Zeit in meinem Leben, aber das wird auch wieder besser.

        Aber ich kann deinen Ärger verstehen - es ist frustrierend, wenn man die ganzen Jahre über so gut mit dem Ton zurecht gekommen ist und man quasi wieder von 0 anfangen muss aber womöglich sollte man es auch als Warnsignal betrachten und sein Leben ein wenig ruhiger angehen

        Das wird wieder! Ich frage mich aber auch sehr, wie es Flo geht

        LG
        Zuletzt geändert von Brunnenelfe; 08.11.2018, 20:34.

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        • #5
          Srry dass ich mich erst jetzt wieder melde.
          Hatte​​​​​​ ein paar Tage in Frankfurt verbracht und auch das Antidepressiva wurde von Mirtazapin auf Escitalopram geändert und ich habe seitdem stark mit den Nebenwirkungen zu kämpfen.
          Was den Tinnitus betrifft ist es meist so dass ich ihn tagsüber kaum wahr nehme aber abends dann im Bett das gefiepe laut da ist.
          Ich habe auch die ganze Zeit das Gefühl dass auf meinem linken Ohr ein gewisser Druck ist. Der Tinnitus ist aber auf beiden Ohren.
          Zu dem belastet mich derzeit einfach diese Antriebslosigkeit und Lustlosigkeit am meisten.

          ​​​​​Ich schreibe gerade vom Handy deshalb wird es heute kein großer Roman.

          H​​​abt ihr denn auch andere Symptome außer den Ohrgeräuschen?

          Lg Florian
          ​​​​​​

          ​​​

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          • #6
            Ich hab auch auf dem rechten Ohr ein Druckfefühl. War aber mittlerweile beim Arzt, da wurde auch der Druck gemessen, alles gut. Das ist wohl normal.

            Ich bin gerade im Urlaub, komme mit dem Geräusch aber noch gar nicht klar. Glaube mittlerweile, dass es nur rechts schlimmer geworden ist.

            Wie gesagt besteht mein Leben zumindest am Wochenende bisher hauptsächlich aus Clubbing (mit Gehörschutz) und es wird für mich extrem schwer sein, das aufzugeben. Nimmt mir praktisch einen Teil meiner Persönlichkeit

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            • #7
              Schönen Guten Abend zusammen,

              derzeit geht es mir leider nicht so gut... Die Ohrgeräusche sind dabei nichtmal unbedingt das Hauptproblem muss ich ehrlich gestehen...
              Natürlich überprüfe ich ständig ob die Geräusche noch da sind und wie soll es anderst sein? Ja Sie sind immer noch da.
              Viel mehr belastet mich derzeit allerdings meine permanente Abgeschlagenheit, Antriebslosigkeit und das Gefühl nicht ganz bei mir zu sein...
              Die Diagnose Depression überrante mich natürlich auch erstmal, aber im Nachhinein wird es wohl wirklich so sein... Richtige Hobbys habe ich nicht und mein Freundeskreis ist auch eher klein gestrickt.
              Trotzdem ging es mir die ganze Zeit eigtl relativ gut.
              Ich bin jetzt auch seit 2 Jahren alleine... Ist natürlich nach Feierabend auch immer nicht ganz so schön wenn man nach Hause kommt und niemand auf einen wartet.
              Und jetzt bin ich erstmal eine weile Krankgeschrieben und habe noch über 20 Tage Urlaub die auch noch bis Januar weg müssen.
              Im Freundeskreis heißt es nur stell dich doch nicht so an, lenk dich ab.
              Das ist natürlich leichter gesagt als getan und ich merke zurzeit wirklich sehr stark wie wichtig Gesundheit ist und man dies mit keinem Geld der Welt bezahlen kann.
              Zwecks des Tinnitus ist es bei mir so dass mich eines erleichtert... Zum einen kam es einfach so und zum anderen hatte ich ihn schonmal verloren oder zumindest nicht mehr wahrgenommen auch nachts nicht.

