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Deutliche Verbesserung durch Wurzelbehandlung

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  • #76
    Beidseitig und direkt aus den Ohren? Oder eher so im ganzen Kopf?

    Hmm.. ja in gewisser Weise stimmt das wohl. Bei mir hat der Tinnitus ja tageweise geschwankt. Und ich konnte es damals um ein oder zwei Tage "verschieben", indem ich kortisonhaltigen Nasenspray verwendet habe. Es ist aber nach der Verschiebung jedes Mal noch stärker zurückgekommen. Also wenn der Tinnitus durch eine bakterielle Infektion zustande kommt, würde ich selbst daher heute definitiv kein Kortison nehmen.

    Bei dir ist es aber offenbar keine Infektion, und so weit ich weiß wird nur das Immunsystem gedämpft, nicht die generelle Selbstheilung. Dann wäre Kortison vielleicht doch passend.

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    • #77
      Tinnitus in den Ohren und mittig im Kopf, da Stereo.

      Wenn das Immunsystem gedämpft wird, dann wird auch die Selbstheilung gedämpft.

      Kortison schliesst die Gefässe, die Durchblutung wird vermindert, bei jeder Heilung ist die Durchblutung mit guten Nährstoffen das A und das O.

      Kortison passt nicht, passt eigentlich fast nie. Mein Mann wäre beinahe gestorben, er wollte nicht auf mich hören.

      Eher noch Lidocain.


      Gruss von Maria

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      • #78
        Man merkt, dass dein Tinnitus sich sehr von meinem unterscheidet. Bei mir ist es ja mehr oder weniger vorbei, aber bei mir hat z.B. das Duschen sogar geholfen, und alles was die Durchblutung verringert (wie Kortisonspray, Otrivin, Kaffee u.ä.) hat den Tinnitus eher gedämpft. Die Schläfen zu reiben hat ihn für kurze Zeit fast zum Verschwinden gebracht, bei dir macht drücken auf den Kopf ihn lauter. Bei uns ist alles umgekehrt.

        Daran sieht man wieder dass es völlig verschiedene Krankheitsbilder und Ursachen gibt, die aber Ohrgeräusche als Gemeinsamkeit haben.
        Bei mir war es eine Zahnwurzelentzündung, bei dir ist es ein Tinnitus direkt vom Ohr. Ich hoffe, dass sich diese Unterschiedlichkeiten auch mal bei den HNO stärker herumsprechen. Schließlich erfordert das ja völlig unterschiedliche Behandlungskonzepte.

        Was das Lidocain betrifft, habe ich ebenfalls gehört, dass es beim Tinnitus helfen könnte.
        Zahnärzte verwenden es ja auch manchmal, und versuchen damit Entzündungen zu bekämpfen.
        Für die normale Betäubungsspritze wird heute Ultracain verwendet, aber nur Lidocain hat eine spezielle Eigenschaft, die direkt antientzündlich wirkt.

        Man könnte damit unter Umständen herausfinden, welcher Zahn der Auslöser eines Tinnitus ist, wenn man es oberhalb der verdächtigen Zahnwurzel spritzt. Ich habe das nie selbst versucht, aber es könnte dadurch eventuell einen dentogenen Tinnitus für eine Weile leiser machen, in dem es die Entzündung dort dämpft.
        Ob es aber bei deiner Symptomatik helfen könnte, weiß ich leider nicht.

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        • #79
          Hallo ThingKing,
          ich bin ganz fasziniert jemand gefunden zu haben der genau die gleichen Symptome hat wie ich. Vor ca. 3 Monaten hat es ganz plötzlich angefangen. Seither habe ich immer fast ganz regelmäßig einen Tag, an dem das Geräusch laut und unbeeinflussbar ist und dann 2 Tage, an denen es leiser oder völlig verschwunden ist. Das leise Geräusch kann ich oft zum Verschwinden bringen, zum Beispiel dadurch dass ich auf eine bestimmte Stelle am Hinterkopf drücke oder mich kurz hinlege. Natürlich habe ich schon alles hinter mir, Cortison, Durchblutungsmedikamente, Physiotherapie, Osteopath.... Ca. 3 Wochen vor dem Beginn fing es an, dass meine Nase ständig verstopft war, ohne Erkältung. Ich bin morgens mit einen völlig trockenen Mund aufgewacht. Aber eine Zusammenhang mit dem Tinnitus hab ich nie hergestellt. Du hast immer wieder Experimente mit Nasensprays gemacht. Was wäre deine aktuelle Empfehlung? (natürlich auf meine Verantwortung)
          Grüße, Karl-Friedrich

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          • #80
            Hallo Karl-Friedrich!

            Ich empfehle Dir nichts, da ich kein Arzt bin. Ich kann Dir aber sagen was ich mit meinem heutigen Wissensstand denken bzw. machen würde, wenn ich in Deiner Situation wäre.

            Ich würde mir möglichst bald einen wirklich guten Zahnarzt aussuchen, der gesprächsbereit ist und auf mich eingeht.

