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Lärmtrauma durch Kampfjets

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  • #61
    Merci für deine Antwort!

    Du verwechselst hier etwas. Bei der Hyperakusis wird Schall unangenehmer empfunden. Du unterstellst aber, dass sich deine Wahrnehmungsschwelle verringert hätte und dementsprechend leiser Geräusche für dich lauter erscheinen. Wie dein Hörtest zeigt, deckst du mit deinem Gehör aber bestenfalls den selben Dynamikbereich wie ein Normalhörender ab.
    OK. Ich hätte Hörsteigerung schreiben müssen. Ich höre vieles übermässig besser, also meine Nachbarn durch die Wand, ich höre jedes Wort, was keiner hört, nur ich mit der Hörsteigerung. Ich höre nun auch die Flugzeuge starten (5 Kilometer entfernt), das hört keiner, nur ich, das hörte ich früher auch nicht. Die Schritte im Treppenhaus von meinem Mann höre ich durch drei Wände, vom Parterre bis in den zweiten Stock. Es gibt noch weitere Beispiele.

    Vielleicht aus Hygiene-Gründe? In der Augenklinik, die ich regelmäßig aufsuche, haben die Ärzte deswegen jedenfalls damit ausgehört, den Leuten die Hand zu geben.
    Beim Begrüssen hat er die Hand gegeben. Er war wegen mir sichtlich genervt.

    Ich will das jetzt nicht weiter bewerten, da ich ja über deinen Fall nicht viel weiß, aber ich finde, dass du diesem HNO in deinem Schreiben doch ein wenig Unrecht tust.
    Dieser HNO behauptete, dass der Trigeminus nur ein sensibler Nerv ist, was nicht stimmt, der Trigeminus hat motorische Fasern, der Trommelfellspanner wird vom Trigeminus versorgt. Dieser HNO macht auf Abfertigung.


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    • #62
      HNO M.V.meinte, dass die Hyperakusis auch eine Hörsteigerung mache, ob dem so ist, weiss doch kein Kukuk, ich habe das bis jetzt noch nirgends gelesen.

      Meine Diagnose ist weiterhin unklar, in Verdacht sind neben dem Lärmtrauma; Infraschalltrauma, Acoustic Schock Disorder (ASD), Tensor-Tympani-Syndrom (TTS).

      Bereits bei extremer Hyperakusis sind lärmbelastende Untersuchungen kontraindiziert, wie auch beim ASD und TTS, aber das kümmert HNO M.V. nicht:

      Audiometrie bis 100 Dezibel nahe beim Trommelfell
      Tympanometrie bis 105 Dezibel nahe beim Trommelfell
      Sapedius-Reflex bis 105 Dezibel nahe beim Trommelfell

      Im Forum schreiben einige Mitglieder, dass solche Untersuchungen den Tinnitus und/oder die Hyperakusis verschlimmert haben.

      Also Vorsicht beim HNO!

      HNO = Habe Nur Obacht

      Besser "nein" sagen, dafür einen verärgerten HNO in Kauf nehmen, dann gehen.


      Gruss von Maria
      Zuletzt geändert von Maria V.; 26.04.2019, 07:32.

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      • #63
        Da ich ja die nervösen Symptome inklusive Schwindel wegbekomme, wenn ich einen Kapsalgehörschutz trage, recherchierte ich noch etwas. Ich fand das Tulli-Phänomen und das Hennebert-Zeichen. Wenn der Hennebert-Test positiv ist, könnte nebst einer Perilymphefistel ein hypermobiler Steigbügel die Ursache für Schwindel, Tinnitus und Autophonie sein.

        Es zeigte sich durch die Stapektomie rein nebenbei, dass sich der Tinnitus verbesserte:

        Die Effekte der operativen Steigbügelentfernung (Stapedektomie) zeigten signifikante Effekte in Bezugauf den Tinnitus. Diese Methode ist eine Routineoperation zur Wiederherstellung des Hörvermögens, Wirkungen auf den Tinnitus wurden nur „nebenbei“ vermerkt.
        QUELLE: https://www.google.com/url?sa=t&rct=...olnYwff77dygq8

        Somit kann der Tinnitus auch durch einen hypermobilen Steigbügel verursacht sein, dass würde zu meinen Schalltrauma passen, denn die letzten zwei Kampfjets erzeugten starke Erschütterungen, was die Steigbügelmuskulatur vermutlich überforderte.

