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Meine traurige Geschichte...(Lärmtrauma, Tinitus)

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  • Meine traurige Geschichte...(Lärmtrauma, Tinitus)

    Ich möchte euch mal meine Erfahrung mit dem Tinitus teilen und bitte euch auf alle Fälle wenn ihr kürzlich ein Knalltrauma oder sonst was erlebt habt mehrere Ärzte Meinungen einzuholen:


    Vor 2 1/2 Monaten hatte ich ein Knalltrauma in meinem Betrieb. Ich bin als Sounddesigner tätig und habe beim entrauschen eines Signals das volle Programm über den Kopfhörer auf die Ohren bekommen. Ich schmies aus Panik den Kopfhörer gegen die Wand hatte aber sonst keine Schmerzen und eigenartiger weise hörte ich in dem Moment noch ganz normal.


    Am nächsten Tag als ich dann aufstand merkte ich das etwas nicht stimmte weil ich alles recht durcheinander hörte und sehr wenig vom Tifton Bereich hatte. Ich wusste sofort das es nur mit dem Unfall zu tun haben könnte und suchte im Internet nach einen HNO Spezialisten. In dem Moment viel mir es nicht ein und das bedauere ich sehr direkt ins Krankenhaus zu fahren . Den bis ich den Spezialisten gefunden hatte vergingen schon 3 Tage.


    Als ich dann bei diesem Spezialist war hatte ich gleich vertrauen. Ein knapp 80 jähriger Arzt der der wohl bis zu seinem 67 jährigem bei der Medizinischen Hochschule Hannover gearbeitet hatte. Angeblich musste man wohl zu der Zeit mit 67 seine Lizens abgeben und als dann das Gesetz geändert wurde hatte er sie noch einmal beantragt aber nicht mehr bekommen. Also praktizierte er nur noch für Selbst und Privatpatienten.


    Beim im ersten Termin stand seine Diagnose fest: Knalltrauma. Ich fragte ihn was man den machen könnte und er erklärte mir alle verfahren von Infussion angefangen bis zur Injektion direkt ins Mittelohr. Er würde aber gerne 2 Wochen abwarten wollen da sich das Ohr wohl erst einmal sehr regulieren würde. Da das Vertrauen zu diesem Arzt recht groß war dachte ich mir das er schon wissen wird was er tut. Zumal ich ihn ja auch gesagt hatte in welchem Bereich ich tätig bin und meine Existens damit zusammenhängen würde. Ich fragte ihn ob ich den Betruhe bräuchte und dieser meinte „absolut nicht“ und ich könnte und dürfte sogar leise bei mir im Betrieb arbeiten. Er verschrieb mir Ginko Tabletten - weiter nichts. Keine Infusion und auch keine Cortison Tabletten.


    Als ich dann zuhause war dachte ich mir das Ruhe nicht schaden könnte und blieb die erste Woche zuhause und nutzte die Zeit mich mit dem Thema Knalltrauma zu befassen. Ich las überall das eine Heilung meist nur in den ersten 6 Wochen möglich sei und das man so schnell wie möglich reagieren sollte. Alleine bei diesem Punkt entwickelte sich bei mir extrem Stress. In der zweiten Woche ging ich zu mir ins Studio und schaute ganz leise was ich den noch gut hören könnte und wo es einen Einbruch gab. Ich merkte schnell das tatsächlich der Tieftonbereich zwischen 0-240 hz betroffen und die Höhen extrem durcheinander waren.


    Als dann nach zwei Wochen endlich der Termin war sagte ich dem Arzt immer wieder das ich auf jeden Fall im Tiefton Bereich Probleme hätte. Dieser meinte das er das selten erlebt hätte das die tiefen Töne nicht wiederkommen würden. Ich wurde wieder optimistisch da ja die Behandlung anfangen würde und diese wieder kommen wurden da der klang ja sowieso ein heller klang war und in diesem Bereich keinen Schaden angerichtet haben könnte. Als ich ihm sagte das ich die erste Woche Bettruhe eingegangen bin und nur noch mit ohrenstöpsel herumlaufe meinte er das er mir das doch gar nicht verordnet hätte und ich ruhig arbeiten könnte. Ohrenstöpsel bräuchte ich wohl auch nicht unbedingt.


    Nach einem erneuten Hörtest sagte er das sich das Gehör ja verbessert hatte - ich sagte ihm aber das ich das überhaupt nicht so sehe und bei mir alles durcheinander wäre. Er fragte mich dann „ja was machen wir den nun?“ Da ich mich ja mittlerweile schlau gemacht hatte fragte ich ihn ob man nicht mit der Kortison Injektion anfangen könnte. Er meinte dann nur trocken „ja das könnten wir machen“.


    Ich muss euch wirklich sagen auch wenn ihr von Kortison nichts hält oder Angst davor habt. Tut es bitte! Es ist nicht schlimm. Er setzte erst eine Betäubungsflüssigkeit ins Ohr. Und saugte es dann nach ungefähr 20 Minuten wieder raus. Er meinte einmal man müsse alles absaugen weil von der Flüssigkeit nichts ins Ohr kommen dürfe und es für das Ohr nicht gut wäre. Danach setzte er die spritzte. Dies empfand ich nicht schlimm. Es wird einem nur kurz schwindelig und man hört auf dem Ohr erst einmal so gut wie gar nichts. Das zweite Ohr wollte er aber nicht gleich danach behandeln und meinte, das man dies früher wohl so gemacht hatte und falls man einen Fehler begannen hatte, beide Ohren taub wären. Daher wurde bei ihm an einem Tag nur ein Ohr behandelt. Nach zwei Tagen ging ich dann wieder zu der Praxis und dann kam das zweite Ohr dran. Also quasi jede Woche zwei spritzen.


    Ich merkte sofort das es sehr gut tat. Der höhenbereich erholte sich drastisch auch wenn das linke Ohr auf alle Fälle besser war.


    Laut seinen Messungen sah man von der Kurve her das beide Ohren ziemlich gleich waren aber ich meinte immer wieder das a der Tiefton Bereich so gut wie gar nicht vorhanden wäre und das rechte Ohr mehr Probleme hätte. Als ich ihm dann meine Angst erklärte das ich sonst nicht mehr arbeiten könne sagte er nur „oder suchen Sie nur einen Grund nicht mehr arbeiten zu können“. Dies schockierte mich. Ich sagte ihm das ich seit meinem 9 Lebensjahr mit dem Klavier angefangen hätte und ich diesen Job seit über 25 Jahren nur aus Leidenschaft machen würde. Da ich meinen Job aus Leidenschaft machen würde wäre ich zum Glück auch sehr erfolgreich und könne mein Geld damit verdienen. Es tat mir weh das er es so darstellen wollte das ich irgendwie auf Berufsunfähigkeit hoffen würde.


    Na ja nach 4 Wochen war dann die vierte Runde der spritzen dran und meinte danach das er für nicht nichts mehr weiter machen könne und das ich mich damit abfinden müsste. Ich war schockiert da ich zu ihm meinte das das mit dem Kortison sehr viel bringen und daher es gerne weitermachen würde. Er meinte aber das ich durch meinen Job sehr empfindlich sein würde und meine sprachverständlichkeit gegeben wäre. Ich wollte es einfach nicht fassen und dachte mir nur wo ich den gelandet sei. Da würde mir bewusst das ich wohn den schlechtesten HNO Arzt auf diesem Planeten gefunden hatte.


    Also verließ ich enttäuscht die Praxis. Arbeiten konnte ich so auch nicht und dachte mir das ich am besten einen Termin bei der Medizinischen Hochschule Hannover machen sollte. Also bekam ich sofort einen Termin und erschien dort. Da ich als Privatpatient aufgenommen wurde schlug man mir vor zu dem Facharzt noch mich von einem Oberarzt beraten zu lassen. Wieder wurde erst ein Hörtest gemacht und danach kam erst der Facharzt zu mir. Diesem erzählte ich dann wie bisher vorgegangen wurde. Er bekam recht große Augen und sagte zu mir das schon viel Zeit vergangen wäre. Er checkte noch einmal alles bei mir. Dann kam der Oberarzt rein und der Facharzt erzählte ihm meine gesamte Story. Beide schauten sich erstaunt an. Der Oberarzt hatte dann nur noch die Aufgabe mir mitzuteilen das ich wohl nun damit leben müsste. Als ich ihn fragte ob Infussionen oder ähnliches noch drin wären meinte dieser das dies keinen Sinn mehr machen würde. Ich sagte ihnen das nun seit 2 Wochen auch mein Tinitus auf beiden Ohren angefangen hätte. Sie verschrieben mir 50 mg Kortison Tabletten wo ich jeden Tag etwas weniger davon einnehmen sollte.



    Also blieb ich weitere 2 Wochen zuhause und nahm immer die Ginko Tabletten drei mal am Tag ein und dazu noch die Kortison Tabletten. Alles blieb gleich - nur merkte ich das gaaaanz langsam auch der Tiefton Bereich besser wurde.


    Plötzlich dann hatte ich einen Rückfall. Eines Tages wachte ich dann auf und merkte das alles was draußen passiere ich sehr Tiefton sensibel aufnahm. Ich dachte was den jetzt los sei. Die subbässe die ich normalerweise nicht hören konnte nahm ich über die Ferne x 40 wahr. Ich bekam immer wieder einen Schreck und lief quasi von den Geräuschen weg. Manchmal dachte ich das es ein Erdbeben gab. Da ich die ganze Zeit mit ohrenstöpsel herumgelaufen bin - ob zuhause oder draußen dachte ich mir das ich vielleicht eine Überempfindlichkeit im unteren Bereich bekommen habe. Den die Ohrstöpsel hatten einen Filter wo der Tiefton Bereich extrem abgeschirmt waren und der Hochton Bereich um sich verständigen zu können noch etwas durchkam. Ich dachte mir das es vielleicht besser werden würde. Ist es leider bis heute nicht..



