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  • #31
    Mit dem Tinnitus komme ich halbwegs klar, jedoch habe ich mehrere andere Erkrankungen, die mich ähnlich stark nerven. Ich leide auch seit ein paar Jahren an therapieresistenten Depressionen (leider mit Anhedonie) und bin mittlerweile beim 14. Medikament angelangt. Kein einziges davon hat mir dabei geholfen meine Beschwerden besser ignorieren zu können. Deswegen überlege ich in letzter Zeit, ob ich mal Benzodiazepine ausprobieren will. Vielleicht wären die etwas für dich, denn diese Mittel sollen bei Angst- und Panikzuständen sehr effektiv sein. Leider können sie abhängig machen, weswegen man sorgsam damit umgehen sollte. Auch eine Antikonvulsive (z. B. Pregabalin) haben einen angstlösenden Effekt.
    Zuletzt geändert von Der Gepeinigte; 15.04.2016, 17:35.

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    • #32
      Also ich kann dir von Benzos nur abraten; benutze sie nur im äußersten Notfall.
      Am Anfang tun die tatsächlich was sie sollen, aber bereits nach wenigen Anwendungen ist es wie bei allen Drogen.
      Man sehnt sich nur noch nach dem ersten Kick, den man so aber nie wieder erleben wird. Und man gewöhnt sich wirklich extrem schnell an das Zeug...

      Ich nehme ja bereits seit Jahren Citalopram 40mg (also Höchstdosis) / d, nur kamen bei mir jetzt erschwerend wieder massive Angstzustände hinzu.

      2011 habe ich schonmal mit ziemlichem Erfolg Venlafaxin 75mg/d (einen Serotonin- und Noradrenalinwiederaufnahmehemmer) genommen; die Angstzustände waren weg und es ging mir eine ganze Weile recht gut, bis ich irgendwann total getrieben und unruhig wurde. Dann sind wir wieder auf das Citalopram gewechselt mit dem ich halt eigentlich immer gut ausgekommen bin.

      2013 war ich dann in der Klinik und habe dort auch wieder Venlafaxin (alias Trevilor) bekommen und ab dem Zeitpunkt hatte ich dann das Gefühl, dass es mein hohes Rauschen lauter und durchdringender gemacht hat.

      Das selbe Gefühl habe ich jetzt wieder; nehme es seit drei Tagen versuchsweise.
      Die Angstzustände sind zwar besser, aber das Rauschen kommt mir deutlich lauter vor, was dann natürlich wieder die Depressionen verstärkt... Ein Teufelskreis...

      Jetzt überleg ich ob es nicht besser wäre wieder auf die alten Medikamente umzusteigen.
      Bin mir so unsicher...
      Zuletzt geändert von DanielK; 18.04.2016, 15:41.
      Bei mir piept´s... Und summt... Und rauscht... Und brummt... Und pfeifen tut´s erst recht.
      Und darum gehts mir schlecht!

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      • #33
        Letzten Mittwoch, den 03.05.2017, bin ich morgens mit einem watteartigen, tauben Gefühl und einer (gefühlten) deutlichen Hörminderung im rechten Ohr aufgewacht. Alles symptomatisch für einen Hörsturz.

        Bin daraufhin gleich zum HNO in die Akutsprechstunde. Der Hörtest ergab jedoch erstaunlicherweise kein Anzeichen für eine Hörminderung. In den insgesamt 2,5h im Wartezimmer ist das watteartige Gefühl - kurz bevor ich zum Doc rein bin - fast schlagartig verschwunden, wurde jedoch von einer Vielzahl lauter Pfeiftöne abgelöst, die klangen, als würde jemand mehrere nicht zusammenpassende Pfeifen einer Orgel gleichzeitig spielen.

        Bin dann nach Hause und hab mir ne Lorazepam und ein paar Promethazin reingezogen und erstmal bis zum nächsten Tag durchgeschlafen. Ähnlich dem Tag darauf.

        Die lauten Pfeiftöne vom Tag 1. sind zum Glück verschwunden; ich habe seit dem nur noch ein sehr leises Restpfeifen rechts.
        Seitdem ist jedoch meine Psyche wieder komplett abgeknickt, was ich insbesondere daran merke, dass
        - meine Alt-TTs wieder massiv hochgefahren haben (ich höre sie jetzt auch tagsüber auf der Arbeit, etc.)
        - seit ein paar Tagen ein paar neue pulsierende Pfeiftöne (so als würde jemand in eine Stiftkuppe oder so pusten) dazugekommen sind, die irgendwie jegliche Umgebungsgeräusche zu durchdringen scheinen und die sind eigentlich das Schlimmste, weil ich da komplett drauf fixiert bin und es einfach nicht schaffe mich abzulenken...

        Ich hasse mein Leben...
        Bei mir piept´s... Und summt... Und rauscht... Und brummt... Und pfeifen tut´s erst recht.
        Und darum gehts mir schlecht!

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        • #34
          Hallo Daniel,

          ähnlich ist es mir letztes Jahr ergangen, bei mir war es allerdings ein wirklich Hörsturz auf dem "besseren" rechten Ohr, auch hier blieb eine leichte Hörminderung zurück, es ist nun das "schlechtere" Ohr. Rückblickend kann ich Dir sagen, dass dem sich steigernde psychische Belastungen voraus gingen, ich mich eben auch immer mehr reinsteigerte in das Ganze, eine Spirale.... Dem Hörsturz voraus gegangen waren heftige nächtliche Pfeifattacken, von denen ich nachts oder in den frühen Morgenstunden wach wurde, so war es auch am "Hörsturz-Tag". Ich habe über 1/2 Jahr gebraucht, um da wieder raus zu kommen. Ich hatte mehrfach täglich diese "kleinen Hörstürze" mit Hörminderung über Stunden, die sich dann wieder regenerierte, ständig schlimme Pfeifattacken über Stunden, wo ich immer Panik hatte, das würde so bleiben... Ich habe mich dann in eine psychitrische Tagesklinik für 10 Wochen begeben, danach ambulante Therapie. In meinem Leben war in der Zeit vor diesem "Zusammenbruch" aber auch viel Belastendes passiert, das Fass zum Überlaufen brachte im Januar der Tod meines 15-jährigen Seelenkaters. - Ich rate Dir ebenfalls, Dich in psychotherapeutische Behandlung zu begeben. Ansonsten halfen mir Traumreisen, Muskelentspannung nach Jacobson und Autogenes Training.

          Alles Liebe für Dich,
          Hildchen
          Ein Tag ohne Lächeln ist ein verlorener Tag.

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          • #35
            Das deckt sich fast genau mit meinen Erlebnissen.

            Das Problem ist nur: Ich bin schon dauerhaft in psychiatrischer und psychotherapeutischer Behandlung...
            Bei mir piept´s... Und summt... Und rauscht... Und brummt... Und pfeifen tut´s erst recht.
            Und darum gehts mir schlecht!

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            • #36
              Hmmm, Therapeuten wechseln, so kommst Du nicht weiter. Selbst etwas ändern, nur in Therapie gehen und nichts im Leben "draußen" ändern funktioniert nicht. Es ist meistens ein Zeichen, dass etwas im Leben schief läuft, aber man/Du kannst alles ändern! Viel Glück!!!!
              Ein Tag ohne Lächeln ist ein verlorener Tag.

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