        Wenn ich ja, denn Kapselgehörschutz trage, dann ist das Ohr schön eingepolstert, so dass Reizungen auf einen hypermoilen Steigbügel gemildert sind. Der Steigbügelmuskel hat synapsischen Einfluss auf den Trommelfellspanner, das könnte dann noch zusätzlich ein Tensor-Tympani-Syndrom auslösen.

        Ich bin kein Arzt, aber die Ärzte wissen dazu auch nichts.


        Gruss von Maria
        Zuletzt geändert von Maria V.; 28.04.2019, 17:36.

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        • #64
          Ich denke immer wie mehr, dass ich einen akustischen Schock habe, der wird nicht nur via Kopfhörer ausgelöst, sondern auch durch laute hohe Töne oder unnatürliche Töne, es müssen nicht sehr laute Töne sein:

          An acoustic shock is defined as a sudden, unexpected advent of a brief, moderately loud to loud sound stimulation (McFerran & Baguley, 2007; Milhinch, 2001; Westcott, 2006). Although the duration and level of these sound stimulations are rarely sufficient to result in permanent cochlear damage, they can, in certain cases, produce several varying and troublesome symptoms such as tinnitus, hyperacusis, ear fullness (feeling of abnormal pressure in the middle ear) and ear tension, dizziness, vertigo, and pain in and outside the ear. ... While acoustic shocks have drastically brought into the light the potential role of the TTM in the onset of these symptoms, it is most likely that the same symptoms could result from other noise-hazard situations, such as occupational and leisure noise exposure (Stucken & Hong, 2014).
          QUELLE: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6156190/


          So ein Kampfjet hat einen unangenehmen hohen Ton, dazu noch der Infraschall und die tiefen Töne, ich denke meine Ohren waren komplett überfordert.

          Nun fand ich eine medizinische Pubmed-Erklärung, die aufzeigt, dass der Trommelfellspanner (Tensor Tympani) durch Überforderung einen Trigeminus-Reflex-Bogen auslöst, der chronisch werden kann:

          An Integrative Model Accounting for the Symptom Cluster Triggered After an Acoustic Shock
          https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6156190/

          Kommt noch dazu, dass die HNO's das gar nicht gerne wissen wollen, denn die lärmbelastenden Höruntersuchungen oder andere lärmende Massnahmen direkt beim Trommelfell können so einen akustischen Schock auslösen.


          Gruss von Maria
          Zuletzt geändert von Maria V.; 28.04.2019, 17:36.

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          • #65
            Höruntersuchungen bei Hyperakusis müssen professionell und behutsam gemacht werden. Hier eine Beschreibung, wie ein Arzt oder ein Audiologe vorgehen muss:

            „Following otoscopy, I begin with tympanometry to rule out middle ear dysfunction. It's a good idea to alert the patient that they will hear a buzzing sound before you insert the aural immittance probe. Some patients will find the probe tone uncomfortably loud. Do not try to measure acoustic reflexes. The high stimulus intensity levels may cause discomfort, distress, or even pain. Next, I record distortion product otoacoustic emissions (DPOAEs) across a frequency range of 500 to at least 8000 Hz (about 5 frequencies per octave) with f1 and f2 stimulus intensity levels of 65 and 55 dB SPL. Again, remind the patient that you will discontinue the test if the sounds seem too loud,

            „Of course, you need to record an audiogram but there are a few minor differences in how you perform pure-tone audiometry with this patient population. Begin at low-intensity levels of about 20 or 30 dB HL and descend from there. Most patients will have normal hearing sensitivity so higher stimulus levels aren't needed.
            QUELLE: https://www.audiologyonline.com/arti...eracusis-24772


            Wo gibt es in der Schweiz, so einen Arzt, der ein Hyperakusis-Managemant hat? Der um die "Sache" weiss?

            Wo gibt es einen Arzt in der Schweiz, der die Diagnose Acoustic Shock Disorder erkennt?

            Ich finde nur fachliche Artikel in Englisch.

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            • #66
              Zwischenzeitlich habe ich mich mit dem Krankheitsbild Tensor-Tympanie-Syndrom (TTS) auseinandergestzt, da diese Krankheit mein Ohrenleiden spezifisch beschreibt. Es gibt nun schon neuere Erkenntnisse über die Funktionen der zwei Mittelohrmuskeln.

