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Stapedius-tics

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  • #46
    Ich habe durch Zufall eine interessante Entdeckung gemacht. Dieses Jahr habe ich das Wandern für mich entdeckt und ich bin schon über 1600km gelaufen. Nun will ich nicht nur meine heimische Runde drehen, sondern auch längere Wanderungen mit Rucksack, Zelt und Schlafsack machen. Vor kurzem habe ich mir also alles zusammen gekauft was man so braucht, 2x mein Zelt im Garten testweise aufgeschlagen und festgestellt, dass ich kein Auge zumache. Ohne vernünftigen Schlaf läßt natürlich am nächsten Tag nicht ausgeruht wandern. Ich schlafe deswegen im Zelt so schlecht, weil ich ein Bauch-Seitenschläfer bin und auf dem kleinen aufblasbaren Kissen und im Mumienschlafsack kann man eigentlich nur auf dem Rücken schlafen.

    Da ich wegen dem Ticken auf dem rechten Ohr zur Zeit eh schlecht schlafe habe ich mir vorgenommen das Schlafen auf dem Rücken zu trainieren. Ich hatte noch so ein teures konturiertes Kissen aus Schaumstoff wo man eigentlich gezwungen ist auf dem Rücken zu schlafen und das habe ich gegen mein großes schönes Daunenkissen getauscht. Da ich mich nun in der Einschlafphase und auch sonst im Schlaf nicht rumdrehen kann fällt es mir sehr schwer einzuschlafen.

    Was ich nun festgestellt habe ist, dass mit dem fehlenden Umdrehen im Schlaf gleichzeitig der Trigger für das nächtliche tickende Feuerwerk fehlt. Es tickt zwar noch aber nur ganz selten und auch nur vereinzelt. So wie ich das im Augenblick verstehe braucht das nervige lange Rattern von dem man wach wird einen Auslöser (Ursache und Wirkung) und da alles muskulär miteinander zusammenhängt ist es immer das kleinste Glied in der Kette was zuerst aufgibt. Das könnte der kleine Stapedius sein.

    Ich habe schon während meiner aktiven Zeit als Golfer festgestellt, dass nicht da wo es schmerzt das Problem liegt, sondern in der Muskulatur drumherum. Und jetzt beim Wandern tat mir nach 20km im linken Fuß der Fersensporn so weh, dass ich kaum weiterlaufen konnte. Das Problem ist aber nicht der Fersensporn ansich, sondern die Sehnen und Muskeln unter dem Fuß und die Wade, die an der Ferse festgemacht ist und von der anderen Seite zieht. Erst das nötigt den Fersensporn ins Fleisch zu drücken. Massiert man den Fuß von unten und bricht die Microverletzungen auf (die flache Seite eines Schraubenschlüssel eignet sich sehr gut) und dehnt die Wade (beim Dehnen immer lange halten) regelmäßig, dann hat man nach ein paar Wochen oder Monaten keine Probleme mehr.

    Ich habe habe festgestellt, dass ich im Nacken und im oberen Rücken sehr verspannt bin und vielleicht hängt das mit dem Stapedius-Tic zusammen. So verspannt, dass ich rechtsseitig kurze aber starke ziehende Kopfschmerzen bekommen habe. Da mir im Augenblick sowieso nichts anderes bleibt versuche ich es mal mit täglichen Dehnübungen im Hals und Nackenbereich. Man muss nur viel Geduld haben und darf nicht erwarten, dass die Beschwerden nach wenigen Übungen verschwinden.

    Jedenfalls scheint es (bei mir) einen Zusammenhang zwischen dem Umdrehen im Schlaf und dem Auslösen einer nächtlichen Terror-Tic-Attacke zu geben. Mein Plan ist es jetzt das Rückenschlafen zu trainieren und täglich meinen Nacken und Hals zu dehnen. Und vielleicht kann ich was mit viel Geduld positiv verändern.

