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Deutliche Verbesserung durch Wurzelbehandlung

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  • #76
    Beidseitig und direkt aus den Ohren? Oder eher so im ganzen Kopf?

    Hmm.. ja in gewisser Weise stimmt das wohl. Bei mir hat der Tinnitus ja tageweise geschwankt. Und ich konnte es damals um ein oder zwei Tage "verschieben", indem ich kortisonhaltigen Nasenspray verwendet habe. Es ist aber nach der Verschiebung jedes Mal noch stärker zurückgekommen. Also wenn der Tinnitus durch eine bakterielle Infektion zustande kommt, würde ich selbst daher heute definitiv kein Kortison nehmen.

    Bei dir ist es aber offenbar keine Infektion, und so weit ich weiß wird nur das Immunsystem gedämpft, nicht die generelle Selbstheilung. Dann wäre Kortison vielleicht doch passend.

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    • #77
      Tinnitus in den Ohren und mittig im Kopf, da Stereo.

      Wenn das Immunsystem gedämpft wird, dann wird auch die Selbstheilung gedämpft.

      Kortison schliesst die Gefässe, die Durchblutung wird vermindert, bei jeder Heilung ist die Durchblutung mit guten Nährstoffen das A und das O.

      Kortison passt nicht, passt eigentlich fast nie. Mein Mann wäre beinahe gestorben, er wollte nicht auf mich hören.

      Eher noch Lidocain.


      Gruss von Maria

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      • #78
        Man merkt, dass dein Tinnitus sich sehr von meinem unterscheidet. Bei mir ist es ja mehr oder weniger vorbei, aber bei mir hat z.B. das Duschen sogar geholfen, und alles was die Durchblutung verringert (wie Kortisonspray, Otrivin, Kaffee u.ä.) hat den Tinnitus eher gedämpft. Die Schläfen zu reiben hat ihn für kurze Zeit fast zum Verschwinden gebracht, bei dir macht drücken auf den Kopf ihn lauter. Bei uns ist alles umgekehrt.

        Daran sieht man wieder dass es völlig verschiedene Krankheitsbilder und Ursachen gibt, die aber Ohrgeräusche als Gemeinsamkeit haben.
        Bei mir war es eine Zahnwurzelentzündung, bei dir ist es ein Tinnitus direkt vom Ohr. Ich hoffe, dass sich diese Unterschiedlichkeiten auch mal bei den HNO stärker herumsprechen. Schließlich erfordert das ja völlig unterschiedliche Behandlungskonzepte.

        Was das Lidocain betrifft, habe ich ebenfalls gehört, dass es beim Tinnitus helfen könnte.
        Zahnärzte verwenden es ja auch manchmal, und versuchen damit Entzündungen zu bekämpfen.
        Für die normale Betäubungsspritze wird heute Ultracain verwendet, aber nur Lidocain hat eine spezielle Eigenschaft, die direkt antientzündlich wirkt.

        Man könnte damit unter Umständen herausfinden, welcher Zahn der Auslöser eines Tinnitus ist, wenn man es oberhalb der verdächtigen Zahnwurzel spritzt. Ich habe das nie selbst versucht, aber es könnte dadurch eventuell einen dentogenen Tinnitus für eine Weile leiser machen, in dem es die Entzündung dort dämpft.
        Ob es aber bei deiner Symptomatik helfen könnte, weiß ich leider nicht.