    Also schaute ich im Internet nach einem anderen HNO Arzt da ich weder zu meinem ersten Arzt noch zu der MHH noch vertrauen hatte. Ich hatte mittlerweile im Internet gelesen das 50 mg Kortison eher ein Witz waren und frag mich warum sie mir nicht eine größere Dosis gegeben hatten. Ich fand einen weiteren HNO Arzt wo ich dann einen Termin bekam. Dieser war der erste Arzt der sehr einfühlsam war und meinte das er mir die Infussion geben könne aber ich lieber in den Urlaub fahren sollte. Ich dachte mir das das doch nicht wahr sein kann das ich jedem sage das ich Tinitus im akuten Bereich habe und keiner wollte was dagegen tun. Ich fragte ihn was er den zu der gesamten Behandlung sagen würde und dieser meinte dann zu mir „Wissen Sie ein Knalltrauma vergleiche ich mit einem Herzinfarkt. Das der Arzt Ihnen nichts verschrieben hat und dann noch meinte das Sie zur Arbeit gehen können ist so das wenn ich einem Patienten der einen Herzinfarkt bekomme hat sage gehen Sie zum See und joggen Sie nochmal 3 runden“. In dem Moment war ich sprachlos und wusste das ich einfach falsch behandelt wurde. Er sagte mir das je früher man mit der Behandlung anfangen würde man mit weniger Schäden rechnen könne. Ich war sehr traurig und ging wieder heim. Er meinte noch beim weggehen das sich das mit der Zeit noch bessern würde.


    Seitdem lebe ich mit einem Tinitus auf beiden Ohren wo es mal sehr leise ist aber manchmal auch sehr laut. Nehme weiterhin dreimal 120 mg Ginko dreimal am Tag ein. Kann nicht mehr arbeiten und weiß nicht wie es damit weitergehen wird. Ich werde sicherlich am Anfang noch versuchen eine Lösung zu finden wie ich trotzdem noch meine Arbeit machen kann aber falls nicht müsste ich den Laden nach Jahren schließen.



    Der Gedanke das wenn ich doch von Anfang an ins Krankenhaus gegangen wäre ich besser aufgehoben gewesen wäre macht mich krank. Ich gebe zu ich hatte auch schon Suizid Gedanken gehabt aber meine Frau gibt mir immer wieder die Kraft und sagt immer wieder „du hast für so viele Dinge Lösungen gefunden - dazu wird dir bestimmt auch noch was einfallen“. So einfach ist das aber leider nicht.



    Im Moment rauscht es bei mir im Ohr rechts und links habe ich ein klingeln. Ich weiß das das
    Rauschen darauf deutet das ich im Tiefton Bereich Probleme habe und mir eventuell sagt das die Härchen die dafür verantwortlich sind abgestorben sind. Aber warum habe ich das Rauschen dann nicht auch auf dem linken Ohr. Es macht mich regelrecht verrückt und wenigstens ist der Tinitus im Moment so das ich abends schon einschlafen kann. Ich hoffe so sehr das mein Tiefton Bereich wieder kommt. Es sind nun 2 1/2 Monate vergangen. Ich weiß nicht ob man überhaupt noch Hoffnung haben kann oder nicht. Weil überall steht das nach 6 Wochen alles vorbei ist. Mit der c5 senke auf beiden Ohren und dem 6 khz Bereich Fehler auf dem rechtem Ohr (was beim MHH Hörtest rauskam) könnte ich noch ne Lösung finden. Aber wenn der Tiefton Bereich so bleibt sieht es schlecht für mich aus.


    Tut mir einen Gefallen - falls ihr gerade ein Trauma frisch bekommen habt...holt euch bitte bitte mehrere Meinungen ein. Ich bereue es so sehr das ich nicht gleich von Anfang an mehrere Ärzte zu Ihrer Meinung gefragt habe und dem ersten gleich vertraute.


    Sorry für meine Rechtschreibfehler...

    Liebe Grüße

    Murti
    Zuletzt geändert von Murti74; 02.06.2019, 20:09.

  • #2
    Hallo Murti
    Denke daran, wir haben hier fast alle eine traurige Geschichte, nicht nur, dass wir einen Ohrenschaden haben, nein, auch die HNO-Ärzte gehen auf die Nerven. Das du auf einen schlechten triffst, ist höchstwahrscheinlich.

    Die HNO's haben den Hang ein schlimmes Leiden, wo sie nichts tun können, einfach im Wasser zu versenken. Die Patienen sind in grosser Not, den Ärzten fehlt die Empathe. Viele möchten ihr Leben beenden, werden mit dieser Diagnose alleine gelassen.

    Was meinst du, wie viele Dezibel waren das auf deine Ohren? Mehr als 120 Dezibel?

    Die Cortison-Therapie hat bei einem Lärmtrauma keine Evidenz, das hilft dir vielleicht, die Sache besser zu verarbeiten. Die meisten hier schreiben, dass es nur vorübergehend geholfen hat. Du kannst die Zeit nicht zurück drehen, aber du kannst hoffen, dass es sich noch bessert.

    Das mit den 6 Wochen ist nur Angstmache, das Ohr braucht viel länger um sich zu erholen:
    https://www.tinnitus.de/forum/tinnit...-realit%C3%A4t

    Unterstütze doch deine Ohren noch mit guten Nährstoffen:
    https://www.tinnitus.de/forum/tinnit...he-supplements

    Die subbässe die ich normalerweise nicht hören konnte nahm ich über die Ferne x 40 wahr.
    Das ist bei mir auch so, ich kann zwar die Hertz nicht angeben, aber ich höre die Klein-Passagier-Flugzeuge plötzlich starten, zuerst dachte ich, was ist denn das für ein Lärm, schaute nach oben, bis ich dann in 5 Kilometer Entfernung sah, dass das die kleinen Flugzeuge sind. Ein Arzt sagte mir, dass dieses bessere Hören auch unter Hyperakusis läuft, also man ist nicht nur schall-empfindlich, sondern hört gewisse Frequenzen auch besser. Ob das stimmt, weiss ich nicht?

    Es sind einfach Phänomene, um die die HNO's lieber einen Bogen machen.

    Dein dritter HNO ist ein Goldschatz, der erkennt das Leiden, aber er kann dir auch nicht weiterhelfen, denn es gibt keine Therapie.

    Da du im Beruf auf ein gutes Gehör angewiesen bist, ist das alles um so schlimmer.

    Ich hoffe, für dich, dass du Besserung erlebst. Versuche den Stress zu reduzieren, zähle nicht die Wochen, gib dir ein Jahr Zeit.


    Gruss von Maria







    Zuletzt geändert von Maria V.; 02.06.2019, 20:49.

    Kommentar


    • #3
      Zitat von Maria V. Beitrag anzeigen
      Hallo Murti
      Denke daran, wir haben hier fast alle eine traurige Geschichte, nicht nur, dass wir einen Ohrenschaden haben, nein, auch die HNO-Ärzte gehen auf die Nerven. Das du auf einen schlechten triffst, ist höchstwahrscheinlich.

      Die HNO's haben den Hang ein schlimmes Leiden, wo sie nichts tun können, einfach im Wasser zu versenken. Die Patienen sind in grosser Not, den Ärzten fehlt die Empathe. Viele möchten ihr Leben beenden, werden mit dieser Diagnose alleine gelassen.

      Was meinst du, wie viele Dezibel waren das auf deine Ohren? Mehr als 120 Dezibel?

      Die Cortison-Therapie hat bei einem Lärmtrauma keine Evidenz, das hilft dir vielleicht, die Sache besser zu verarbeiten. Die meisten hier schreiben, dass es nur vorübergehend geholfen hat. Du kannst die Zeit nicht zurück drehen, aber du kannst hoffen, dass es sich noch bessert.

      Das mit den 6 Wochen ist nur Angstmache, das Ohr braucht viel länger um sich zu erholen:
      https://www.tinnitus.de/forum/tinnit...-realit%C3%A4t

      Unterstütze doch deine Ohren noch mit guten Nährstoffen:
      https://www.tinnitus.de/forum/tinnit...he-supplements



      Das ist bei mir auch so, ich kann zwar die Hertz nicht angeben, aber ich höre die Klein-Passagier-Flugzeuge plötzlich starten, zuerst dachte ich, was ist denn das für ein Lärm, schaute nach oben, bis ich dann in 5 Kilometer Entfernung sah, dass das die kleinen Flugzeuge sind. Ein Arzt sagte mir, dass dieses bessere Hören auch unter Hyperakusis läuft, also man ist nicht nur schall-empfindlich, sondern hört gewisse Frequenzen auch besser. Ob das stimmt, weiss ich nicht?

      Es sind einfach Phänomene, um die die HNO's lieber einen Bogen machen.

      Dein dritter HNO ist ein Goldschatz, der erkennt das Leiden, aber er kann dir auch nicht weiterhelfen, denn es gibt keine Therapie.

      Da du im Beruf auf ein gutes Gehör angewiesen bist, ist das alles um so schlimmer.

      Ich hoffe, für dich, dass du Besserung erlebst. Versuche den Stress zu reduzieren, zähle nicht die Wochen, gib dir ein Jahr Zeit.


      Gruss von Maria






      Hallo Maria,

      das waren bestimmt so in den dreh 120 dB. Sorry oben im Titel steht Lärmtrauma (konnte ich nicht mehr ändern) aber die Diagnose war Knalltrauma gewesen.
      Ich war wirklich schockiert wie unsensibel ein Arzt nur sein kann. Vor allem kränkte es mich das er mir quasi durch die Blume sagen wollte das ich ja vielleicht wollen würde nicht mehr zu arbeiten (obwohl man sich ja wohl denken kann das das als Sounddesigner mit den Ohren schwierig sein wird). Der letzte Arzt konnte mir zwar nicht mehr helfen aber es macht mich selbst sauer das ich nicht von Anfang an an so einen Arzt geraten bin. Der er meinte ja das er mich sofort mit Infussionen und mit der Kortison Injektion versorgt hätte. Na ja du hast recht ...was passiert ist kann man nicht mehr rückgängig machen.

      Das mit den Flugzeugen ist bei mir genauso. Hören tue ich den Ton aus der Nähe nicht - aber aus der Ferne wie sonst was. Heist ja aber auch das die Härchen noch „leben“ müssen wenn man sie noch hören kann.
      Ich mache mich halt mit der Thematik total verrückt. Wenn ich von Anfang an im Krankenhaus gewesen wäre hätte ich nicht auf allen Tischen und Stühlen leise Köpfen können um zu schauen ob eine Besserung eingetreten ist. Sauer war ich halt extrem als ich auf der Internetseite vom ersten Arzt war und zu lesen bekam das er sogar Infussionen stationär im Falle von Knalltrauma usw anbietet. Und der letzte Satz war noch am besten „je schneller man reagiert desto besser“.
      Immer wieder fragte ich mich warum er das so angefangen war. Schrieb ihm sogar meine Gedanken als E-Mail. Er schrieb zurück das die Therapie Form mit der Injektion ins Mittelohr am etabliertesten ist. Aber warum er so spät damit anfing ...auf den Punkt ist er nicht eingegangen.