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    • #47
      Jetzt bist Du sogar selbst darauf gekommen, Deinen "Trigger" womöglich doch noch auf andere Weise besänftigen zu können. Ein Glück, dass die OP nicht durchgeführt wurde!
      Und genau das ist ja auch meine Vermutung, dass womöglich doch noch Alternativen bzw. Begleitumstände existieren könnten und eben auch ein Anlass für mich, auf eine unumkehrbare OP vorerst doch noch zu warten.

      Nun bin ich im Gegensatz zu Dir aus dem Berufsleben heraus und kann als Rentner den vermissten Schlaf am Morgen zur Not nachholen.
      Aber ansatzweise habe ich gelegentlich auch solche "Ausfälle" - sprich Trigger-Pausen festgestellt. So in der Nacht von letztem Freitag auf Samstag, nach 90 Minuten anstrengendem Hallenfußball und zwei Glas Bier muss ich mich anschließend wohl dermaßen entspannt haben - trotz Niederlage auf dem Feld -, sodass ich in der folgenden Nacht nicht ein Mal zum Beruhigen des Muskels aufstehen musste.
      Kommt immer wieder mal vor, Zusammenhänge/Abhängigkeiten werden noch gesucht.
      Und diesen Einzelfällen werde ich eben noch weiter auf den Grund gehen - am besten natürlich in Zusammenarbeit mit aufgeschlossenen und vor allem über genügend Zeit verfügende Ärzte.
      Weiterhin viel Erfolg!

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      • #48
        Kennt hier jemand eine Klinik, die die Operation durchführt bzw. schon mal bei jemanden durchgeführt hat? Wenn es nicht ganz so weit entfernt von Köln ist, wäre das von Vorteil. Ich habe außerdem mal meine Krankenkasse diesbezüglich angefragt. Ich will das nach wie vor machen lassen. Risiko hin oder her.

        Vor allem weil ich keine Lust mehr habe mich mit dem Ticken den ganzen Tag zu beschäftigen. Immer wenn man mal Ruhe hat kommt Hoffnung auf. Schläft man gut ebenfalls. Nur um Tags drauf das reine Kambodscha im Ohr zu haben. Wirkliche Alternativen gibt es eh nicht. Ich werde weder Tegretol oder ähnlich stark abhängig machende Medizin nehmen noch daran glauben, dass irgendein Heilpraktiker dies mit einer Akupunktur in den Griff bekommt. Als wüßte der wie man den Stapedius ruhig stellt. Das Geld kann man sich mMn wirklich sparen. Kurzzeitig dachte ich ich sollte mal zum Physio gehen. Allerdings konnte ich mir mit einfachen Übungen die Verspannungen selber lösen. Ich muss nur aufpassen, wenn ich im Wald laufe, den Nacken zu schützen. (Buff) Heute habe ich gemerkt, dass wenn ich schwitze die Nackenmuskulatur sehr schnell vom Wind auskühlt und verhärtet. Kann also auch davon gekommen sein.

        BTW: Das andere Ohr holt auf. Ich wusste das ich mich auf dich verlassen kann, linkes Ohr. ;-)
        Zuletzt geändert von TommyKrebs; 12.09.2018, 09:40.

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        • #49
          Das was ich weiter oben geschrieben habe bezüglich schlafen auf dem Rücken und triggern des Stapedius beim rumdrehen im Schlaf hat sich als Nonsense erwiesen. Das hat nur ein paar Nächte funktioniert und ich habe dann dementsprechend Rückschlüsse gezogen.

          Ich habe dann noch in einem wissenschaftlichen Bericht darüber gelesen, dass man den Tympani z.B. über das schließen oder öffnen der Augen, Gähnen, Schlucken und laute Töne triggern kann. Das funktioniert nicht beim Stapedius. Außerdem ist der Stapedius meist ein hochfrequentes Ticken wärhrend der Tympani eher dunkel im Ton ist.

          https://www.dizziness-and-balance.co...0tinnitus.html
          Zuletzt geändert von TommyKrebs; 12.09.2018, 13:46.