              Wie genau Tinnitus und Hyperakusis bei TTS entstehen, ist nicht klar.

              Der Tensor-Tympanie sorgt zusammen mit dem Veli-Palatini, dass die eigene Stimme nicht zu laut ist, diese Funktionen würden meine Autophonie erklären, so dass ich einen weiteren Hinweis habe, dass ich an einem TTS leide.

              Beide Mittelohr-Muskeln (Stapedius und Tensor-Tympanie) dämpfen lauten Schall, indem sie die drei Gehörknöchelchen bei lautem Schall versteifen und so bis zu 30 Dezibel schall-dämpfen.

              Fachliches dazu:
              https://www.sciencedirect.com/topics...tympani-muscle

              https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK519055/


              Gruss von Maria
              Zuletzt geändert von Maria V.; 10.05.2019, 11:16.

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              • #67
                Ich habe mich entschlossen, eine Sommerpause zu machen. Ich weiss zwar noch nicht, wie das Schwimmen mit der Hyperakusis ist, aber ich suche mir einen Badeplatz, wo es nicht viele Leute hat. Einen Urlaub irgendwo am Meer wird es dieses Jahr nicht geben, ist mir mit der starken Hyperakusis zu stressig. In dieser Pause werde ich zu keinem weiterem Arzt gehen, auch keine Recherchen im Web mehr machen, sondern mich anderen Themen widmen. Das heisst auch, dass ich hier im Sommer nicht schreiben werde, so im Oktober werde ich dann wieder buchstäblich auftauchen.

                Bei mir haben sich die Symptome noch nicht viel geändert, ausser das der Tinnitus zu einem hohen Rauschen wurde, also tut sich ständig etwas. Die anderen ASD-Symptome sind noch da, im linken Ohr habe ich zurzeit leise Paukenschläge, vermutlich der Hammer der nervös auf das Trommelfell haut. Ich hoffe nach wie vor auf Erholung des Spukes.

                Mit dem Magnesium habe ich die Kurve gekriegt, ich nehme nun Dolomit-Pulver mit viel Wasser, das vertrage ich, so dass ich die Nuss-Schoggi-Diät wieder einstellen konnte. Ich habe keine Wadenkrämpfe mehr, was auch schon ein Erfolg ist. Zudem kann ich nun wieder etwas abnehmen, denn die Diät setzte doch zwei Kilos an.

                Ich wünsche allen trotz schiefer Lage einen schönen Sommer.


                Gruss von Maria





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                • #68
                  Das machst Du richtig; sich mal Ruhe gönnen auch vor dem ständigen Suchen nach Lösungen. Ich bin nicht mehr derselbe, der ich vor dem Tinnitus war - und das ist noch übler als die Sache selbst. Ich vermisse mich. Leider fange ich (erst) im Juni wieder an mit arbeiten, und werde noch lange brauchen bis zum Urlaubsanspruch. War allerdings über Ostern kurz weg. Dann lege ich mich auch in die Sonne. Guter Erholung!

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                  • #69
                    Klingsohr, ich wünsche dir einen guten Start in die Arbeitswelt.

                    Somit wirst du auch weniger Zeit haben, hier zu schreiben. Oder?

                    Übrigens habe ich noch in einer Studie gelesen, dass die Bioverfügbarkeit von Magnesium bei allen Magnesiumverbindungen in etwa gleich ist, nur einige werden schneller resorbiert als andere. WIKI hat die neue Erkenntnis sogar aufgenommen:

                    Bei oraler Aufnahme von Magnesiumpräparaten (Tabletten, Kau- oder Lutschtabletten, Granulat zum Auflösen in Flüssigkeit) ist zum einen die Dosierung wichtig. Verschiedene Studien kommen zu dem Ergebnis, dass bei einer Einnahme von 120 mg circa 35 % resorbiert werden, jedoch bei Einnahme einer kompletten Tagesdosis von 360 mg nur noch circa 18 %. Für die Resorption im Körper ist die Form der heute in Medikamenten gebräuchlichen Verbindungen unerheblich, denn sie sind sowohl pharmakologisch als auch biologisch und klinisch äquivalent; organische Salze wie etwa Magnesiumaspartat oder Magnesiumcitrat werden dabei lediglich schneller vom Körper aufgenommen als anorganische Verbindungen. Zum anderen verbleibt das zusätzliche Magnesium nur dann nutzbringend im Körper, wenn auch genug bindende Moleküle im Körper zur Verfügung stehen; dies geschieht durch biochemische Anpassungen erst nach längerer Erhöhung des Magnesiumangebotes bzw. Einnahme über wenigstens vier Wochen.
                    QUELLE: https://de.wikipedia.org/wiki/Magnesium