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        • #79
          Hallo ThingKing,
          ich bin ganz fasziniert jemand gefunden zu haben der genau die gleichen Symptome hat wie ich. Vor ca. 3 Monaten hat es ganz plötzlich angefangen. Seither habe ich immer fast ganz regelmäßig einen Tag, an dem das Geräusch laut und unbeeinflussbar ist und dann 2 Tage, an denen es leiser oder völlig verschwunden ist. Das leise Geräusch kann ich oft zum Verschwinden bringen, zum Beispiel dadurch dass ich auf eine bestimmte Stelle am Hinterkopf drücke oder mich kurz hinlege. Natürlich habe ich schon alles hinter mir, Cortison, Durchblutungsmedikamente, Physiotherapie, Osteopath.... Ca. 3 Wochen vor dem Beginn fing es an, dass meine Nase ständig verstopft war, ohne Erkältung. Ich bin morgens mit einen völlig trockenen Mund aufgewacht. Aber eine Zusammenhang mit dem Tinnitus hab ich nie hergestellt. Du hast immer wieder Experimente mit Nasensprays gemacht. Was wäre deine aktuelle Empfehlung? (natürlich auf meine Verantwortung)
          Grüße, Karl-Friedrich

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          • #80
            Hallo Karl-Friedrich!

            Ich empfehle Dir nichts, da ich kein Arzt bin. Ich kann Dir aber sagen was ich mit meinem heutigen Wissensstand denken bzw. machen würde, wenn ich in Deiner Situation wäre.

            Ich würde mir möglichst bald einen wirklich guten Zahnarzt aussuchen, der gesprächsbereit ist und auf mich eingeht.

            1. Ich würde davon ausgehen, dass es eine Entzündung im Oberkiefer ist, wahrscheinlich von einem Zahn der an die Kieferhöhle angrenzt.
            Wäre es ein lebender Zahn, hätte man Schmerzen. In Frage kommen also wurzelbehandelte bzw. abgestorbene Zähne, am ehesten solche, die an der Wurzelspitze druckempfindlich sind.
            Gibt es keine wurzelbehandelten Zähne, würde ich vom Zahnarzt eine Vitalitätsprüfung aller scheinbar gesunden Zähne durchführen lassen. Ist einer still und heimlich abgestorben, habe ich den Übeltäter vielleicht schon gefunden. Dann würde ich den Zahn ohne Diskussionen ziehen lassen, und zwar unter Abschirmung mit Antibiotika. Die Alveole würde ich danach mit großer Sorgfalt desinfizieren lassen.
            2. Gleichzeitig würde ich einen Abstrich aller Zahntaschen durchführen lassen. Finden sich üble Parodontitis Bakterien, Mundhygiene mit Airflow und Ultraschall. Unbedingt unter Abschirmung mit Antibiotika.
            3. Ich würde meine Nase mit Veriforte oder Microdacyn aus einer Nasensprühflasche desinfizieren. Am Anfang würde ich es aber auf der Haut testen und mich vorsichtig herantasten, denn jeder Mensch ist anders. Es ist dafür nie offiziell getestet worden, und die Nase ist ein sehr empfindliches Organ.

            Ich wünsche Dir das Beste. Liebe Grüße!

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            • #81
              Hallo ThingKing,
              herzlichen Dank für deine ausführliche Antwort. Ich werde mit meinem Zahnarzt sprechen und Veriforte besorgen. Hoffentlich hilft's. Ich werde berichten.

              Herzliche Grüße, Karl-Friedrich

              Kommentar


              • #82

                EGHallo ThingKing,

                ich bin durch Zufall gestern auf deinen Beitrag gestoßen, hab mich direkt hier angemeldet und hocke gerade schon beim Zahnarzt


                Zusammengefasst:

                Allgemein:
                - Tinnitus mittig im Hinterkopf, mal auf auf beiden Ohren, mal eher links. Kann ich irgendwie nich lokalisieren.
                - Tinnitus mal schwächer, mal stärker. Passt fast mit dem Druckgefühl im Kiefer zusammen.
                - Sehr oft mal 2-3 Tage komplett fertig. Müde, Schlapp, extremes Krankheitsgefühl
                - Leberwerte dauerhaft leicht erhöht, Entzündungswerte öfter an der Grenze. (seit Jahren)

                HNO:
                - Oft Druck im linken Oberkiefer und Zähnen in Verbindung mit leicht belegtem Ohr.
                - Oft Probleme mit dem linken Ohr (verstopft, sehr viel Ohrenschmalz, Ausfluss, belegt, Nebenhöhlen ab und an entzündet)
                - Morgens öfter grünen Auswurf ohne Grund

                Physio/Osteo/Heilpraktik:
                - Verdacht auf Schleudertrauma durch Fahrgeschäft im Legoland, da alles extrem hart im HWS Bereich.
                - Physio bringt ab und an Verbesserung oder Veschlimmerung. Je nach Behandlung.
                - Kaumuskeln sind extrem hart.
                - Physio hatte auch schon den Verdacht auf einen Eiterherd.