            1. Ich würde davon ausgehen, dass es eine Entzündung im Oberkiefer ist, wahrscheinlich von einem Zahn der an die Kieferhöhle angrenzt.
            Wäre es ein lebender Zahn, hätte man Schmerzen. In Frage kommen also wurzelbehandelte bzw. abgestorbene Zähne, am ehesten solche, die an der Wurzelspitze druckempfindlich sind.
            Gibt es keine wurzelbehandelten Zähne, würde ich vom Zahnarzt eine Vitalitätsprüfung aller scheinbar gesunden Zähne durchführen lassen. Ist einer still und heimlich abgestorben, habe ich den Übeltäter vielleicht schon gefunden. Dann würde ich den Zahn ohne Diskussionen ziehen lassen, und zwar unter Abschirmung mit Antibiotika. Die Alveole würde ich danach mit großer Sorgfalt desinfizieren lassen.
            2. Gleichzeitig würde ich einen Abstrich aller Zahntaschen durchführen lassen. Finden sich üble Parodontitis Bakterien, Mundhygiene mit Airflow und Ultraschall. Unbedingt unter Abschirmung mit Antibiotika.
            3. Ich würde meine Nase mit Veriforte oder Microdacyn aus einer Nasensprühflasche desinfizieren. Am Anfang würde ich es aber auf der Haut testen und mich vorsichtig herantasten, denn jeder Mensch ist anders. Es ist dafür nie offiziell getestet worden, und die Nase ist ein sehr empfindliches Organ.

            Ich wünsche Dir das Beste. Liebe Grüße!

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            • #81
              Hallo ThingKing,
              herzlichen Dank für deine ausführliche Antwort. Ich werde mit meinem Zahnarzt sprechen und Veriforte besorgen. Hoffentlich hilft's. Ich werde berichten.

              Herzliche Grüße, Karl-Friedrich

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              • #82

                EGHallo ThingKing,

                ich bin durch Zufall gestern auf deinen Beitrag gestoßen, hab mich direkt hier angemeldet und hocke gerade schon beim Zahnarzt


                Zusammengefasst:

                Allgemein:
                - Tinnitus mittig im Hinterkopf, mal auf auf beiden Ohren, mal eher links. Kann ich irgendwie nich lokalisieren.
                - Tinnitus mal schwächer, mal stärker. Passt fast mit dem Druckgefühl im Kiefer zusammen.
                - Sehr oft mal 2-3 Tage komplett fertig. Müde, Schlapp, extremes Krankheitsgefühl
                - Leberwerte dauerhaft leicht erhöht, Entzündungswerte öfter an der Grenze. (seit Jahren)

                HNO:
                - Oft Druck im linken Oberkiefer und Zähnen in Verbindung mit leicht belegtem Ohr.
                - Oft Probleme mit dem linken Ohr (verstopft, sehr viel Ohrenschmalz, Ausfluss, belegt, Nebenhöhlen ab und an entzündet)
                - Morgens öfter grünen Auswurf ohne Grund

                Physio/Osteo/Heilpraktik:
                - Verdacht auf Schleudertrauma durch Fahrgeschäft im Legoland, da alles extrem hart im HWS Bereich.
                - Physio bringt ab und an Verbesserung oder Veschlimmerung. Je nach Behandlung.
                - Kaumuskeln sind extrem hart.
                - Physio hatte auch schon den Verdacht auf einen Eiterherd.

                Zahnarzt:
                - Zähne wurden noch nie Wurzelbehandelt.
                - Röntgenbild unauffällig
                - unterer Weisheitszahn ist stark mit dem Kiefer verwachsen, der obere liegt sehr weit oben in der Kieferhöhle (?)
                - CT Befund steht aus

                Geschichte dazu:

                Ich hatte Anfang des Jahres eine extreme Entzündung der Nebenhöhlen und meines linken Gehörgangs. Er war wirklich komplett dicht. Da trat dieses „Fiepen“ erstmalig auf. Allerdings konnte der HNO damals durch absaugen des Ohrenschmalzes, welches direkt auf dem Trommelfell lag, Abhilfe schaffen. Parallel gab es Antibiotikum. Was nun letztendlich geholfen hatte, weiß ich nun nicht mehr so genau.

                Ich habe öfter, vor allem im Winter, ein belegtes oder verstopftes Ohr. Auch heute wieder ist es etwas belegt. Das Kiefer tut mir hier und da linksseitig weh.

                Nun...vor 4 Wochen waren wir im Legoland. Über Nacht habe ich das Fenster offen gelassen, da es so wahnsinnig heiß war. Es hat Nachts aber so extrem abgefrischt, dass ich nachts öfters mal gefroren hab. Diesmal hatte ich aber nicht sonderlich Ohrenprobleme oder sonstiges. War einfach extrem zermatscht. Dazu kam ein ganz tolles Fahrgeschäft, welches mich regelrecht in allen Richtungen durchgeschüttet hat. Einen Tag später ging dann dieses „Fiepen“ los. Nicht lokalisierbar, eher mittig im Hinterkopf.