      Wie es mit Job weitergeht Maria weiß ich wirklich noch nicht ...noch kann ich alles tragen aber irgendwann wird dies auch nicht mehr möglich sein. Das linke Ohr besser sich wesentlich schneller und so könnte ich wenigstens mit einem Ohr einiges versuchen - wird aber bei Stereo Signalen sehr schwer werden:-(

      Liebe Grüße und danke
      Murti

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      • #4
        Hallo Murti,

        deine Geschichte kenne ich leider aus eigener Erfahrung.

        Bei mir war es (abgesehen von massivem Stress) ein Lärmtrauma, nach dem alles losging.
        Zunächst einseitiges Fiepsen, das nach ein paar Tagen die Seite wechselte und sich schließlich mittig im Gehirn festsetzte.
        (Senke bei ca. 3 & 3,5 kHz und subjektiv deutlich fühlbare, aber nicht messbare Ausfälle in den Hörbereichen).

        Jeden Tag war es auch irgendwie anders.

        - Am zweiten Tag beim ersten HNO gewesen und Trental 600 bekommen zusammen mit der Aussage, dass ich in 2 - 3 Wochen nochmal kommen solle.
        - Am vierten Tag beim zweiten HNO gewesen und eine Einweisung zur stationären Infusionstherapie (Pentoxyphilin) im KKH bekommen.
        (Die Klinik war der Horror und das Einzige, was ich von den Ärzten dort mitgeteilt bekam, war der Satz "Normalerweise verabreicht man gar keine Infusionen mehr bei sowas.")
        Zurück beim HNO die Aussage man habe jetzt alles gemacht und ich müsse nun lernen damit zu leben.
        - Danach noch weiteren HNO u. a. Ärzte konsultiert, dann auch Cortisontabletten bekommen, aber alles völlig ergebnislos...

        Nachdem ich bereits vom ersten Tag an eine spürbare Hyperakkusis bekommen hatte (konnte das Fiepsen meines stummgeschalteten CRT Fernsehers bei geschlossener Tür im Nebenraum hören), konnte ich die nächsten Wochen auch nur mit Gehörschutz aushalten. Leider ist aber auch bei mir (und evtl. auch dadurch begünstigt) die Hyperakkussis deutlich stärker geworden und ging teilweise auch mit einer Dysakkusis einher.

        Beide haben Wochen und Monate gebraucht um wieder besser zu werden und bei einigen Geräuschen bin ich selbst heute noch extrem überempfindlich.
        Die ganzen Medikamente haben seiner Zeit schlichtweg überhaupt nichts positives gebracht, außer dem Gefühl, dass jetzt ja "zum Glück" was gemacht wird.
        Trotzdem wurde ich durch den Aufenthalt im KKH leider erst so richtig runtergezogen; wäre dort sogar fast aus dem Fenster gesprungen...


        War auch immer der Ansicht, dass grade die älteren Herren in Weiß es so richtig drauf hätten, was zum Teil auch stimmen mag, aber grade bei solchen unspezifischen Sachen, wie TT usw. haben die allermeisten noch immer den Wissensstand von 1950, evtl. mal ne Weiterbildung bzgl. objektiver Behandlungsmöglichkeiten (die es dafür ja quasi nicht gibt) und spulen höchtens die ärztlichen Verordnungsstatuten ab.

        Insofern ist auch der ominöse 6-Wochen-Richtwert usw. völliger Quark. Es kann sich zum einen immer was tun (sh. bei der Hyperakusis über Monate), aber zum anderen beträgt der relevante Zeitraum für eine vollständige spontane Remission beim TT meiner Meinung nach lediglich ein paar Tage.

        Meiner Erfahrung seit damals nach war die Aussage deines letzten HNOs, dass du lieber in den Urlaub fahren solltest aber die einzig wirklich hilfreiche.
        Schonung, Ruhe (aber keine Stille) und Stressvermeidung sind stets am hilfreichsten gewesen.


        Wünsche dir gute Besserung.
        Bei mir piept´s... Und summt... Und rauscht... Und brummt... Und pfeifen tut´s erst recht.
        Und darum gehts mir schlecht!

        Kommentar


        • #5
          Zitat von DanielK Beitrag anzeigen
          Hallo Murti,

          deine Geschichte kenne ich leider aus eigener Erfahrung.

          Bei mir war es (abgesehen von massivem Stress) ein Lärmtrauma, nach dem alles losging.
          Zunächst einseitiges Fiepsen, das nach ein paar Tagen die Seite wechselte und sich schließlich mittig im Gehirn festsetzte.
          (Senke bei ca. 3 & 3,5 kHz und subjektiv deutlich fühlbare, aber nicht messbare Ausfälle in den Hörbereichen).

          Jeden Tag war es auch irgendwie anders.

          - Am zweiten Tag beim ersten HNO gewesen und Trental 600 bekommen zusammen mit der Aussage, dass ich in 2 - 3 Wochen nochmal kommen solle.
          - Am vierten Tag beim zweiten HNO gewesen und eine Einweisung zur stationären Infusionstherapie (Pentoxyphilin) im KKH bekommen.
          (Die Klinik war der Horror und das Einzige, was ich von den Ärzten dort mitgeteilt bekam, war der Satz "Normalerweise verabreicht man gar keine Infusionen mehr bei sowas.")
          Zurück beim HNO die Aussage man habe jetzt alles gemacht und ich müsse nun lernen damit zu leben.
          - Danach noch weiteren HNO u. a. Ärzte konsultiert, dann auch Cortisontabletten bekommen, aber alles völlig ergebnislos...

          Nachdem ich bereits vom ersten Tag an eine spürbare Hyperakkusis bekommen hatte (konnte das Fiepsen meines stummgeschalteten CRT Fernsehers bei geschlossener Tür im Nebenraum hören), konnte ich die nächsten Wochen auch nur mit Gehörschutz aushalten. Leider ist aber auch bei mir (und evtl. auch dadurch begünstigt) die Hyperakkussis deutlich stärker geworden und ging teilweise auch mit einer Dysakkusis einher.

          Beide haben Wochen und Monate gebraucht um wieder besser zu werden und bei einigen Geräuschen bin ich selbst heute noch extrem überempfindlich.
          Die ganzen Medikamente haben seiner Zeit schlichtweg überhaupt nichts positives gebracht, außer dem Gefühl, dass jetzt ja "zum Glück" was gemacht wird.
          Trotzdem wurde ich durch den Aufenthalt im KKH leider erst so richtig runtergezogen; wäre dort sogar fast aus dem Fenster gesprungen...


          War auch immer der Ansicht, dass grade die älteren Herren in Weiß es so richtig drauf hätten, was zum Teil auch stimmen mag, aber grade bei solchen unspezifischen Sachen, wie TT usw. haben die allermeisten noch immer den Wissensstand von 1950, evtl. mal ne Weiterbildung bzgl. objektiver Behandlungsmöglichkeiten (die es dafür ja quasi nicht gibt) und spulen höchtens die ärztlichen Verordnungsstatuten ab.

          Insofern ist auch der ominöse 6-Wochen-Richtwert usw. völliger Quark. Es kann sich zum einen immer was tun (sh. bei der Hyperakusis über Monate), aber zum anderen beträgt der relevante Zeitraum für eine vollständige spontane Remission beim TT meiner Meinung nach lediglich ein paar Tage.

          Meiner Erfahrung seit damals nach war die Aussage deines letzten HNOs, dass du lieber in den Urlaub fahren solltest aber die einzig wirklich hilfreiche.
          Schonung, Ruhe (aber keine Stille) und Stressvermeidung sind stets am hilfreichsten gewesen.


          Wünsche dir gute Besserung.
          Oh man das wünsche ich dir auch. Hattest auch einen langen Leidensweg.

          Na ja wenn die Ärzte nicht soviel Ahnung davon habe. weil der HNO Bereich sehr wenig erforscht ist kann ich ja noch verstehen wenn sie sagen „mehr kann man nach dem Wissensstand nicht mehr tun“ oder hat „ich könnte Ihnen teuer ein paar Infussionen verkaufen aber machen Sie mit dem Geld lieber Urlaub“. Aber jemanden der gerade ein Knalltrauma erlitten hat keine Bettruhe zu verschreiben, ihm zu sagen er bräuchte keine ohrenstöpsel und könnte sogar leise arbeiten gehen finde ich ganz schön fahrlässig. Ich war seit über 10 Jahren nicht beim Arzt gewesen und hatte immer eine gute Meinung über unser Gesundheitssystem in Deutschland aber nachdem ich dies erlebt habe würde ich mal sagen das in unserem System echt der Wurm drin ist.

          Das Problem ist halt auch das ich bis heute nicht weiß wie ein Arzt der nicht mehr bei der Kammer gemeldet ist und seinen Kunden eine Geschichte erzählt das er seine Lizenz nicht mehr bekommen hat obwohl er sie nach seinem 67 Jahren nochmal beantragt hatte man als Patient keine Einsicht hat warum der wahre Grund ist. Vielleicht gab es ja in der Vergangenheit schon Probleme mit seiner Behandlungsart und wurde deshalb von der Kammer ausgeschlossen? Praktizieren darf er aber weiterhin. Ich finde dies von unseren System unverantwortungslos mit der Gesunheit eines Menschen so umzugehen.

          In den Höhen zwischen 11-13 habe ich bestimmt auch einen knackser. Ich merke es alleine schon daran wenn ich rede und meine s laute mir fremd vorkommen. Das Tiefton Problem macht mich aber so richtig wahnsinnig. Ich bin beruhigt hier lesen zu können das die 6 Wochen nur Quark sind und sich immer noch was ändern kann.