              Brunnenelfe

              Was ich jetzt nicht genau bei dir herauslesen konnte war, wie dein Tinnitus oder deine Ohrgeräusche entstanden sind vor 8 Jahren. Kamen diese ebenfalls von alleine oder durch ein Knall oder Lärmtrauma? Hatte dir auch eine Private Nachricht zukommen lassen, vielleicht möchtest du ja mal schreiben. Würde mich freuen sich mit Gleichgesinnten in meinem Alter darüber zu reden.

              Claudija

              Wie ich herausgelesen habe stammt dein Tinnitus ja von deinem Lärmtrauma. Ich hatte mir damals vor Jahren auch extra für Konzerte usw dann bei Ifflang Hören speziellen Gehörschutz anfertigen lassen welche nur die Lautstärke nehmen aber nicht dämpfen. Kann ich diesbezüglich nur empfehlen auch wenn die Ohren nach jedem Konzert trotzdem lauter gepfiffen haben.
              Darf ich fragen wie alt du bist? Du schreibst ja dass du trotzdem noch sehr viel in Clubs gehst usw... Das muss natürlich jeder für sich selbst entscheiden. Ich war noch nie der Club Gänger, sondern eher der Gemütliche der mal in Bar oder Kneipe oder was mit Freunden Essen geht... Aber auch hier merkt man nach einem langen Abend wie laut es doch in Kneipen und Bars sein kann. Auf alles kann man eben auch nicht verzichten =)

              Wünsche euch noch einen schönen Abend =)

              lg Flo

              Kommentar


              • #8
                Zitat von das_flokoe Beitrag anzeigen
                Schönen Guten Abend zusammen,

                derzeit geht es mir leider nicht so gut... Die Ohrgeräusche sind dabei nichtmal unbedingt das Hauptproblem muss ich ehrlich gestehen...
                Natürlich überprüfe ich ständig ob die Geräusche noch da sind und wie soll es anderst sein? Ja Sie sind immer noch da.
                Viel mehr belastet mich derzeit allerdings meine permanente Abgeschlagenheit, Antriebslosigkeit und das Gefühl nicht ganz bei mir zu sein...
                Die Diagnose Depression überrante mich natürlich auch erstmal, aber im Nachhinein wird es wohl wirklich so sein... Richtige Hobbys habe ich nicht und mein Freundeskreis ist auch eher klein gestrickt.
                Trotzdem ging es mir die ganze Zeit eigtl relativ gut.
                Ich bin jetzt auch seit 2 Jahren alleine... Ist natürlich nach Feierabend auch immer nicht ganz so schön wenn man nach Hause kommt und niemand auf einen wartet.
                Und jetzt bin ich erstmal eine weile Krankgeschrieben und habe noch über 20 Tage Urlaub die auch noch bis Januar weg müssen.
                Im Freundeskreis heißt es nur stell dich doch nicht so an, lenk dich ab.
                Das ist natürlich leichter gesagt als getan und ich merke zurzeit wirklich sehr stark wie wichtig Gesundheit ist und man dies mit keinem Geld der Welt bezahlen kann.
                Zwecks des Tinnitus ist es bei mir so dass mich eines erleichtert... Zum einen kam es einfach so und zum anderen hatte ich ihn schonmal verloren oder zumindest nicht mehr wahrgenommen auch nachts nicht.

                Brunnenelfe

                Was ich jetzt nicht genau bei dir herauslesen konnte war, wie dein Tinnitus oder deine Ohrgeräusche entstanden sind vor 8 Jahren. Kamen diese ebenfalls von alleine oder durch ein Knall oder Lärmtrauma? Hatte dir auch eine Private Nachricht zukommen lassen, vielleicht möchtest du ja mal schreiben. Würde mich freuen sich mit Gleichgesinnten in meinem Alter darüber zu reden.