                Zahnarzt:
                - Zähne wurden noch nie Wurzelbehandelt.
                - Röntgenbild unauffällig
                - unterer Weisheitszahn ist stark mit dem Kiefer verwachsen, der obere liegt sehr weit oben in der Kieferhöhle (?)
                - CT Befund steht aus

                Geschichte dazu:

                Ich hatte Anfang des Jahres eine extreme Entzündung der Nebenhöhlen und meines linken Gehörgangs. Er war wirklich komplett dicht. Da trat dieses „Fiepen“ erstmalig auf. Allerdings konnte der HNO damals durch absaugen des Ohrenschmalzes, welches direkt auf dem Trommelfell lag, Abhilfe schaffen. Parallel gab es Antibiotikum. Was nun letztendlich geholfen hatte, weiß ich nun nicht mehr so genau.

                Ich habe öfter, vor allem im Winter, ein belegtes oder verstopftes Ohr. Auch heute wieder ist es etwas belegt. Das Kiefer tut mir hier und da linksseitig weh.

                Nun...vor 4 Wochen waren wir im Legoland. Über Nacht habe ich das Fenster offen gelassen, da es so wahnsinnig heiß war. Es hat Nachts aber so extrem abgefrischt, dass ich nachts öfters mal gefroren hab. Diesmal hatte ich aber nicht sonderlich Ohrenprobleme oder sonstiges. War einfach extrem zermatscht. Dazu kam ein ganz tolles Fahrgeschäft, welches mich regelrecht in allen Richtungen durchgeschüttet hat. Einen Tag später ging dann dieses „Fiepen“ los. Nicht lokalisierbar, eher mittig im Hinterkopf.

                Da ich eh einen Termin beim Physio wegen meiner BWS hatte, habe ich ihm gesagt, dass ich so verspannt bin, dass meine Ohren piepsen. Er hat daraufhin die Nackenmuskeln und die HWS behandelt. Die nächsten Tage wurde das piepen immer extremer. Konnte nicht mehr schlafen, essen etc. War dann direkt beim HNO. Nicht mal nen Hörtest hatte er gemacht, sondern nur Prednisolon verschrieben, was nichts brachte. Das Zeug war krass. Panikattacken etc, gaben mir dann den Rest. Also zum Allgemeinarzt...nix. Wieder zum HNO. Hörtest, Trommelfellschwingung, Ohrendruck....alles bestens. Er meinte, es wäre kein klassischer Tinnitus und ich solle Richtung HWS und Kiefer schauen. Er könne nichts tun.

                Zwischendurch immer wieder Physio und Osteo. Mal mit Verschlimmerung, mal Verbesserung. Aber nie anhaltend. Kieferorthopäde hat bei der Untersuchung der Gelenke auch nichts festgestellt. Aber auch kein Röntgenbild wurde gemacht.

                Ich konnte eine Zeit lang den Tinnitus durch eine gewisse Kopfbewegung ausschalten oder zumindest verändern. Das geht nicht mehr.