          Die Ohrenstöpsel habe ich jetzt nur noch drin wenn ich Auto fahre oder so im verkehr bin. Ansonsten versuche ich diese nicht einzusetzen. Vielleicht habe mir die Hyperakusis vom sub Bereich auch selbst herbeigeholt. Den von Anfang an hatte ich diese nicht. Die Stöpsel eliminieren sehr viel in diesem Bereich. Kann sein das dies zum Verhängnis wurde. Komisch ist das ich die töne aus der Ferne höre aber aus der Nähe leider nicht.

          Ja das aus dem Fenster springen kenne ich...jeden Tag denke ich mir das der Unfall vielleicht ein Zeichen war das die Reise bis hierher war und nun Schluss sein sollte. Es gibt mehrere hundert HNO Ärzte in Hannover und ich treffe auf den der so ziemlich alles falsch gemacht hat was man nur falsch machen kann. Die Wahrscheinlichkeit liegt das man so einen trifft wie beim Lotto spielen und das macht mich sehr sauer. Mich selbst sauer das ich nicht gleich ins Krankenhaus gefahren bin. Obwohl da hätte es mir ja vielleicht auch nicht gut ergangen (war ja bei dir leider nicht schön). Aber wenigstens hatte ich Ruhe gehabt und wäre nicht ins offene Messer geschickt worden. Gedanken über Gedanken...

          Der letzte Arzt war wirklich ein Goldschatz der wenigstens ehrlich war und vor allem Hoffnung gab. Er meinte nur glauben sie nicht immer alles was Dr. Google Ihnen so sagt. Morgen habe ich meinen ersten Termin beim Therapeuten und denke das mir die Prof. Hilfe gut tun wird.

          Hoffe das es so wird wie du es gesagt hast und in der Zeit sich noch einiges tut. Wenn nicht muss man es leider hinnehmen. Stille meide ich und bin bei normalen Geräuschen nicht soooo empfindlich wie bei den ganz tiefen tönnen. Bin mal gespannt wie sich das entwickeln wird.

          Wünsch dir auch gute Besserung und hoffe das sich alles zum positiven wendet. Danke für die Tips...

          Liebe Grüsse
          Murti

          Kommentar


          • #6
            (konnte das Fiepsen meines stummgeschalteten CRT Fernsehers bei geschlossener Tür im Nebenraum hören)
            Das verstehe ich nicht, was hörst du, wenn das TV stumm geschaltet ist?

            Bei mir ist es unter anderem so, dass wenn eine Wespe in die Nähe des Fensters kommt, dann meine ich, es komme ein Riesen-Brummer. Auch die Grillen höre ich doppelt so laut.

            jeden Tag denke ich mir das der Unfall vielleicht ein Zeichen war das die Reise bis hierher war und nun Schluss sein sollte.
            Es ist wirklich eine miese Situation, denn bei starker Hyperakusis / Dysakusis ist oft die berufliche Existenz bedroht, das wirft einen aus der Bahn. Aber ich sage mir, wenn ich zwischen Tetraplegie/Querschnittlähmung oder Hyperakusis wählen könnte, dann wäre es Hyperakusis. Das Schiksal schläge zu, es fragt dich nicht nach deiner Meinung.

            Übirgens, ich war bei zwei HNO's, zuerst meinte ich der erste wäre der Schlimme, aber es war der zweite, meine Beschwerde/Anzeige habe ich eingericht. Ich denke, das muss auf den Tisch, das wird sich herumsprechen, es wird also anderen helfen.



            Kommentar


            • #7
              Zitat von Maria V. Beitrag anzeigen
              Das verstehe ich nicht, was hörst du, wenn das TV stumm geschaltet ist?

              Bei mir ist es unter anderem so, dass wenn eine Wespe in die Nähe des Fensters kommt, dann meine ich, es komme ein Riesen-Brummer. Auch die Grillen höre ich doppelt so laut.


              Es ist wirklich eine miese Situation, denn bei starker Hyperakusis / Dysakusis ist oft die berufliche Existenz bedroht, das wirft einen aus der Bahn. Aber ich sage mir, wenn ich zwischen Tetraplegie/Querschnittlähmung oder Hyperakusis wählen könnte, dann wäre es Hyperakusis. Das Schiksal schläge zu, es fragt dich nicht nach deiner Meinung.

              Übirgens, ich war bei zwei HNO's, zuerst meinte ich der erste wäre der Schlimme, aber es war der zweite, meine Beschwerde/Anzeige habe ich eingericht. Ich denke, das muss auf den Tisch, das wird sich herumsprechen, es wird also anderen helfen.


              Ich bin auch schon am überlegen ob ich diese Saxhe so ruhen lassen sollte oder tatsächlich eine Anzeige erstatten sollte. Aber mir ist auch klar das dies einen Riesen Stress bedeuten würde.

              Kann sich eigentlich die Senke wieder zurückbilden die typisch für ein Knalltrauma ist oder bleibt es meistens so. Auf dem linken Ohr habe ich die typische C5 senke - auf dem rechtem Ohr leider mehr. Das geht schon würde ich sagen bis 7 khz. Was mir heute auch aufgefallen ist das das rechte mehr hören kann aber wenn die Signale entsprechend lauter sind.

              Was mich heute gefreut hat ist das der sub Bereich und die mitten tatsächlich besser geworden sind. Also nix mit den 6 Wochen und hoffe das sich das in Zukunft etwas mehr erholen kann. Bei den Höhen bin ich sehr traurig. Die waren anfangs so wie früher aber nun hört sich alles schon sehr viel stumpfer an. Also als wenn zwischen 12-13 khz ne Menge weg ist. Ich hatte diesen Bereich eigentlich immer sehr geliebt. Habe ebendgerade mal versucht diesen etwas zu boosten - dazugeben höre ich nicht ...wenn ich aus dem Bereich allerdings was wegnehme dann schon.

              Ich glaube das ich mich damit nicht wahnsinnig machen sollte. Der Tinitus ist auf dem rechtem Ohr so gut wie fast nicht vorhanden und auf dem linkem Ohr sehr sehr leise so das man ihn fast nicht wahrnimmt.

              Du hast natürlich recht - es gibt viel schlimmere Sachen aber ich hätte mir einer Erblindung von einem Auge halt weiterarbeiten können. Oder wenn mir eine Hand kaputt gegangen wäre oder ich sogar im Rollstuhl gesessen hätte...auch dann hätte ich noch arbeiten können. Das es ausgerechnet meine Ohren getroffen hat ist wirklich das härteste was mir passieren konnte. Ich hoffe das sich das Ohr mit der Zeit noch weiter erholt und nicht sogar schlimmer wird (ich habe gehört das mit der Zeit sogar noch mehr kaputt gehen kann). Ich mag nicht daran denken und sollte nur positiv denken.

              Liebe Grüsse
              Murti

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              • #8
                Ich bin auch schon am überlegen ob ich diese Saxhe so ruhen lassen sollte oder tatsächlich eine Anzeige erstatten sollte. Aber mir ist auch klar das dies einen Riesen Stress bedeuten würde.
                Meide am Anfang diesen Stress einer Anzeige / Beschwerde, denn es gibt ja dazu keine Frist.

                Mir wurde die HNO-Sache einfach zu bunt, schon wenn ich die Berichte hier lese, sträuben sich meine Haare, das stresst mich eigentlich auch. Bei mir ist es so, dass durch mein ASD (Verdacht) mein Vagusnerv stimuliert wird, das spüre ich, das ich müde bin, das heisst meine Stress-Hormone werden dadurch in Schach gehalten. Ich bin der Typ, der den Mund nicht halten kann, die Faust im Sack zu machen, stresst mich auch.

                Kann sich eigentlich die Senke wieder zurückbilden die typisch für ein Knalltrauma ist oder bleibt es meistens so.
                Das weiss ich nicht. Vielleicht wissen die anderen Mitglieder etwas dazu?

                oder ich sogar im Rollstuhl gesessen hätte...auch dann hätte ich noch arbeiten können
                Ich verstehe dich, dich hat es bei deiner Leidenschaft getroffen.

                War das Entrauschen eine technische Störung oder hast du in die falsche Richtung gedreht?

                Ich denke die HNO's wissen gar nicht was ein Sounddesigner ist, auf jedenfall der Alte war ein Dr. Blödian.


                Gruss von Maria
                Zuletzt geändert von Maria V.; 04.06.2019, 17:52.

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                • #9
                  Oh man jetzt hab ich nen ellenlangen Text getippt und auf Einmal ist mein ganzer Text verschwunden... -.-

                  Also nochmal kurz:

                  Ich kann verstehen, dass du momentan an allem zweifelst und überlegst, was gewesen wäre, wenn....
                  Aber das brauchst du nicht. Ich finde nicht, dass du falsch behandelt wurdest; im Gegenteil.
                  Und im KKH hätten sie vermutlich entweder das selbe oder gar nichts gemacht und dich statt dessen wieder zum freien Arzt zurückgeschickt.

                  1. Der Arzt hat meiner Meinung nach nix falsch gemacht. Auch, wenn es ärgerlich ist hat er Risiko und Nutzen der sofortigen Behandlung abgewogen und ist davon ausgegangen, dass es sich in den nächsten Tagen von allein bessert, was es auch sehr häufig tut. Das ist zwar seine Abwägung gewesen, aber du hättest auch fordern können trotzdem sofort mit den Infusionen anzufangen.

                  Objektiv betrachtet hat er sogar eher vernünftig gehandelt, da Infusionen auch starke Nebenwirkungen haben können.

                  Es ist zwar für dich zwar sehr ärgerlich, aber leider kann man sowas vorher nie wissen welche Behandlung nun was bringt.
                  Genauso hätte es auch mit sofortigem Infusionsbeginn so bleiben können, wie es ist.


                  2. Wenn er keine Lizenz von der Kammer mehr hätte, dürfte er gar nicht mehr als Arzt praktizieren. Von daher ging es hier wohl eher um die (NIchtmehr-)Zulassung als Kassenarzt für die gesetzlichen Krankenversicherungen des Alters wegen. Selbst ohne die kann er aber immernoch als Privatarzt arbeiten.


                  3. Die Hyperakusis bzw. Dysakusis kann sich durch die Stille tatsächlich verschlechtern. Daher ist leichte Betätigung oder auch "ruhiges", mögl. stressfreies Arbeiten gar keine schlechte Idee.
                  Zumal man bei Bettruhe eher dazu neigt sich noch verstärkt auf die Symptome zu konzentrieren, was zusätzlichen Stress auslösen kann und die Symptome wiederrum verstärkt.