                Claudija

                Wie ich herausgelesen habe stammt dein Tinnitus ja von deinem Lärmtrauma. Ich hatte mir damals vor Jahren auch extra für Konzerte usw dann bei Ifflang Hören speziellen Gehörschutz anfertigen lassen welche nur die Lautstärke nehmen aber nicht dämpfen. Kann ich diesbezüglich nur empfehlen auch wenn die Ohren nach jedem Konzert trotzdem lauter gepfiffen haben.
                Darf ich fragen wie alt du bist? Du schreibst ja dass du trotzdem noch sehr viel in Clubs gehst usw... Das muss natürlich jeder für sich selbst entscheiden. Ich war noch nie der Club Gänger, sondern eher der Gemütliche der mal in Bar oder Kneipe oder was mit Freunden Essen geht... Aber auch hier merkt man nach einem langen Abend wie laut es doch in Kneipen und Bars sein kann. Auf alles kann man eben auch nicht verzichten =)

                Wünsche euch noch einen schönen Abend =)

                lg Flo

                Hi Flo,

                ich bin 30. habe mir auch schon vor 5 Jahren speziellen Gehörschutz anfertigen lassen (leider ging höchstens 25db). Ohne die geh ich eigentlich nie aus dem Haus. Selbst in einer Bar kann ich nicht länger ohne sie sitzen.

                Ich bin gerade im Urlaub, dachte es würde besser werden, sitze aber heute bei 25 Grad im wunderschönen Botanischen Garten in Marrakesch und habe eine Panikattacke, weil mich der Tinnitus so niederschmettert. Zum Glück habe ich einen verständnisvollen Freund dabei, aber das „stell dich nicht so an“ kenn ich auch (von meinen Eltern!!) Kann dich also absolut verstehen. Als es bei mir angefangen hat damals, habe ich glaube ich ca. 2 Monate gebraucht, um damit klarzukommen. Da es bei dir aber wohl keinen ersichtlichen Grund gibt, gibt es doch noch Hoffnung? Vor allem wenn du ihn schon mal besiegt hast!! Geh doch mal zur Thai-Massage (hab ich vorgestern noch gemacht), das entspannt zumindest für eine Stunde und tut echt gut.

                Bei mir übertönt es im Moment alles, aber ich glaube (und hoffe!), das macht auch mein Kopf. Ich bin zumindest schon mal ein klein bisschen stolz, dass ich heute ohne Beruhigungsmittel ausgekommen bin.

                LG
                Claudija

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                • #9
                  Hallo,
                  ich bin neu in diesem Forum und auch in diesen Thread, aber ich möchte hier doch meine persönlichen Eindrücke mit euch teilen, denn eure Symptome sind ziemlich identisch zu den meinen. Auch würde ich euch gerne Mut machen,, denn das was ich seit letzter Woche wieder durchleben darf, hatte auch ich bereits vor 5 Jahren.


                  Aber zurück zum Anfang:
                  Vor ca. 5 Jahren hatte ich ziemlich die gleichen Symptome wie heute – es entwickelte sich ein starker pulsierender, zischender Pfeifton, der immer synchron zum Herzschlag verlief. Mal war das Geräusch sehr stark im Vordergrund und belastend, mal habe ich es gar nicht richtig wahrgenommen. Der Alptraum das Geräusch nicht mehr los zu werden und die Odyssee von Facharzt zu Facharzt zu gehen waren zu gleich immer mit Stress verbunden.

                  Vom Haus-/Zahn-/HNO-Arzt war alles unauffällig, zu mal kein starker Knall das Geräusch im Ohr verursacht hat, denn es war auf einmal einfach da!

                  Einzig alleine stellte der Orthopäde fest, das mein oberster Halswirbel sich immer etwas verschiebt und hatte therapeutisch versuchte das ganze zu stabilisieren, zzgl. der Krankengymnastik. Irgendwie hat mir das Ganze aber auch nicht geholfen, sondern im Gegenteil, je mehr sie daran gebogenen haben, desto schlimmer wurde es.

                  Letztendlich ist es, so wie es gekommen ist, auch einfach so wieder verschwunden! Nicht von heute auf Morgen, sondern irgendwann nach 2-3 Jahre. An dem Zeitraum lest ihr bestimmt heraus das ich in der glücklichen Position gewesen bin es zu akzeptieren und es dann auch teilweise ausblenden konnte (Das hat wirklich gedauert).