                Meine Schmerzen bzw Druck um Kiefer und den Zähnen war jetzt ne Zeit weg und der Tinnitus wurde ab und an erträglicher oder sogar etwas leiser. Seit 2 Tagen dreht er aber wieder etwas auf und der Druck ist heute im Kiefer wieder enorm. Ich hoffe, dass jetzt beim röntgen was aufkommt. Ich bin mir fast sicher, dass ich da was drin habe.

                edit: So, das Röntgenbild war unauffällig. Er meinte aber, es könnte da n leichter Schatten sichtbar sein. Mit seinem Röntgen aber nicht so eindeutig sichtbar. Der Weisheitszahn liegt voll in der Kieferhöhle. Ich wurde nun an nen Chirurgen zur weiteren Abklärung überwiesen. Dieser hat mich ins CT geschickt. Befund bekommeich nächste Woche.




                was ich dich fragen wollte...hat sich dein Tinnitus bei Genuss von Alkohol, speziell Wein und Bier, verschlimmert? Wenn ich Wein trinke, ist es extrem.
                Zuletzt geändert von Cross213; 07.07.2019, 10:12.

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                • #83
                  Zitat von Cross213 Beitrag anzeigen
                  ....
                  Ich bin mir fast sicher, dass ich da was drin habe.

                  edit: So, das Röntgenbild war unauffällig. Er meinte aber, es könnte da n leichter Schatten sichtbar sein. Mit seinem Röntgen aber nicht so eindeutig sichtbar. Der Weisheitszahn liegt voll in der Kieferhöhle. Ich wurde nun an nen Chirurgen zur weiteren Abklärung überwiesen. Dieser hat mich ins CT geschickt. Befund bekommeich nächste Woche.
                  Hallo Cross,

                  Du warst hier eine Weile nicht mehr aktiv. Was ist denn bei dem CT rausgekommen? Hat sich Deine Symptomatik aufklären lassen?

                  Ein feedback wäre schön!

                  Liebe Grüße

                  Kommentar


                  • #84
                    Zitat von Manfred_MM Beitrag anzeigen

                    Hallo Cross,

                    Du warst hier eine Weile nicht mehr aktiv. Was ist denn bei dem CT rausgekommen? Hat sich Deine Symptomatik aufklären lassen?

                    Ein feedback wäre schön!

                    Liebe Grüße
                    Hallo Manfred,

                    natürlich kam bei den ganzen Untersuchungen nichts heraus^^ alles bestens. Die Schmerzen kamen tatsächlich von Verspannungen im Kieferbereich. Physio hat das etwas entspannt. Ich mache mittlerweile Sport und baue meine Muskulatur im Rückenbereich auf. Ich habe gemerkt, dass der Tinni lauter wird, wenn ich Probleme mit der BWS bekomme. Er stört mich nicht mehr und ist daher sehr in den Hintergrund gerückt. Ab und an kommt er wieder durch, aber ich weiß, dass er wieder geht. Im Endeffekt ist es die Einstellung dazu, wie wir ihn wahrnehmen. Ich habe aufgehört, nach der Ursache zu suchen und ständig zum Arzt zu laufen. Seither geht es bergauf. Die unglaubwürdigen und kaum vorstellbaren Ratschläge a lá "Hör nicht hin" oder "Ignorier ihn" sind tatsächlich der Schlüssel zum Erfolg. Hinzu natürlich etwas finden, was einem gut tut. Bei mir ist es komischerweise der Sport. Evtl. weil er die Muskeln entspannt. Ich weiß es nicht.

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                    • #85
                      Hallo zusammen!
                      Ich freue mich gerade total, diesen Forumseintrag gefunden zu haben - ich habe nämlich GENAU das gleiche Problem! Ich hoffe jetzt sehr, dass er noch gelesen wird, obwohl er schon älter ist, denn es würde mich echt sehr interessieren, wie es bei euch weitergegangen ist und was ihr zu meinem Fall denkt.

