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Meine kleine Geschichte. Vorsicht Positiv :)

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  • Meine kleine Geschichte. Vorsicht Positiv :)

    Hallo und Servus,
    ich lese immer wieder mal in diesem Forum mit, ohne mich bis jetzt aktiv zu beteiligen. Da viele Menschen, die Probleme mit Ihren Tinnitus haben, solche Foren durchstöbern, will ich euch mal meine Geschichte erzählen.

    Mein Tinni begann an einem Freitag. Und zwar in der Mittagspause. Ich arbeite selbständig in der „Kreativbranche“. Also Webdesign, Softwareentwicklung usw. Ich saß also vor meinem Display und auf einmal machte es in meinem linken Ohr „bing“. Nun das kennt jeder, das hält in der Regel ein paar Minuten an und ist dann wieder vorbei. Naja, wie Ihr euch bestimmt vorstellen könnt, hielt es mehr als ein paar Minuten, jetzt sind es schon 16 Jahre.

    Wie fast alle bin ich am Montag zum HNO. Dort Infusionen (keine Wirkung) und Ginko verschrieben bekommen. Half auch nix. Ich habe dann in der Folgezeit alles Mögliche probiert. Hyperbare Sauerstofftherapie, Fußreflexzonen Massage, Akkupunktur usw. Mein Geldbeutel wurde leichter, mein Tinnitus nicht.

    So vergingen die Monate und irgendwann wurde ich der Behandlungen überdrüssig. Und was soll ich euch sagen, nach einer Weile ging es tatsächlich ein wenig aufwärts. Zuerst begann sich mein Schlaf zu verbessern. Ich habe zwar das Pfeifen im Ohr wahrgenommen, konnte aber trotzdem einschlafen. Das war schon eine große Erleichterung. Wieder eine Weile später hatte ich auch tagsüber Phasen, wo ich den TT nicht gehört habe. Versteht mich nicht falsch, er oder sie waren nicht weg, ich habe es nur nicht mehr gehört.

    Ich kann mich auch noch gut an meinem ersten TT freien Tag erinnern. Naja fast TT frei. Ich bin von einem Auftrag nach Hause gefahren. Das waren so 300 km. Mitten unter der Fahrt ist mir aufgefallen, dass ich den ganzen Tag nichts von meinem TT wahrgenommen hatte. Natürlich kam er in diesem Augenblick in den Vordergrund. Ich habe aber zu mir gesagt „NEIN. Das ist mein Tag. Heute nicht!“.

    Das hat geholfen. Von da an ging es aufwärts. Ich habe mich immer weniger mit meinen kleinen Mann im Ohr beschäftigt. Nach einer Weile war alles wie vorher. Ich war auf Konzerten (Metall), machte mir keine weiteren Gedanken und habe mich mit meinen TT ausgesöhnt.

    In den folgenden Jahren gab es auch immer wieder schlechte Zeiten. Allerding nie besonders lange. Mal eine Woche, mal ein Monat. Jedenfalls immer dann, wenn ich mehr Stress hatte und damit lange vor dem Computer saß.

    Das zieht sich jetzt seit langen 16 Jahren wie ein roter Faden durch mein Leben. Von den 16 Jahren war ich in Summe bestimmt 14 Jahre ohne Beschwerden (obwohl der TT nie vergangen ist). Von den 2 Jahren mit Beschwerden war die Anfangszeit die schlimmste. Die hat bei mir bestimmt ein Jahr gedauert.

    Was ich euch damit sagen möchte:
    Solange Ihr eurem TT eine große Bühne gebt, indem Ihr immer wieder von Arzt zu Arzt rennt, füttert Ihr den mit euren Emotionen. Der fühlt sich dann wohl und ziept munter weiter. Erst wenn Ihr zu euch selber sagt „OK, der ist halt nun eingezogen und so schnell krieg ich den nicht mehr raus“ kann das der Beginn einer „Zweckfreundschaft“ werden. Ein TT kann euch auch helfen indem er euch darauf hinweist, wenn es mal wieder zu viel wird. Bei mir war das bis jetzt immer so.
    Ich spreche übrigen aus aktueller Erfahrung. Ich habe es (mal wieder) in den letzten Monaten übertrieben. Zu viele Projekte, Arbeit bis in die Nacht. Am WE zusätzlich aufgedreht. Medikamente. Resultat seit einer Woche, „Er spricht mit mir“. Nicht schön, aber eine eindeutige Warnung.

    Fazit: Auch wenn es am Anfang schwer ist. Versucht nicht immer an den TT zu denken und liefert ihn damit die große Bühne, die er gerne annimmt. Ich persönlich halte auch nichts von Noisern (Achtung, nur meine persönliche Meinung), da diese mich permanent an den TT erinnern. Wenn schon, dann lasst das Radio laufen.

    Was mir immer gut getan hat:
    - Musik hören (ohne Kopfhörer)
    - Wärme (Kirschkernkissen im Genick oder Sauna, heiße Dusche)
    - Fahrradfahren und / oder Joggen (Der Gegenwind überdeckt auf natürliche Weise den TT)

    Zu meinem Tinnitus:
    Linkes Ohr immer, rechts nur manchmal. Hochfrequent, eher zischen. In der Regel ein Ton, manchmal aber auch mehr. Ich kann die Lautstärke durch Kopfdrehen und verschiedene Druckpunkte im Genick und am Ohr verändern (leider nur lauter ), was auf eine Beteiligung der HWS schließen lässt.

    Gruß Tarja



  • #2
    Hier kann ich nur beipflichten! Mir geht es genauso. Das bei mir auftretende urplötzliche laute Rasseln im linken Ohr machte mich nervös und ängstlich. Leider konnte der HNO hier auch nicht helfen. Die wieder empfohlene Behandlungsmöglichkeit hab ich abgelehnt, da ich diese ja schon Jahre zuvor ohne Wirkung über mich ergehen habe lassen. Inzwischen habe ich mein Rasselgeräusch beseitigt. Vermutlich nur durch meinen Schnupfen ausgelöst. Auch hierzu konnte der HNO nichts sagen??? Wie schon erwähnt konnte ich durch Rotlicht und Tebonin das Rasseln beseitigen. Ich werde mich hier wieder von der Gruppe verabschieden, da mir niemand zu meinem erneuten "Rasselgeräusch" was mitteilen konnte. Selbsthilfe ist hier angesagt!!!

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    • #3
      Bei mir ist es ähnlich nach zwei Monaten. Ja keinen Stress. Sonst beginnen sich die beschwerden an zu verstärken.

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