                  Beim TT gilt das selbe. Beim Hörsturz auch.

                  Daher: Ruhe --> sehr gut // leichte Betätigung (welche auch immer) --> gut // Stille --> schlecht // Stress --> ganz schlecht

                  Für die psychische Bewältigung also auch kein Fehler; eher das Gegenteil.


                  4.
                  Kann sich eigentlich die Senke wieder zurückbilden die typisch für ein Knalltrauma ist oder bleibt es meistens so. Auf dem linken Ohr habe ich die typische C5 senke - auf dem rechtem Ohr leider mehr. Das geht schon würde ich sagen bis 7 khz. Was mir heute auch aufgefallen ist das das rechte mehr hören kann aber wenn die Signale entsprechend lauter sind.
                  Ja es kann und wird höchstwahrscheinlich wieder besser werden!

                  Bestenfalls vollständig; schlechtestenfalls durch Habituation; meistens irgendwo dazwischen.
                  Das Gehirn lernt im Zweifelsfall auch mit der Zeit gewisse Sachen auszublenden und zu kompensieren.

                  Da musst du leider abwarten, was die Zeit bringt.


                  5.
                  Das verstehe ich nicht, was hörst du, wenn das TV stumm geschaltet ist?
                  Ein hohes elektrisches surrendes/fiepsendes Spannungsgeräusch. So ähnlich, wie wenn das Handyladegerät ohne Handy in der Steckdose steckt.
                  Und das seiner Zeit eben auch durch die geschlossene Zimmertür hindurch, so überempfindlich war ich.

                  Bin bei manchen Frequenzen auch heute noch extrem hellhörig.

                  Nenne das die "Angstfrequenzen". 3kHz z.B...
                  Zuletzt geändert von DanielK; 05.06.2019, 10:53.
                  Bei mir piept´s... Und summt... Und rauscht... Und brummt... Und pfeifen tut´s erst recht.
                  Und darum gehts mir schlecht!

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                  • #10
                    Zitat von DanielK Beitrag anzeigen
                    Oh man jetzt hab ich nen ellenlangen Text getippt und auf Einmal ist mein ganzer Text verschwunden... -.-

                    Also nochmal kurz:

                    Ich kann verstehen, dass du momentan an allem zweifelst und überlegst, was gewesen wäre, wenn....
                    Aber das brauchst du nicht. Ich finde nicht, dass du falsch behandelt wurdest; im Gegenteil.
                    Und im KKH hätten sie vermutlich entweder das selbe oder gar nichts gemacht und dich statt dessen wieder zum freien Arzt zurückgeschickt.

                    1. Der Arzt hat meiner Meinung nach nix falsch gemacht. Auch, wenn es ärgerlich ist hat er Risiko und Nutzen der sofortigen Behandlung abgewogen und ist davon ausgegangen, dass es sich in den nächsten Tagen von allein bessert, was es auch sehr häufig tut. Das ist zwar seine Abwägung gewesen, aber du hättest auch fordern können trotzdem sofort mit den Infusionen anzufangen.

                    Objektiv betrachtet hat er sogar eher vernünftig gehandelt, da Infusionen auch starke Nebenwirkungen haben können.

                    Es ist zwar für dich zwar sehr ärgerlich, aber leider kann man sowas vorher nie wissen welche Behandlung nun was bringt.
                    Genauso hätte es auch mit sofortigem Infusionsbeginn so bleiben können, wie es ist.


                    2. Wenn er keine Lizenz von der Kammer mehr hätte, dürfte er gar nicht mehr als Arzt praktizieren. Von daher ging es hier wohl eher um die (NIchtmehr-)Zulassung als Kassenarzt für die gesetzlichen Krankenversicherungen des Alters wegen. Selbst ohne die kann er aber immernoch als Privatarzt arbeiten.


                    3. Die Hyperakusis bzw. Dysakusis kann sich durch die Stille tatsächlich verschlechtern. Daher ist leichte Betätigung oder auch "ruhiges", mögl. stressfreies Arbeiten gar keine schlechte Idee.
                    Zumal man bei Bettruhe eher dazu neigt sich noch verstärkt auf die Symptome zu konzentrieren, was zusätzlichen Stress auslösen kann und die Symptome wiederrum verstärkt.

                    Beim TT gilt das selbe. Beim Hörsturz auch.

                    Daher: Ruhe --> sehr gut // leichte Betätigung (welche auch immer) --> gut // Stille --> schlecht // Stress --> ganz schlecht

                    Für die psychische Bewältigung also auch kein Fehler; eher das Gegenteil.


                    4.

                    Ja es kann und wird höchstwahrscheinlich wieder besser werden!

                    Bestenfalls vollständig; schlechtestenfalls durch Habituation; meistens irgendwo dazwischen.
                    Das Gehirn lernt im Zweifelsfall auch mit der Zeit gewisse Sachen auszublenden und zu kompensieren.

                    Da musst du leider abwarten, was die Zeit bringt.


                    5.

                    Ein hohes elektrisches surrendes/fiepsendes Spannungsgeräusch. So ähnlich, wie wenn das Handyladegerät ohne Handy in der Steckdose steckt.
                    Und das seiner Zeit eben auch durch die geschlossene Zimmertür hindurch, so überempfindlich war ich.

                    Bin bei manchen Frequenzen auch heute noch extrem hellhörig.

                    Nenne das die "Angstfrequenzen". 3kHz z.B...
                    Hallo Daniel,

                    ich bin bin kein Arzt. Wenn ich zu einem Arzt gehe dann muss ich ihm vertrauen können. Als Sounddesigner hat man von einem Knalltrauma keinen Schimmer. Du sagst das ich hätte nach den Infussionen fördern können. Wusste ich den bei der Diagnose Knalltrajma das ich je schneller ich behandelt werde mit weniger hörminderungen rechnen könnte. Nein das wusste ich nicht. Er hat mir nach der Diagnose gesagt was es alles für Therapieformen geben würde - mehr nicht. 2 1/2 Wochen abzuwarten und dann eine Therapie zu beginnen ist sehr mutig. Sicherlich hat sich so einiges regeneriert aber Fakt ist das wenn er früher angefangen hätte man wenigstens meine Fragezeichen im Kopf gehabt hätte.

                    Außerdem hat dies die Medizinische Hochschule in Hannover genauso gesehen. Fach und Oberarzt waren über diese Therapie Form überrascht. Der dritte Arzt verglich es sogar mit einem Herzinfarkt. Ich habe daraufhin im Internet sehr viele Studien dazu gelesen...in jeder wirst du lesen das je früher man mit der Behandlung beginnt die besten Chancen bestehen wenig hörminderungen davonzutragen. Beim Tinitus hast du recht - da hätten Infussionen usw nicht viel gebracht. Das ist Glück oder Pech - bei der hörminderung sind sich alle einige das je früher desto besser.

                    Er schreibt und wirbt sogar damit auf seiner Homepage. Bietet sogar stationären Aufenthalt. In seiner Mail schreibt er das die Infussionen von der Kasse nicht getragen werden und er sie mir deshalb nicht empfohlen hätte. Ich hatte ihm aber gesagt und das einrichten mehrmals das Kosten kein Thema sind. Es geht hier schließlich um meine Existenz und dafür Ware ich ans Limit gegangen. Mit solchen Argumenten kann er mir nicht kommen. Nichts hat er angeboten - nicht einmal cortison Tabletten hat er mir verschrieben. Die dem Tinitus zwar nichts gebracht hätten aber für die hörminderung besser gewesen wäre. Schließlich werden damit den Härchen die Schwellung genommen die durch eine eventuelle Entzündung auftreten können.

                    Ich sage ja - ich bin kein Arzt aber das was ich in 8 Wochen darüber in Erfahrung gebracht habe hätte er als 80 jähriger HNO Arzt wissen müssen.

                    Du hast vollkommen recht - stille ist nicht gut. Eher das „normale“ aber mir innnerer Ruhe. Einen aber mit einem Knalltrauma zur Arbeit zu schicken wo man weiß das dieser mit Audio zu tun hat ist nicht mehr normal und ich bin wirklich glücklich darüber das ich in der ersten Woche nicht auf ihn gehört habe - auch wenn er meinte das er mir das ja gar nicht verschrieben hätte.

                    Die Kortison Injektion/behandlung wird zwischen 6-8 mal bei Patienten angewendet. Bei mir meinte er nach 4 mal das ich damit rechnen müsse das es das Ergebnis sein und ich damit leben müsse. Mehr könne er für mich nicht mehr tun. Alleine diese Aussage haben alle anderen Ärzte schockiert. Natürlich haben Infussionen Nebenwirkungen so wie Kortison auch - aber die hätte ich in Kauf genommen wenn ich weiß das ich dafür der Heilung meiner Ohren entgegenkomme.

                    Ich habe nun einen Anwalt gefunden der sich um alles kümmern wird und ich so gut es geht außen vor gelassen werde. Das was er getan hat war fahrlässig. Es hat auch nichts damit zu tun das ich mit meinen Ohren mein Geld verdiene. Bei einem 18 jährigem der Sylvester Abend einen Knaller um die Ohren bekomme. Hat, hätte er so auch nicht behandeln dürfen. Es gibt keinen Arzt auf diesem Planeten der seinem Patienten Ginko Tabletten bei einem Knalltrauma verschreibt und ihn weiterhin zur Arbeit schickt. Er hätte auch sagen können „sie müssen für 10 Tage vorbeikommen und die Infussionen zu sich nehmen und diese Kosten xxx“. Hätte ich sofort gemacht. Er bot es mir aber nicht an. Woher soll ich wissen das dies normalerweise so läuft? Hab doch nicht jedes Jahr ein Knalltrauma.