                  Neue Runde neues Glück, ich gebe meinen Vorredner Recht, denn ich deute es auch als Warnzeichen des Körpers auf die Bremse zu treten und vom Gas zu gehen!
                  Denn hey – es ist wieder da! So ein „#*!?@§%“, ich könnte wieder ausflippen. Und wieder geht der verdammte Mist von vorne los. Pulsierende, pfeifende und zischende laute Kopfgeräusche auf der rechten Seite.

                  Ich bin beruflich nicht dem direkten Stress ausgesetzt, aber hitzige Kollegen, oder ausbleibende Aufträge, quasi der typische Alltag, sorgen für den gleichen negativen Stress. Die Krebsdiagnose beim Vater, eine persönliche depressive Phase, die Sorgen um die schulischen Leistung des eigenen Kindes … usw, usw, usw …

                  Ich denke jeder von euch kann hier so einiges hinzufügen und erhält eine endlose Liste an eventuellen Auslösern. Ich bin mir ziemlich sicher das alle von euch, so wie auch ich, überlegen und Ursachenforschung betreiben.

                  Der HNO Termin gestern war wie damals, ohne gravierenden Befund - Durchblutungsstörungen sollen es sein und ich sollte mich mehr schonen! Zum Glück kein Tinnitus oder Hörsturz!!!
                  Seit einer Woche nehme ich wieder Durchblutungsfördernde Mittel und bin für diese Woche krankgeschrieben! Mein einziger Trost, diesmal ist es einfach so gekommen wie damals, ohne einen für mich erkennbaren Grund und ich hoffe es geht genauso wieder weg?!

                  Und nun? Keine Ahnung! Ich werde mir diesmal wieder wohl therapeutische Hilfe holen und gezielt die Kiefer-/ Nackenmuskulatur in Angriff nehmen.

                  Warum? Nun ich denke es sind wirklich Verspannungen, die sich bis zum Ohr auswirken. Jedes Mal wenn ich den Kiefer bewege kann ich den Ton in seiner Höhe/Länge verschieben und links einen neuen Ton auf einmal auslösen. Wenn das nicht helfen sollte werde ich mir diesmal eine Termin beim Osteopathen holen und das Geld dafür investieren. Alles was mir den Ton leiser und erträglicher macht ist mir willkommen!

                  Aber Kopf hoch – nicht hinhören, sondern versuchen wegzuhören! Auch wenn es extrem schwer fällt.


                  LG

                  Kevin

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                  • #10
                    Guten Morgen,

                    das Wochenende war schön, mein Freund war bei mir. Die Ohrgeräusche waren demnach Nebensache, bzw. nicht mehr wahrnehmbar und glücklicherweise hält sich das bis heute. Ich denke aber auch, wie schon bereits erwähnt, dass es viel mit der Psyche zutun hat. Ich habe meine Probleme anerkannt und weiß, dass nur ich was ändern kann. Letzte Woche Mittwoch war es sehr schlimm für mich, ich hatte einen neuen Ton dazubekommen - wie ein Tuckern, oder Vibrieren. Hatte ich vorher noch nie gehabt, kam aber direkt nach einem sehr stressigen Tag verbunden mit viel Tränen aber glücklicherweise ging auch das weg.
                    Ich bin mir sicher, dass der Tinnitus wieder in den Hintergrund rückt, man braucht nur etwas Geduld. Einschlafen klappt mittlerweile, ich kann endlich meine Gedanken wieder "hören"
                    Wichtig ist es auch, sich durch kleine Rückschläge nicht entmutigen zu lassen Man sollte immer die Verbesserungen sehen und sich dran halten.. Ich war zum Beispiel sehr glücklich, als ich meine Serie wieder schauen konnte ohne lästigen Tinnitus.

                    das_flokoe: Um ehrlich zu sein, weiß ich gar nicht wie ich damals meinen Tinnitus bekommen habe. Es war im Jahr 2010 und es ging langsam auf das Abitur zu. Ich denke, es war schlichtweg Stress. War zu der Zeit im Urlaub und es ist nichts passiert, was dafür hätte sprechen können Ich brauchte damals aber auch 7 Monate, bis ich ihn ganz "vergessen" konnte.

                    Alles Liebe,
                    Elfe

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