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          • #50
            Versteh das nicht falsch, aber angenommen, Du machst die OP, und dann tickt der Muskel im anderen Ohr?
            Was dann? So sehr ich das Bedürfnis verstehe, fühle ich mich dennoch verpflichtet, nochmal den Zeigefinger
            zu erheben. B6 und B 12 hast Du sicherlich schon probiert, soll Muskel-beruhigend wirken ... Meinem, dagegen
            natürlich wirklich eher harmlosen Tinnitus scheint dies (und Magnesiumcitrat) erstaunlich gut zu helfen ...

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            • #51
              Was dann? Wenn die OP an dem einen Ohr erfolgreich war, dann wird das andere ggf gemacht. Wo ist das Problem? Also Magnesiumcitrat nehme ich schon wegen dem Sport ständig ein. Und meine Ernährung ist so ausgewogen, dass ich auf zusätzliche Vitamine verzichten kann. Und meine Nacken und Halsmuskulatur wird täglich bearbeitet so das nichts verspannt. Streß habe ich auch keinen.

              Jedenfalls hat sich die KK bei mir gemeldet und man konnte mir nur sagen welche Krankenhäuser in der Nähe viele Ohren OP's durchführen. Sonst nichts. Bleibt mir halt nur die Möglichkeit die Uni-Kliniken in den anderen Städten abzuklappern.

              Und wenn alles nicht hilft, dann lerne ich Zeichensprache und darf beim Lidl auf dem Behindertenparkplatz parken. Das ist praktisch wenn es mal feste regnet. ;-)
              Zuletzt geändert von TommyKrebs; 13.09.2018, 11:22.

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              • #52
                Hallo TommyKrebs,
                Bei mit ist es der Stapedius Muskel, der verrückt spielt, im rechten Ohr. Überlege auch wegen Durchtrennung.

                Darf ich dich fragen, wie der jetztige Stand ist, insbesondere, ob du auch einen Tinnitus hast? Ich habe nämlich sowohl tinnitus (seit ca zwei jahren) als auch den Mittel Ohr Muskel (seit ca einem halben Jahr). Meine Sorge ist jene, dass durch die Operation mein tinnitus stärker werden könnte, insbesondere aufgrund der Lautstärke beim Absaugen während der Operation :-(

                Ich kenne einen Arzt in Wien, der die Durchtrennung bereits gemacht hat. Kannst mir auch gerne eine PN schicken, wenn du willst, freue mich jedenfalls über Rückmeldung.


                LG und stay strong
                Alexej

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                • #53
                  In Wien? Ich hoffe ich bekomme das hier in einer Klinik gemacht. Es muß sich nur jemand trauen. :-) Das Durchtrennen ist ja nicht das Problem. Und ja ich habe einen Tinnitus auf beiden Ohren. Links ein leichtes ständiges Rauschen an das ich mich gewöhnt habe und rechts ein minimales Säuseln. Kaum zu hören. Also kein Problem. Du hast also die Sorge, dass nach der OP der Tinnitus stärker ist als vorher? Ich glaube das wäre das kleinste Übel. Ich habe gelesen das bei einer Patientin der Geschmack und Geruchssinn abhanden gekommen ist.

                  Was ich im Augenblick den halben Tag mache ist den Sternocleidomastoid zu massieren. Der Muskelstrang hat mir nämlich gerade auf der rechten Seite auf Druck oder Zug sehr weh getan. Zwischen Verspannungen in diesen Muskeln im Hals und dem Myoklonus ist ein Zusammenhang. Wird die tägliche Massage (etwas Creme und einem Golfball) was helfen? Keine Ahnung. Insgesamt habe ich den Eindruck das es etwas besser geworden ist. Aber ich mache mir nicht zu große Hoffnung. Die Tage sind alle etwas unterschiedlich. Aber was ich selbst machen kann, dass mache ich.

                  https://www.youtube.com/watch?v=xXMUkAwNcVM

                  https://www.youtube.com/watch?v=bHRpaBzaLrc

                  Ich habe nun drei Unikliniken angeschrieben. Mal sehen was passiert.