                    Hier gehf es um Vertrauen. Man vertraut seinem Arzt. Alleine der Satz „ihrer sprachverständlichkeit ist gegeben - ist doch gegeben“ zeigte mir das er nicht verstanden hatte worum es geht. Das muss er auch nicht - schließlich weiß ich auch nicht wie sein Job funktioniert. Wenn ich ihm aber Klip und klar sage das ich bereit bin jeden weg zu gehen der die hörminderung entgegenkommt, dann hätte er mir dies wenigstens anbieten müssen. So und nun geh mal auf seine Internetseite und schau dir mal alles an was er da im Falle eines Knalltrauma alles anbietet (hab von allem ein Screenshot gemacht). Da kam ich mir wirklich verarscht vor. Deshalb habe ich ihm ja auch eine Mail geschrieben wo ich das Wort „warum?“ erwähnte. Er ging bei seiner Antwort nur darauf ein das ja die Injektion von Kortison die etablierteste Therapie Form wäre (wo ich ihm recht gebe) aber sogar die MHH sagte das man dies sofort macht und nicht nach 2 1/2 Wochen. Das hat schon seinen Grund. Er hätte dann 6 Wochen gehabt und hätte die Spritze 6-8 mal anwenden können. Ich hatte ihm sogar gesagt das ich auf das Kortison reagiere und mein Ohr sich immer mehr öffnet. Da macht man doch dann weiter. Er weigerte sich und meinte „an dieser Stelle kann ich nichts mehr für Sie tun und daher brechen wir jetzt ab. Damit müssen sie sich nun abfinden“. Ja das werde ich aber ich werde mich mit seiner Therapie Form nicht abfinden und ihn dafür zur Rechenschaft ziehen. Er denkt sicherlich das die Sache für mich gegessen ist - ist es aber nicht. Ein anderer würde sich Vieleicht denken „ich kann hören und alles cool“. Da hat er mit so einem Kunden wo er NICHT Verantwortungsvoll umgegangen ist sich keinen Gefallen getan. Dann hätte er gleich am Anfang sagen sollen „gehen sie lieber in die Klinik“ wenn ihm das zu hoch ist oder wenn er sich seiner Therapie Form nicht sicher ist. Aber ich bin mein Versuchskarnickel. So ungefähr „mal schauen was bei einem Knalltrauma Patienten passiert wenn man diesen 2 1/2 Wochen nicht therapiert ...“

                    Gkaub es mir Daniel es gibt keinen und da kannst du überall schauen wo du willst das einer mit einem Knalltrauma mit Ginko Tabletten nach Hause geschickt wurde. Ginko soll dem Tinitus entgegenwirken - die Infussionen sind beim Tinitus nicht so hilfreich aber für die hörminderung. Und darum geht es mir. Mit einem Tinitus auf beiden Ohren kann ich immer noch meinen Job nachgehen - mit einer hörminderung nicht.

                    Zur zeit merke ich das tiefen rapide zurück gekommen sind. Wird immer mehr. Im oberen Bereich hat sich auf dem linkem Ohr auch ne Menge getan. Ich müsste mal einen aktuellen Hörtest machen um zu schauen wie der Stand der Dinge ist. Aber bei 40 Prozent der Patienten die sofort behandelt werden ist eine komplette Rückbildung wahrscheinlicher. Und diese Chance hat mir dieser Arzt genommen. Und wenn es nicht passiert wäre - wenigstens hätte ich dann sagen können das ich nicht zu den 40 Prozent gehört habe aber mein Arzt richtig gehandelt hat. So werde ich es nie wissen...

                    Alleine das er mich nach 2 1/2 Wochen fragte „was machen wir den jetzt“ und ich „hab von den Injektionen ins mittelohr gelesen...können wir dies machen?“ und er so „ja das könnten wir machen“. Wer ist den hier der Arzt? Sorry aber so einen in Deutschland praktizieren zu lassen ist echt nicht mehr normal. Dem müsste man sofort jegliche Lizenz aus der Hand nehmen.

                    Das traurige dabei ...die meisten die bei einem Knalltrauma von ihm behandelt wurden haben es wahrscheinlich nicht einmal gemerkt ob sie es hätten besser haben können oder aber er war zu denen ehrlich und hat sie richtig behandelt. Und genau darum geht es in meiner Mail das ich ihn mehrmals fragte „warum?“

                    Auf die Therapie Form ist er eingegangen - auf das das er in meinen Augen zu spät behandelt hat nicht mit einer Silbe und ich denke er weiß warum er da nicht drauf eingeht. Aber auf den Rechnungen kann man ganz genau sehen was er an welchem Tag gemacht hat und welches Rezept er mir aufgeschrieben hat. Ich sammele jetzt alles zusammen und dann hört er von mir . Ich denke er denkt das dieses Kapitel für mich geschlossen ist - aber umso mehr ich darüber nachdenke umso mehr bin ich der Meinung das dies so wie Maria das schon gesagt hatte es seine Runde machen sollte - auch bei der Kammer damit diesem Arzt die Hände gebunden werden und er nicht mehr die Patienten wie ein Versuchskarnickel benutzen kann.

                    Das ist meine Meinung dazu...

                    Ich freu mich aber das du gesagt hast das sich das etwas verbessern kann. Dies gibt mir Hoffnung und ich spüre es ja auch das das Ohr noch arbeitet und sich regeneriert. Ich glaube auch ganz fest daran und hoffe von ganzem Herzen das es noch ein bischen besser wird. Dann könnte ich auf alle Fälle weitermachen. Das würde für mich aber immer noch kein Grund sein das Kapitel zu schließen. Dieser Typ hat einen Dachschaden und es wird noch rauskommen warum er für die gesetzlichen Krankenkassen nicht mehr praktizieren kann. Seine Geschichte kann so wahr sein - muss sie aber nicht. Es gibt mehrere Gründe warum ein Arzt ausgeschlossen werden darf. Und falls er schon in Vergangenheit Mist gebaut haben sollte dann wird es für mich erst recht eine Bestätigung sein das ich einfach das Pech hatte bei schlechtestem Arzt der Nation gelandet zu sein. An dem Tag hätte ich lieber Lotto spielen sollen - weil soviel Pech kann man nicht haben das man bei sovielen HNO Ärzten in hannover auf so einen trifft.

                    Liebe Grüsse
                    Murti

                    Sorry ist wieder sehr lang geworden ...
                    Zuletzt geändert von Murti74; 05.06.2019, 21:18.

                    Kommentar


                    • #11
                      Hallo Murti
                      Mein HNO sagte, dass Cortison nur in den ersten fünf Tagen wirkt. Es gibt Aussagen, dass Cortison nur in den ersten zwei Stunden wirkt.

                      Bei etlichen Patienten wirkt Cortison gar nicht. Cortison kann sogar verschlimmern!

                      Es hat auch einen Grund, dass es die Kankenkasse nicht bezahlt, das weil die EVIDENZ nicht vorliegt.

                      Es sind drei Tag vergangen bist du den HNO gefunden hast. An welchem Tag nach dem Kanlltrauma warst du dann beim HNO?

                      Ein Arzt hat immer die Pflicht die Daignose zu erklären und über die Therapien inklusive Wirkung und Nebenwirkung zu informieren, wenn er das nicht macht, dann ist das strafbar.

                      Zudem hat dich der alte HNO beleidigt, wenn er dir unterstellt, nicht mehr arbeiten zu wollen, das könnte angezeigt werden. Aber du hast keinen Beweis, die meisten Menschen streiten ab und lügen.

                      Und wenn der Knall durch einen technischen Fehler passiert ist, dann müsstest du Schadenersatz erhalten. War es ein technischer Fehler oder hast du in die falsche Richtung geschoben?


                      Gruss von Maria
                      Zuletzt geändert von Maria V.; 06.06.2019, 11:03.

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                      • #12
                        Zitat von Maria V. Beitrag anzeigen
                        Hallo Murti
                        Mein HNO sagte, dass Cortison nur in den ersten fünf Tagen wirkt. Es gibt Aussagen, dass Cortison nur in den ersten zwei Stunden wirkt.

                        Bei etlichen Patienten wirkt Cortison gar nicht. Cortison kann sogar verschlimmern!

                        Es hat auch einen Grund, dass es die Kankenkasse nicht bezahlt, das weil die EVIDENZ nicht vorliegt.

                        Es sind drei Tag vergangen bist du den HNO gefunden hast. An welchem Tag nach dem Kanlltrauma warst du dann beim HNO?

                        Ein Arzt hat immer die Pflicht die Daignose zu erklären und über die Therapien inklusive Wirkung und Nebenwirkung zu informieren, wenn er das nicht macht, dann ist das strafbar.

                        Zudem hat dich der alte HNO beleidigt, wenn er dir unterstellt, nicht mehr arbeiten zu wollen, das könnte angezeigt werden. Aber du hast keinen Beweis, die meisten Menschen streiten ab und lügen.

                        Und wenn der Knall durch einen technischen Fehler passiert ist, dann müsstest du Schadenersatz erhalten. War es ein technischer Fehler oder hast du in die falsche Richtung geschoben?


                        Gruss von Maria
                        Hallo Maria,

                        ich war insgesammt am 4 Tag beim Arzt. Hatte bei ihm recht schnell einen Termin bekommen. Dies hatte ich ihm auch gesagt.

                        Also ich muss sagen das mir das cortison echt die Ohren geöffnet hat. Die Tabletten von der MHH hatten mir nichts gebracht aber die Injektionen ins mittelohr waren unglaublich. Ich glaube das dies bei jedem anders anschlägt. Bei mir war es so das ich danach erst einmal nichts hörte und dann plötzlich merkte ich wie einiges wieder zurückkam. Deshalb bat ich ihn ja auch dies an meinem rechtem Ohr weiterzumachen. Aber er meinte das würde nichts mehr bringen.

                        Über Nebenwirkungen usw wurde ich überhaupt nicht aufgeklärt. Beim ersten Termin wurde nur ein Hörtest gemacht und danach wurde ich gefragt was passiert sei und mir die Diagnose Knalltrauma durchgegeben. Über das ich stationär behandelt werden könnte wurde mir auch nichts gesagt - dies erfuhr ich über seine Internetseite. Das es Infusionenen gibt sagte er aber er führte sie nicht durch. Er fragte noch nicht einmal ob ich eine möchte. Ich denke das er sie nicht einmal hatte. Den das cortison musste ich nach den 2 Wochen erst einmal selbst von der Apotheke kaufen und dem Arzt vorbeibringen - was er mir dann ins Ohr spritzte. Das kam mir schon spanisch vor.