                      Ich versuche mal, meine Probleme kurz zusammenzufassen, wobei das vermutlich kaum in ein paar Sätzen geht:
                      Ich habe schon seit vielen Jahren mit sehr häufigen Infekten zu tun (und zwar heftig, mit Antibiotikum und Fieber und allem, mehrfach im Jahr), was von den Ärzten und auch von mir selbst lange Zeit darauf geschoben wurde, dass mein Alltag unfassbar stressig ist (bin alleinerziehende Mama und versuche parallel Job und Studium zu machen, und das, ohne mein Kind dabei zu kurz kommen zu lassen).
                      Letzten Herbst wurde es aber so schlimm, dass selbst drei verschiedene Antibiotika hintereinander und Cortison und all das nichts mehr gebracht haben. Alle Nebenhöhlen komplett zu, Ohren zu, ständig Postnasaldip, dadurch Husten und entzündete Mandeln. Und nichts half, jeder riet etwas anderes (Mandeln raus, Nebenhöhlen operieren, intravenöse Antibiose... --- nichts von alledem habe ich gemacht, da es sich nicht richtig angefühlt hat).
                      Ich war allein seit Anfang 2019 bstimmt 10 Mal bei meinem Zahnarzt mit unklaren Beschwerden im Oberkiefer (habe eigentlich relativ gute Zähne, das erste Loch in der Schwangerschaft, allerdings hatte ich vor laaanger Zeit mal nen Zahnunfall, bei dem mir der halbe Schneidezahn abgebrochen war, der ist also zur Hälfte falsch). Zahnarzt hat muter diagnostiziert, Zahnfleischprobleme, Knirschen, was weiß ich, aber geröngt hat er nie. Im Januar 2020 ging es dann gar nicht mehr mit dem ständigen Druck im Oberkiefer und ich bin wieder hin und habe eine Röntgenaufnahme verlangt. Und oh Wunder: Der abgebrochene Schneidezahn war fett Wurzelentzündet, also durfte ich die erste Wurzelbehandlung meines Lebens als Notfall erleben. Doch auch danach kam keine Ruhe rein, also wieder Antibiotika. Dann noch eins. Dann wurde der Zahnarzt mega frech und meinte, es könne gar nicht sein, dass das noch weh täte und ich würde mir das einbilden.... also Zahnarzt gewechselt und in die Zahnklinik gefahren. Dort wurde auf dem 3DRöntgen zwar sichtbar, dass im Kieferknochen irgendwelche Strukturen zu sehen sind, die da nicht hin gehören - aber richtig sicher ist bis heute nicht, was da los ist. Die Ärztin vermutet eine chronische Entzündung und wechselt seit 4 Monaten alle 4 Wochen das Medikament. Der Zahn ist dadurch auch ruhiger, allerdings weit entfernt von schmerzfrei.
                      Abgesehen vom Zahn (den ich zwischenzeitlich in meiner Verzweiflung schon einfach ziehen lassen wollte, das wollen die aber alle nicht machen) bleiben jedoch meine Probleme in den Nebenhöhlen und eigentlich den gesamten Atmenwegen und Ohren.
                      Seit etwa zwei Monaten behandle ich diese - zum Glück habe ich das durch Zufall gefunden! - wie viele von euch auch mit desinfizierenden Nasensprays. Angefangen habe ich mit Plasma Liquid (hab ne Werbung gesehen und probiere in meiner Verzweiflung einfach viel aus, weil ich endlich wieder fit sein, für mein Kind da sein will, den Job nicht riskieren auf Grund ständiger Fehlzeiten --- ihr kennt das ja bestimmt... Das ist allerdings schweineteuer (20€ für 20ml, und das reicht bei meiner Dosierung gerade mal ein paar Tage). Ich war unendlich froh, endlich was gefunden zu haben, was wenigstens ein bisschen hilft (der Schleim kommt dadurch raus, allerdings habe ich den Eindruck, dass nahezu unbegrenzt einfach neuer Schleim hergestellt wird in meinem Kopf...)
                      Ja, und weil das so teuer ist habe ich dann nach Alternativen gesucht, Veriforte gefunden und bin während dieser Suche über euer Forum gestolpert --- und kann es echt nicht fassen, wie cool, endlich Leute in meiner Situation, endlich Leute, die das verstehen!
                      Also hier meine Fragen an euch: Wie ist es bei euch weitergegangen, d.h., seid ihr jetzt beschwerdefrei? Mussten bei euch noch OPs am Kieferknochen gemacht werden? WIe lange hat es gedauert, bis es geheilt ist? Hattet ihr auch Schleim bis in den Hals und all das? Habt ihr "am Ende" nochmal eine Antibiose gemacht, um alles abzutöten?
                      Und wie schätzt ihr meine Situation ein? Irgendwelche Tipps, Erfahrungswerte oder so?
                      Morgen ist der nächste Medikamentwechsel am Zahn und nächste Woche noch ein Termin bei einem neuen HNO... Puh. Es kostet so unfassbar viel Kraft, da über Monate und Jahre dran zu bleiben.
                      Danke fürs lesen des langen Beitrags und ich freue mich auf eure Antworten und Ideen!