                    Alles Gute von Maria

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                    • #70
                      Ich mache momentan gute Erfahrungen mit Lindenblütentee, ich bin rein zufällig daruf gestossen, als mir eine Bekannte Lindenblütentee servierte.

                      In der chinesischen Medizin wird Lindenblütentee bei Tinnitus getrunken, Lindenblütentee hat eine neurologische Wirkung:
                      https://www.phytoscout.de/pflanze/linde/

                      Die feinen Härchen der Lindenblüte erinnern an die feinen Härchen im Innenohr:

                      Lindenbluete.jpg

                      Gut belegt ist inzwischen die angstlösende und entspannende Wirkung von Lindenextrakten. Vor allem in Lateinamerika wird Lindenblütentee zur Beruhigung verabreicht. Dass der Tee tatsächlich beruhigend und angstlösend wirkt, wurde an Mäusen mehrfach belegt. Bereits im Jahr 1994 erschien eine Studie, die nach den Ursachen dieser Wirkung suchte und belegen konnte, dass Wirkstoffe aus dem Tee an Benzodiazepin-Rezeptoren binden. Welcher Wirkstoff genau die entspannende Wirkung ausmacht, konnte damals nicht gezeigt werden, doch vermuteten die Forscher, dass es sich bei den aktiven Komponenten der Lindenblüten um Flavonoide handelt.(2)

                      Auch eine portugiesische Publikation aus dem Jahr 2001 wies eindeutig den sedativen Effekt von Lindenblütentee nach und gibt zudem die wirksame Konzentration von 10-100 Milligramm pro Kilo Körpergewicht an.(3)

                      Später konnten mexikanische Forscher zeigen, dass die Extrakte der Linden beruhigend auf das zentrale Nervensystem wirken und dabei eine ähnliche Wirkung wie das chemische Benzodiazepin Diazepam entfalten. Diazepam wird bei Angstzuständen oder Panikattacken sowie als Schlafmittel eingesetzt, hat aber ein hohes Suchtpotential und wird daher meist nur als Kurzzeit-Therapeutikum für Akutfälle angewendet. (4)
                      QUELLE: https://www.naturheilt.com/heilpflan...enblueten.html
                      Zuletzt geändert von Maria V.; 14.06.2019, 10:51.

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                      • #71
                        Hi Maria nochmal,

                        bitte verlasse Dich nicht auf die Tinnitus Liga. Das ist eine Lobby, die ganz bestimmte Thesen vertritt.
                        Zum Beispiel TRT, Tinnitus Retraining, welches jetzt erwiesener Massen UNWIRKSAM ist, und der Verdacht bestand schon lange zuvor.

                        Vergiss die Tinnitus Liga und auch deren "empfohlene Ärzte".

                        HNOs kannste vergessen.

                        Und leider weiß keiner genau was Hyperakusis ist und wo sie herkommt.

                        Wenn Du Glück hast wird sie besser. Normalerweise wird sie das.


                        Manchmal kommt sie auch in Schüben, so wie bei mir, als ich hier ins T- Forum kam.

                        HNOs reden zu einem großen Teil Blödsinn wenn es um Tinnitus und Hyperakusis geht. So schlimm, dass ich schon mehrmals
                        HNOs verklagen wollte, weil ich mich so geärgert habe.

                        Lass diese komischen Untersuchungen nicht machen, bloß nicht, auch kein Ohrwachs entfernen o.ä.

                        Es ist so wie es ist. Leider.

                        Wenn Du einen guten Arzt brauchst geh nach Regensburg, leider sehr lange Wartezeit, aber vielleicht kannst Du denen erklären,
                        daß Du eine Klage am laufen hast, vielleicht nehmen sie Dich dann früher?

                        Aktuell kriegst Du jetzt vielleicht einen Termin im Februar 2020......
                        Aber- die sind gut, freundlich, innovativ.