                        Du hast recht er hat mir einiges unterstellt und beweisen werde ich das wohl nicht können weil ich niemanden an meiner Seite hatte. Er ging auf der Mail auch nicht in diesen Punkten drauf ein das er mich damit verletzt hatte. Aber wo ich definitiv was in der Hand habe ist das was mir am ersten Tag verschiebe - was sich der MHH spanisch vorkam. Jemanden der ein Knalltrauma erleidet hat nur Ginko Tabletten zu verschreiben ist merkwürdig. Dann einen Termin in 2 Wochen zu machen und dann erst mit der Injektion zu beginnen. Dies ist auch defäkieret in seiner Abrechnung vermerkt.

                        Die spritzen musste ich zum Glück nicht selbst tragen - meine Versicherung hat alle kosten übernommen. SIE hätten auch alle 10 übernommen wenn er diese vorgenommen hätte. Auch die Infusionen hätten sie übernommen...und wenn nicht hätte ich diese selbst bezahlt. Mir geht es nah das er in seiner Mail schreibt das die Infusionen ja von den Krankenkassen nicht übernommen werden. Ja und habe ich ihm einmal gesagt das es mir darum geht das ich nur eine Therapie Form möchte die von den Krankenkassen übernommen werden. Dann hätte ich ja als erstes Panik haben müssen bei ihm in Behandlung zu sein. Er ist eine reine sekbstzahler/privat Praxis. Wenn es mir darum geht das etwas von meiner Krankenkasse nicht übernommen wird dann hätte ich mir das als erstes beim Arzt überlegt. Darum ging es mir nicht eine sec. Ich hätte alles mitgemacht.

                        Der Unfall ereignete sich bei mir am Arbeitsplatz. Ich musste Signale entrauschen und fand am Ende des Signals noch Gerümpel in der Aufnahme. Diese wollte ich entfernen und hatte aber vergessen die Taste für den „Loop“ für den jeweiligen Bereich zu drücken. Das Programm lief durch das Signal und fing automatisch wieder von Anfang an abzuspielen. Also bekam ich von der lauten Stelle alles auf meine Ohren. Eine sehr gefährliche Sache wo jetzt auch die Firma für die ich das gemacht habe einiges überdenkt wie man diese Arbeit in Zukunft besser machen könnte. Da ich freiberuflich für diese tätig bin habe ich absolut kenne Ansprüche.


                        Eine Berufsunfähigkeits Versicherung hätte mir sicherlich auch nicht viel gebracht - aber eine Unfallversicherung schon. Man wird halt später schlauer. Meine Ohren öffnen sich im oberen Bereich immer mehr obwohl ich schon fast bei den drei Monaten liege. Hast also recht gehabt das es besser werden kann. Die tiefen komme auch immer mehr und ich freue mich über jede kleine Besserung.

                        Kann man solche Ärzte eigentlich irgendwo in Deutschland melden das diese mal kontrolliert werden wie die praktizieren? Im Moment mache ich mir noch keinen Stress aber sobald ich wieder im Berufsleben bin werde ich gegen diesen Arzt eine Anzeige erstatten und gerichtlich gegen diesen angehen. Es wundert mich wirklich das so ein Arzt in Deutschland überhaupt noch praktizieren darf. Mit 67 musste er wohl 2007 seine Lizenz abgeben weil dies damals ein gesetzt war. Danach wurde das gesetzt wohl aufgehoben und er wollte seine Lizenz wieder haben - bekam sie aber wohl nicht mehr. Den Grund konnte er mir nicht sagen. Er meinte nur „fragen Sie doch die Kammer selbst“.

                        Irgendwas ist da faul und am Ende wird die Wahrheit noch rauskomme. Eins weiß ich das ich von so einer Behandlungsmethode niergends was gelesen habe und auch die MHH darüber verwundert war. Ein Sachverständiger wird schnell merken das bei meiner Behandlung nicht korrekt gehandelt wurde. Sicherlich werde ich durch die Sache nicht viel haben - aber Vieleicht darf er dann bei anderen Menschen nicht mehr so einen Mist fabrizieren.

                        Auf die 2 Wochen ging er nicht einmal drauf ein und schreib nur das es niergends steht wie man bei einem Knalltrauma handeln müsse und bei mir die zur Zeit wohl anerkannteste Therapie Form mit der Injektion durchgeführt wurde. Das kann ja sein ...aber wie du auch schon sagst nicht erst nach fast 3 Wochen. Ich bin wirklich froh das ich nicht noch mehr Schaden erleidet habe. Vieleicht weil meine Ohren auch durch meine Arbeit etwas gewohnt waren. Ein sensibles Ohr hätte bestimmt einen größeren knackser durch seine Therapie Form erleidet.

                        Aber du hast schon recht ...diese Sätze wie „oder suchen sie einen Grund nicht arbeiten zu müssen“ oder „sie Tontechniker sind halt sehr sensibel ...uns HNO Ärzten geht es in erster Linie darum die sprachverständlichkeit zu retten und die ist bei Ihnen gegeben...daher kann ich für Sie nichts weiteres tun“. Was bitte für eine Aussage ist das bitte? Heist auf deutsch „sie hören mich doch und funktionieren ...alles andere ist egal“.

                        Arzt sein bedeutet etwas anderes...sensibel mit dem Thema umgehen z.b In meinen Augen ist das eher ein Schlachter der emotionslos ist.

                        Liebe Grüsse
                        Murat

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                        • #13
                          Die Tabletten von der MHH hatten mir nichts gebracht aber die Injektionen ins mittelohr waren unglaublich.
                          Das es kurzfristig mit Kortison bessert, auch mit diesen Spritzen ins Mittelohr, schreiben hier im Forum viele, aber sehr oft ist das nur vorübergehend.

                          Man wird halt später schlauer. Meine Ohren öffnen sich im oberen Bereich immer mehr obwohl ich schon fast bei den drei Monaten liege.
                          Ich hoffe für dich das Beste, so dass dieser Schaden verheilt.

                          Ohren gewöhnen sich nicht an Lärm. Die Geräte sollten einen Dezibelschutz haben, denn so schnell ist der falsche Knopf gedrückt.

                          Kann man solche Ärzte eigentlich irgendwo in Deutschland melden das diese mal kontrolliert werden wie die praktizieren?
                          Beim Ombudsmann oder sonst bei der Ärtzekammer, ich denke in D wird es wie in CH sein.

                          Dann ist es ja immer so, wenn du der Einzige bist, der den Un-Arzt meldet, passiert noch nicht viel.


                          Gruss von Maria
                          Zuletzt geändert von Maria V.; 06.06.2019, 13:09.

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                          • #14
                            Hallo Murti,

                            Du beschreibst den klassischen Leidensweg den wir alle hier mehr oder weniger durch haben.

                            Aus meiner Sicht und mit den (vielen) Infos die ich habe:

                            Cortison wirkt nicht bei Lärmtrauma. Deswegen wird es auch nicht mehr bezahlt von der Krankenkasse.
                            Es wirkt nicht.

                            Auch nicht wenn es innerhalb weniger Stunden gegeben wird usw.
                            Die Regel "so schnell wie möglich" ist etwas, was irgendwann entstanden ist.
                            Weil die Ärzte immer versucht haben, irgendwas zu erklären, bzw versuchen es heute noch.
                            Auch diese sogenannte 3 Monats Regel ist Unfug, das wird nur gesagt um etwas zu sagen.

                            Also diese Aussage "wenn der Tinnitus nach 3 Monaten weg geht, ist er chronisch".
                            Da sagt auch jeder was anderes, mal sind es 3 Tage, mal 6 Wochen, mal ist es 1 Jahr. Ernsthaft.

                            Man kam irgendwann mal auf die Idee mit dem Cortison weil man bei Ohrproblemen eine "Durchblutungsstörung"
                            vorausgesetzt hatte.

                            Deswegen, bereite Dich schon mal darauf vor, dass Du auch mit einer Klage keinen Erfolg haben wirst.

                            Aktuell, hier und jetzt gibt es überhaupt kein Mittel gegen Lärmtrauma. Wenn der Schaden da ist, ist er da und Du
                            kannst nur Deine Selbstheilung unterstützen. Gingko ist laut Untersuchungen wirkungslos, genauso wie TRT Therapien et cet.

                            Ich habe alle diese Dinge durch und noch viel mehr, war sogar bei Dr. Wilden und habe LLLT probiert. Alles für die Katz.

                            Das Einzige was hilft, aktuell, ist die Selbstheilung unterstützen, Mineralien, Vitamine, gesunde Lebensweise.
                            Und leider gehört dazu auch: Keine Kopfhörer!
                            Das kann Deine Heilung erheblich verlangsamen.
                            Und aus meiner Sicht mußt Du Deinen Job aufgeben, wenn Kopfhörer zwingend notwendig sind.

                            Zu Deinem Trost:

                            Es gibt Hoffnung auf neue Therapien. Viel sogar. Aktuell wird super viel geforscht. Es passiert was, gibt nicht auf.
                            Dazu würde ich Dir per PM einen Link zu einem großen internationalen Forum schicken. Das ist eine riesen Lobby,
                            eine große Community, dort wirst Du Antworten auf all Deine Fragen finden.

                            Die gute Nachricht ist also, es kann in der Zukunft Heilung geben. Die schlechte Nachricht ist, Du wirst Dein Leben
                            umstellen müssen, schätze ich, (aus meiner Sicht), wenn Kopfhörer zwingend notwendig sind.

                            HNOs sagen oft viele dumme Dinge, weil es eben kein Heilmittel gibt (aktuell).
                            Ich habe die absurdesten Sachen mit HNOs erlebt, u.a. eine, die mir verzweifelt ins Ohr leuchtete und meinte
                            "sie sehe nichts".

                            Ja Kunststück, wie denn auch? Einen Bandscheibenvorfall kann man auch nicht von Außen sehen.
                            Das Problem sitzt bei vielen im auditiven Kortex, bei anderen im Gehirn. Was kann sie denn da von Außen sehen?
                            Nichts natürlich. Und ja, die HNO Besuche sind traumatisierend.

                            Und apropos Hannover: Die große Klinik die Du erwähnst hattest, hat einen ganz schlechten Ruf. Da soll es sogar mal ganz schlimme Unfälle in der
                            Druckkammer gegeben haben (HBO Therapie, wirkungslos!). Und gehe ja nie zu einem Arzt dessen Name mit K beginnt und mit h
                            aufhört, da war ich nämlich damals. Und benutze kein Ärtzteportal das mit J beginnt, die Bewertungen sind gekauft.
                            Im Ernst, kannst Du alles nachgoogeln. Die "weiße Liste" für Ärzte ist ok so wie es aussieht.