                      Kommentar


                      • #86
                        Zitat von ThingKing Beitrag anzeigen
                        Hallo allerseits, ich bin seit ca. 2 Monaten im Club - mit einem hochfrequenten Geräusch im Hinterkopfbereich, ein "Flirren" das an alte Röhrenfernseher erinnert.
                        Habe dabei im Zeitraffertempo alles mögliche ausprobiert, nachdem mich mein HNO total abblitzen hat lassen.

                        Ich habe mehrere mögliche Ursachen gefunden: Vorgeschichte mit einer zähen Nebenhöhlenentzündung und Nasenpolypen, mehrere Herde an den Zahnwurzelspitzen, leicht verbogene Halswirbelsäule, hoher beruflicher Stress, also vieles was üblicherweise als Risikofaktor gesehen wird.

                        Ich fand Stellen an der hinteren Schädelbasis, die ich drücken kann damit der Tinnitus leiser wird - oder zumindest einen sanfteren Klang bekommt. Ich benutzte eine elektrische Nasenspülmaschine, die das Geräusch oft abgemildert hat (bin aber nicht ganz sicher ob es an der Nasenspülung selbst oder an den mechanischen Vibrationen liegt, die dabei entstehen). Bin es aber nie komplett losgeworden, im besten Fall mal für einen Tag - danach kam es umso schlimmer wieder.

                        Die grösste Verbesserung bisher kam eigentlich überraschend: ich ging zum Zahnarzt, um einen schmerzenden Zahn zu behandeln. Dieser Zahn hatte laut Röntgen aber keinen Entzündungsherd an der Wurzelspitze, und war somit für mich eine der kleineren Baustellen die ich nebenbei beseitigen muss. Der Zahnarzt entschied auf Wurzelbehandlung und führte den ersten Teil dieser Behandlung auch sofort durch. Daraufhin war der Tinnitus zwei Tage lang praktisch verschwunden!

                        Am dritten Tag kam er langsam zurück, aber er ist jetzt leiser und im Klang weniger störend. Er reagiert auch deutlicher auf meine Befindlichkeit, z.B. kann ich mich entspannen und daraufhin verschwindet er für einige Zeit. Ich fühle mich auch fitter und kräftiger.

                        Ich glaube heute, dass Tinnitus ein komplexes Phänomen ist. Wahrscheinlich spielen bei mir persönlich sowohl die Nebenhöhlen als auch die Zahnwurzeln mit, und der Körper ist einfach an der Grenze dessen was er an Entzündungen und Schädigungen ausbalancieren kann. Ich habe ihm geholfen, indem ich eine gereizte Zahnwurzel behandeln lassen habe - aber es wird nötig sein, dass ich weitere Belastungen ausschalte.

                        Ich werde also zuerst eine alte, schlechte Wurzelbehandlung durch einen Endodontologen erneuern lassen, und stelle mich danach auf eine Nasenoperation ein. Es wird wohl ein harter Weg, aber ich werde das durchziehen.
                        In diesem Forum habe ich auch gelesen, dass Kortison wirklich eine Hilfe sein kann. Also werde ich mich auch das trauen, eigentlich hatte ich davor zurückgeschreckt.