                  Dir auch alles Gute und überprüfe mal den Zustand deines Trapezmuskel und vor allem des Sternocleidomastoid. Rolle mal die Knoten raus.
                  Zuletzt geändert von TommyKrebs; 13.09.2018, 21:58.

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                  • #54
                    Ich melde mich kurz zurück. Mein Stapedius-Tic ist nach 6 Wochen fast weg. Nachdem ich viel meinen Hals und Nacken massiert habe (vor allem der Sternocleidomastoid war auf der betroffenen Seite sehr druckempfindlich) hat der Stapedius-Tic merklich nachgelassen. Vor allem Nachts gibt es kein Geticke mehr. Außerdem hatte ich Schmerzen im Occipital belly (bitte mal Googlen). Wahrscheinlich war der Occipital Nerve gereizt, was zu Kopfschmerzen hinter der Stirn und hinter den Augen führte. Alles rund um Kopf ist super-komplex.

                    Lange rede kurzer Sinn: meine Körperhaltung ist schlecht. Mein Kopf ist zu weit vor den Schultern, meine Schultern sind rund und mein Gesäß ist nach vorne gekippt. Das alles gibt Verspannungen im Nacken und chronische Verspannungen führen in meinem Fall zu Problemen in den Ohren. Da eine bessere Körperhaltung wie den Kopf mehr über die Schultern zu schieben, was die Nackenmuskeln entlastet, nicht so einfach umzusetzen ist werde ich mich nun im Fitness-Studio anmelden um die entsprechenden Muskelpartien zu trainieren.

                    Ich hoffe mein Ansatz hilft Betroffenen weiter und ich Rate einen Physiotherapeuten (mache ich jetzt auch noch) hinzuzuziehen. Denn an Verspannungen im Nackenbereich gewöhnt man sich und es fühlt sich, so lange kein Nerv eingeklemmt ist, ganz normal an. Man kennt es ja nicht anders. Wer aber den ganzen Tag im Smartphone surft, der darf sich nicht wundern, wenn er ohne großes Kissen nicht mehr schlafen kann und eines schönen Tages ein Ticken hört.

                    Bitte mal seitlich vor einen Spiegel stellen und schauen (so gut das geht) wo sich das Ohr im Verhältnis zur Schulter befindet.

                    https://www.youtube.com/watch?v=g-7ZWPCWv0U&t

                    Ich verabschiede mich hier und wünschen allen das sie den Tic loswerden. Er ist wirklich häßlich. (aber heilbar)
                    Zuletzt geändert von TommyKrebs; 18.09.2018, 19:01.

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                    • #55
                      "Ich hoffe mein Ansatz hilft Betroffenen weiter" - War Dein Ansatz nicht eben noch der mit dem Lötkolben am Stapedius?
                      Und "Durchtrennen ohne Wenn und Aber". Taub sein? Ganz egal. Nun ja, bißchen merkwürdig, das alles, aber alles Gute für Dich.

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                      • #56
                        "Nun ja, bißchen merkwürdig, das alles, aber alles Gute für Dich."

                        Du hast keinen Stapedius-Tic, also kannst du auch nicht verstehen wie belastend das ist. Und es kann sein das man damit leben muss wie mit einem Tinnitus. Das ich diesen mit "Hausmitteln" und Trial and Error wegbekommen habe grenzt an ein Wunder. Und ja, hätte ich ihn noch, dann würde ich nach Essen in die Uniklinik fahren um es operieren zu lassen. Die machen das nämlich.

                        Liest du hier weil dir langweilig ist? Das ist schon ziemlich morbid.

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                        • #57
                          "Das ist schon ziemlich morbid" - sagte der Mann mit dem Lötkolben zu dem, der ihn ständig gemahnte, die
                          im Nachhinein aberwitzige Durchtrennung nicht machen zu lassen. Alles klar, Tommy, super. Trotzdem und
                          nochmal: Alles Gute, nie wieder Stapedius-Ticks und gesunde Ohren und ein super Gehör für Dich.

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