                Da ich eh einen Termin beim Physio wegen meiner BWS hatte, habe ich ihm gesagt, dass ich so verspannt bin, dass meine Ohren piepsen. Er hat daraufhin die Nackenmuskeln und die HWS behandelt. Die nächsten Tage wurde das piepen immer extremer. Konnte nicht mehr schlafen, essen etc. War dann direkt beim HNO. Nicht mal nen Hörtest hatte er gemacht, sondern nur Prednisolon verschrieben, was nichts brachte. Das Zeug war krass. Panikattacken etc, gaben mir dann den Rest. Also zum Allgemeinarzt...nix. Wieder zum HNO. Hörtest, Trommelfellschwingung, Ohrendruck....alles bestens. Er meinte, es wäre kein klassischer Tinnitus und ich solle Richtung HWS und Kiefer schauen. Er könne nichts tun.

                Zwischendurch immer wieder Physio und Osteo. Mal mit Verschlimmerung, mal Verbesserung. Aber nie anhaltend. Kieferorthopäde hat bei der Untersuchung der Gelenke auch nichts festgestellt. Aber auch kein Röntgenbild wurde gemacht.

                Ich konnte eine Zeit lang den Tinnitus durch eine gewisse Kopfbewegung ausschalten oder zumindest verändern. Das geht nicht mehr.

                Meine Schmerzen bzw Druck um Kiefer und den Zähnen war jetzt ne Zeit weg und der Tinnitus wurde ab und an erträglicher oder sogar etwas leiser. Seit 2 Tagen dreht er aber wieder etwas auf und der Druck ist heute im Kiefer wieder enorm. Ich hoffe, dass jetzt beim röntgen was aufkommt. Ich bin mir fast sicher, dass ich da was drin habe.

                edit: So, das Röntgenbild war unauffällig. Er meinte aber, es könnte da n leichter Schatten sichtbar sein. Mit seinem Röntgen aber nicht so eindeutig sichtbar. Der Weisheitszahn liegt voll in der Kieferhöhle. Ich wurde nun an nen Chirurgen zur weiteren Abklärung überwiesen. Dieser hat mich ins CT geschickt. Befund bekommeich nächste Woche.




                was ich dich fragen wollte...hat sich dein Tinnitus bei Genuss von Alkohol, speziell Wein und Bier, verschlimmert? Wenn ich Wein trinke, ist es extrem.
                Zuletzt geändert von Cross213; 07.07.2019, 11:12.

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                • #83
                  Zitat von Cross213 Beitrag anzeigen
                  ....
                  Ich bin mir fast sicher, dass ich da was drin habe.

                  edit: So, das Röntgenbild war unauffällig. Er meinte aber, es könnte da n leichter Schatten sichtbar sein. Mit seinem Röntgen aber nicht so eindeutig sichtbar. Der Weisheitszahn liegt voll in der Kieferhöhle. Ich wurde nun an nen Chirurgen zur weiteren Abklärung überwiesen. Dieser hat mich ins CT geschickt. Befund bekommeich nächste Woche.
                  Hallo Cross,

                  Du warst hier eine Weile nicht mehr aktiv. Was ist denn bei dem CT rausgekommen? Hat sich Deine Symptomatik aufklären lassen?

                  Ein feedback wäre schön!

                  Liebe Grüße

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                  • #84
                    Zitat von Manfred_MM Beitrag anzeigen

                    Hallo Cross,

                    Du warst hier eine Weile nicht mehr aktiv. Was ist denn bei dem CT rausgekommen? Hat sich Deine Symptomatik aufklären lassen?

                    Ein feedback wäre schön!

                    Liebe Grüße
                    Hallo Manfred,

                    natürlich kam bei den ganzen Untersuchungen nichts heraus^^ alles bestens. Die Schmerzen kamen tatsächlich von Verspannungen im Kieferbereich. Physio hat das etwas entspannt. Ich mache mittlerweile Sport und baue meine Muskulatur im Rückenbereich auf. Ich habe gemerkt, dass der Tinni lauter wird, wenn ich Probleme mit der BWS bekomme. Er stört mich nicht mehr und ist daher sehr in den Hintergrund gerückt. Ab und an kommt er wieder durch, aber ich weiß, dass er wieder geht. Im Endeffekt ist es die Einstellung dazu, wie wir ihn wahrnehmen. Ich habe aufgehört, nach der Ursache zu suchen und ständig zum Arzt zu laufen. Seither geht es bergauf. Die unglaubwürdigen und kaum vorstellbaren Ratschläge a lá "Hör nicht hin" oder "Ignorier ihn" sind tatsächlich der Schlüssel zum Erfolg. Hinzu natürlich etwas finden, was einem gut tut. Bei mir ist es komischerweise der Sport. Evtl. weil er die Muskeln entspannt. Ich weiß es nicht.

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