                        Ich möchte allen Mut machen, die durch so etwas durchgehen - ich habe selbst erlebt, dass eine deutliche Verbesserung möglich ist. Ich glaube dass ich den Tinnitus wieder loswerden kann, und andere können es auch!
                        Es ist auf jeden Fall komplex und es ist auch von den Ursachen sehr unterschiedlich. Ich finde es toll, dass du hier Mut machst.

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                        • #87
                          Zitat von Sarahlena Beitrag anzeigen
                          Hallo zusammen!
                          Ich freue mich gerade total, diesen Forumseintrag gefunden zu haben - ich habe nämlich GENAU das gleiche Problem! Ich hoffe jetzt sehr, dass er noch gelesen wird, obwohl er schon älter ist, denn es würde mich echt sehr interessieren, wie es bei euch weitergegangen ist und was ihr zu meinem Fall denkt.

                          Ich versuche mal, meine Probleme kurz zusammenzufassen, wobei das vermutlich kaum in ein paar Sätzen geht:
                          Ich habe schon seit vielen Jahren mit sehr häufigen Infekten zu tun (und zwar heftig, mit Antibiotikum und Fieber und allem, mehrfach im Jahr), was von den Ärzten und auch von mir selbst lange Zeit darauf geschoben wurde, dass mein Alltag unfassbar stressig ist (bin alleinerziehende Mama und versuche parallel Job und Studium zu machen, und das, ohne mein Kind dabei zu kurz kommen zu lassen).
                          Letzten Herbst wurde es aber so schlimm, dass selbst drei verschiedene Antibiotika hintereinander und Cortison und all das nichts mehr gebracht haben. Alle Nebenhöhlen komplett zu, Ohren zu, ständig Postnasaldip, dadurch Husten und entzündete Mandeln. Und nichts half, jeder riet etwas anderes (Mandeln raus, Nebenhöhlen operieren, intravenöse Antibiose... --- nichts von alledem habe ich gemacht, da es sich nicht richtig angefühlt hat).
                          Ich war allein seit Anfang 2019 bstimmt 10 Mal bei meinem Zahnarzt mit unklaren Beschwerden im Oberkiefer (habe eigentlich relativ gute Zähne, das erste Loch in der Schwangerschaft, allerdings hatte ich vor laaanger Zeit mal nen Zahnunfall, bei dem mir der halbe Schneidezahn abgebrochen war, der ist also zur Hälfte falsch). Zahnarzt hat muter diagnostiziert, Zahnfleischprobleme, Knirschen, was weiß ich, aber geröngt hat er nie. Im Januar 2020 ging es dann gar nicht mehr mit dem ständigen Druck im Oberkiefer und ich bin wieder hin und habe eine Röntgenaufnahme verlangt. Und oh Wunder: Der abgebrochene Schneidezahn war fett Wurzelentzündet, also durfte ich die erste Wurzelbehandlung meines Lebens als Notfall erleben. Doch auch danach kam keine Ruhe rein, also wieder Antibiotika. Dann noch eins. Dann wurde der Zahnarzt mega frech und meinte, es könne gar nicht sein, dass das noch weh täte und ich würde mir das einbilden.... also Zahnarzt gewechselt und in die Zahnklinik gefahren. Dort wurde auf dem 3DRöntgen zwar sichtbar, dass im Kieferknochen irgendwelche Strukturen zu sehen sind, die da nicht hin gehören - aber richtig sicher ist bis heute nicht, was da los ist. Die Ärztin vermutet eine chronische Entzündung und wechselt seit 4 Monaten alle 4 Wochen das Medikament. Der Zahn ist dadurch auch ruhiger, allerdings weit entfernt von schmerzfrei.
                          Abgesehen vom Zahn (den ich zwischenzeitlich in meiner Verzweiflung schon einfach ziehen lassen wollte, das wollen die aber alle nicht machen) bleiben jedoch meine Probleme in den Nebenhöhlen und eigentlich den gesamten Atmenwegen und Ohren.
                          Seit etwa zwei Monaten behandle ich diese - zum Glück habe ich das durch Zufall gefunden! - wie viele von euch auch mit desinfizierenden Nasensprays. Angefangen habe ich mit Plasma Liquid (hab ne Werbung gesehen und probiere in meiner Verzweiflung einfach viel aus, weil ich endlich wieder fit sein, für mein Kind da sein will, den Job nicht riskieren auf Grund ständiger Fehlzeiten --- ihr kennt das ja bestimmt... Das ist allerdings schweineteuer (20€ für 20ml, und das reicht bei meiner Dosierung gerade mal ein paar Tage). Ich war unendlich froh, endlich was gefunden zu haben, was wenigstens ein bisschen hilft (der Schleim kommt dadurch raus, allerdings habe ich den Eindruck, dass nahezu unbegrenzt einfach neuer Schleim hergestellt wird in meinem Kopf...)
                          Ja, und weil das so teuer ist habe ich dann nach Alternativen gesucht, Veriforte gefunden und bin während dieser Suche über euer Forum gestolpert --- und kann es echt nicht fassen, wie cool, endlich Leute in meiner Situation, endlich Leute, die das verstehen!
                          Also hier meine Fragen an euch: Wie ist es bei euch weitergegangen, d.h., seid ihr jetzt beschwerdefrei? Mussten bei euch noch OPs am Kieferknochen gemacht werden? WIe lange hat es gedauert, bis es geheilt ist? Hattet ihr auch Schleim bis in den Hals und all das? Habt ihr "am Ende" nochmal eine Antibiose gemacht, um alles abzutöten?
                          Und wie schätzt ihr meine Situation ein? Irgendwelche Tipps, Erfahrungswerte oder so?
                          Morgen ist der nächste Medikamentwechsel am Zahn und nächste Woche noch ein Termin bei einem neuen HNO... Puh. Es kostet so unfassbar viel Kraft, da über Monate und Jahre dran zu bleiben.
                          Danke fürs lesen des langen Beitrags und ich freue mich auf eure Antworten und Ideen!
                          Vieleicht verwechsel ich da was aber hast du dich schon mal über eine NICO op bei einer chtonischen Kieferostitis informiert?