                            Gib die Hoffnung nicht auf, Dein Gehör mit allem was dazu gehört, kann wieder heilen.


                            lg Travelline


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                            • #15
                              Zitat von Travelline Beitrag anzeigen
                              Hallo Murti,

                              Du beschreibst den klassischen Leidensweg den wir alle hier mehr oder weniger durch haben.

                              Aus meiner Sicht und mit den (vielen) Infos die ich habe:

                              Cortison wirkt nicht bei Lärmtrauma. Deswegen wird es auch nicht mehr bezahlt von der Krankenkasse.
                              Es wirkt nicht.

                              Auch nicht wenn es innerhalb weniger Stunden gegeben wird usw.
                              Die Regel "so schnell wie möglich" ist etwas, was irgendwann entstanden ist.
                              Weil die Ärzte immer versucht haben, irgendwas zu erklären, bzw versuchen es heute noch.
                              Auch diese sogenannte 3 Monats Regel ist Unfug, das wird nur gesagt um etwas zu sagen.

                              Also diese Aussage "wenn der Tinnitus nach 3 Monaten weg geht, ist er chronisch".
                              Da sagt auch jeder was anderes, mal sind es 3 Tage, mal 6 Wochen, mal ist es 1 Jahr. Ernsthaft.

                              Man kam irgendwann mal auf die Idee mit dem Cortison weil man bei Ohrproblemen eine "Durchblutungsstörung"
                              vorausgesetzt hatte.

                              Deswegen, bereite Dich schon mal darauf vor, dass Du auch mit einer Klage keinen Erfolg haben wirst.

                              Aktuell, hier und jetzt gibt es überhaupt kein Mittel gegen Lärmtrauma. Wenn der Schaden da ist, ist er da und Du
                              kannst nur Deine Selbstheilung unterstützen. Gingko ist laut Untersuchungen wirkungslos, genauso wie TRT Therapien et cet.

                              Ich habe alle diese Dinge durch und noch viel mehr, war sogar bei Dr. Wilden und habe LLLT probiert. Alles für die Katz.

                              Das Einzige was hilft, aktuell, ist die Selbstheilung unterstützen, Mineralien, Vitamine, gesunde Lebensweise.
                              Und leider gehört dazu auch: Keine Kopfhörer!
                              Das kann Deine Heilung erheblich verlangsamen.
                              Und aus meiner Sicht mußt Du Deinen Job aufgeben, wenn Kopfhörer zwingend notwendig sind.

                              Zu Deinem Trost:

                              Es gibt Hoffnung auf neue Therapien. Viel sogar. Aktuell wird super viel geforscht. Es passiert was, gibt nicht auf.
                              Dazu würde ich Dir per PM einen Link zu einem großen internationalen Forum schicken. Das ist eine riesen Lobby,
                              eine große Community, dort wirst Du Antworten auf all Deine Fragen finden.

                              Die gute Nachricht ist also, es kann in der Zukunft Heilung geben. Die schlechte Nachricht ist, Du wirst Dein Leben
                              umstellen müssen, schätze ich, (aus meiner Sicht), wenn Kopfhörer zwingend notwendig sind.

                              HNOs sagen oft viele dumme Dinge, weil es eben kein Heilmittel gibt (aktuell).
                              Ich habe die absurdesten Sachen mit HNOs erlebt, u.a. eine, die mir verzweifelt ins Ohr leuchtete und meinte
                              "sie sehe nichts".

                              Ja Kunststück, wie denn auch? Einen Bandscheibenvorfall kann man auch nicht von Außen sehen.
                              Das Problem sitzt bei vielen im auditiven Kortex, bei anderen im Gehirn. Was kann sie denn da von Außen sehen?
                              Nichts natürlich. Und ja, die HNO Besuche sind traumatisierend.

                              Und apropos Hannover: Die große Klinik die Du erwähnst hattest, hat einen ganz schlechten Ruf. Da soll es sogar mal ganz schlimme Unfälle in der
                              Druckkammer gegeben haben (HBO Therapie, wirkungslos!). Und gehe ja nie zu einem Arzt dessen Name mit K beginnt und mit h
                              aufhört, da war ich nämlich damals. Und benutze kein Ärtzteportal das mit J beginnt, die Bewertungen sind gekauft.
                              Im Ernst, kannst Du alles nachgoogeln. Die "weiße Liste" für Ärzte ist ok so wie es aussieht.

                              Gib die Hoffnung nicht auf, Dein Gehör mit allem was dazu gehört, kann wieder heilen.


                              lg Travelline

                              Hallo Travelline,

                              das tut mir leid das du die selben Erfahrungen auch machen musstest. Ja ich habe halt ganz andere Hoffnungen in Ärzte gehabt. Es war erschreckend wie „egal“ damit umgegangen wurde.

                              Das mit dem Unfall im Krankenhaus wusste ich nicht - ich dachte das sie einen guten Ruf hatten. Als ich dann aber dort zur Behandlung war, merkte ich das sie auch die „egal“ Stimmung haben. Nur der letzte Arzt war cool und meinte „ich könnte Ihnen jetzt teuer Infusionen verkaufen aber das werde ich nicht tun - machen sie Urlaub mit dem Geld“.

                              Meine Private Krankenkasse hat die gesamte Behandlung auch mit den spritzen übernommen gehabt. Also die Tabletten haben bei mir nichts gebracht gehabt - aber die spritzen haben mein Ohr schon geöffnet. Entweder kam es mir nur so vor oder es war einfach der Placebo Effekt weil ich wollte das sie mir helfen. Das einzige was komisch war, war als ich auf dem linkem Ohr die tiefen wieder bekommen hatte und ich den Arzt mit dem h am Ende fragte ob er nicht müde Spritze und das rechte Ohr nochmal machen könnte weil die tiefen ja auf dem linken wieder da war. Er meinte aber das man immer nach und nach die Ohren behandeln musste. Als er die Spritze dann in das linke verpasste öffnet sich das Ohr nach zwei Tagen wieder. Die Höhen waren wieder da - die tiefen leider nicht mehr.

                              Mittlerweile wird es immer besser - und ja du hast recht ...auch nach den drei Monaten. Das war ja auch das was der letzte Arzt prophezeite. Die Ohren arbeiten immer noch. Kopfhörer verwende ich seitdem überhaupt nicht. Nicht einmal zum einschlafen. Ich denke mir weil das Signal dann wieder direkt auf die Ohrem geht es nicht gut für die Ohren ist. Ich werde sie so gut es geht immer meiden.

                              Ab dem nächsten Donnerstag habe ich wieder ein wichtiges Projekt was ich sehr sehr leise mit einem analyzer usw bearbeiten und sehr leise abhören werde . Falls es klappt super - falls nicht denke ich nicht das ich jemals nochmal von meinem größten Auftraggeber einen Job kriegen würde. Ich wäre gezwungen zu schließen.

                              Tinitus mäßig ist es ganz eigenartig. Auf der linken Seite habe ich einen durchgängigen Ton seit ein paar Tagen. Dieser wird mal leiser - mal wieder lauter. Mal versteckt er sich zwischen einem Rauschen. Beim rechtem Ohr ist ab und zu mal ein Rauschen, manchmal wie heute Nacht gar nichts. Ich denke einfach positiv und das es besser werden wird. Vor allem wird es seitdem besser seitdem ich mich nicht mehr mit den Ärzten wahnsinnig mache und daran glaube das es besser werden wird. Die selbstheilung fördere ich mit Meditation, Ruhe und vor allem durch Dinge die mir gut tun. Auch mal einfach mit Familie Zeit zu verbringen. Nicht immer daran zu denken wie es weitergeht tut echt gut.

                              Du magst recht haben das die Therapie eines Knalltraumas nicht geregelt ist - aber nichts zu tun und einfach fast 3 Wochen abzuwarten kann man auch als unterlassene Hilfeleistung ansehen. Jeder Sachverständiger wird von anderen Ärzte oder Professoren zu hören bekommen das man wenigstens cortison verschreibt oder Infusionen gibt. Dieser hat ja gar nichts gemacht. Und dann noch mir verschrieben normal zur Arbeit zu gehen. Quasi mich ins offene Messer laufen lassen. Das diesem Menschen in Deutschland erlaubt wird mit der Gesundheit von Menschen so leichtsinnig umzugehen finde ich sehr traurig. Ich war immer der Meinung das wir das beste Gesundheitssystem in Deutschland haben und war immer stolz da drauf.

                              Mittlerweile bin ich aber dankbar sogar sehr dankbar das nicht sogar schlimmeres passiert ist. Ich hätte sich taub werden können. Nun ist es so das die Höhen im oberen Bereich ok sind. Ich auf dem linkem Ohr sehr homogen höre - auf dem rechtem Ohr aber leider ein 6
                              -7 khz ein Problem habe. Die tiefen sind auf beiden Ohren sehr sehr ähnlich. Manchmal denke ich sogar das es gleich ist.

                              Wenn ich selber rede ist meine Stimme auf der linken Seite bassiger. Ich frage mich mittlerweile ob das das früher auch schon so war. Man hat ja damals nie drauf geachtet. Aber am Hals merkt man das die linke Seite bei den tiefen mehr tut als auf der rechten Seite vom Hals. Ob das was mit den Stimmbänder was zu tun hat? Auf was man plötzlich achtet wenn man so ein Problem hat.

                              Das leben muss irgendwie weitergehen. Wenn ich mit diesen Ohren bis 67 arbeiten kann ist es ok für mich. Umso mehr werde ich in Zukunft auf meine Ohren achten und wenn es laut wird draußen immer schützen. Zuhause mache ich mittlerweile keine Stöpsel mehr rein. Hab Angst das man dann zu überempfindlich werden könnte.

                              Wäre nett wenn du mir den Link per pn schicken könntest. Die Hoffnung gebe ich nicht auf das es besser wird und wenn ich mir denke das es so oder so weitergeht verbessert sich mein Gehör.

                              Liebe Grüße und danke für deine tips
                              Murti

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