                          Kommentar


                          • #88
                            Mich gibt es noch, ich finde es toll dass dieser Thread nach wie vor so beliebt ist.

                            Mein Informationsstand ist noch ungefähr gleich: wenn dieses Problem - Tinnitus mit Nebenhöhlenentzündung und postnasalem Drip - heute bei mir neu auftreten würde, würde ich Microdacyn oder Veriforte als Nasenspray verwenden. Ich würde mittels Vitalitätsprüfung und 3D-Röntgen den Zahn ausfindig machen, dessen Wurzelspitze die Nebenhöhlen belastet. So einen Zahn würde ich definitiv sofort unter antibiotischer Abschirmung ziehen lassen, ohne Experimente mit Wurzelbehandlungen.
                            Ich würde außerdem sicherstellen, dass die Kiefergelenke in Ordnung sind (auf CMD checken lassen).

                            Es gibt nur eine Neuerung, die ich heute zusätzlich machen würde: ich würde zu einem Gastroenterologen gehen, und mich auf Histaminose und Vitaminmängel checken lassen. Auch eine Histaminintoleranz kann einen Tinnitus auslösen, und entzündliche Prozesse überall im Körper, auch in den Nebenhöhlen, befeuern. Wichtige Vitamingruppen sind in dem Zusammenhang Vitamin B, C (gegen Histamin) und D (für die Schleimhäute).

                            Bei mir selbst ist der Tinnitus nach wie vor um 90% reduziert, manchmal bekomme ich ihn noch ganz leicht für ein paar Stunden oder einen Tag. Aber er ist kein wirkliches Problem mehr.
                            Und da ich den Tinnitus nach mehreren schlimmen Jahren noch los geworden bin, ist für mich bewiesen dass das möglich ist.
                            Also, nur Mut und konsequent dagegen vorgehen. Herzliche Grüße!

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