                        lg Travelline

                        PS:
                        http://www.tinnituszentrum-regensburg.de/index.php#
                        Zuletzt geändert von Travelline; 14.06.2019, 14:06.

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                        • #72
                          Hi Maria,

                          mir fällt noch was ein was der Gepeinigte auch geschrieben hatte:

                          Hyperakusis bedeutet nicht dass Du besser hörst, da hatte Dir mal wieder jemand Blödsinn erzählt.
                          Es war irgendein Arzt.

                          Du achtest jetzt mehr drauf. Und hörst auf alles mehr "hin", war damals bei mir genauso.
                          Ich habe sogar die Leuchtstoffröhren sirren gehört. Aber auch ich höre deswegen nicht "besser", eher "anders".

                          Viele Geräusche werden im auditiven Kortex jetzt anders verarbeitet als zuvor.

                          Hast Du irgendwo Deine Audiometrie eingestellt?


                          lg Travelline

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                          • #73
                            Hyperakusis bedeutet nicht dass Du besser hörst, da hatte Dir mal wieder jemand Blödsinn erzählt. Es war irgendein Arzt.
                            Nein, das hat mir kein Arzt erklärt, kein einziger gab nützliche Informationen. Ich habe eine Hörsteigerung, ich trage 25 Dezibel Gehörschutz, so ist die Lautstärke normal, so kann ich alle normal hören. Ich höre meine Nachbarn reden, wortwörtlich, das durch die Mauer, keiner hört das, das habe ich früher auch nicht gehört. Bis jetzt habe ich nur folgende Erklärungen, die auf der Physiologie beruhen:
                            1. die MIttelohrmuskel dämpfen den Schall nicht mehr normal
                            2. die Mittelohrmuskeln steigern den Schall
                            3. die äusseren Haarzellen dämpfen den Schall nicht mehr normal
                            4. die äusseren Haarzellen steigern den Schall
                            5. im zentralen Nervensystem gibt es eine Schallsteigerung
                            Dazu habe ich noch die Autophonie, die Tympani-Muskeln sind auch für die Schalldämpfung verantwortlich. Alles deutet darauf hin, dass ich ein ASD habe, aber den Ärzten ist das nicht bekannt, ausser im englisch sprachigen Raum

                            Du achtest jetzt mehr drauf. Und hörst auf alles mehr "hin", war damals bei mir genauso.
                            Ich habe sogar die Leuchtstoffröhren sirren gehört. Aber auch ich höre deswegen nicht "besser", eher "anders".
                            Nein, ich höre nicht übersteigert drauf hin, du hattest auch kein ASD. Dass es nur die Wahrnehmung ist, das erzählen die Ärzte, die vom Ganzen rein gar nichts verstehen.

                            Die Grillen sind diesjährig doppelt so laut, erst mit Gehörschutz von 30 Dezibel sind die fast so laut wie vor dem Lärmtrauma. Ich höre um 20 bis 25 Dezibel besser. Die Grillen sind lauter, aber es ist eine Lautstärke, die mich noch nicht schmerzt, ich höre diese einfach doppelt so gut. Auch die Frösche und Laubfrösche sind doppelt so laut, aber noch nicht schmerzhaft.

                            Wenn ich auf den Tisch klopfe, dann höre ich das ohne Stöpsel normal, es schmerzt auch nicht, somit sind nicht alle Frequenzen betroffen. Ich warte sehnlichts, dass ich die Geburtshelferkröten rufen höre, bis jetzt höre ich sie nicht. Jeden Abend horche ich nach draussen, aber bis jetzt höre ich diese nicht, ich hoffe nicht, dass diese Frequenz weg ist.

                            Erklären konnte mir das kein Arzt, die Audiometrie deckt das auch nicht ab, denn das sind ja reine Sinustöne. Die Audiometrie misst ja nur wenige Frequenzen. Auch im Web fand ich keine Infos zur Hörsteigerung. Es bleibt ein Rätsel.


                            Gruss von Maria
                            Zuletzt geändert von Maria V.; 14.06.2019, 20:05.

                            Kommentar


                            • #74
                              Habe gestern zum ersten Mal den Glögglifrosch = Geburtshelferkröte rufen gehört, die Lautstärke ist normal, so wie vor dem Lärmtrauma. Die Kröte ruft zwischen 1300 und 1500 Hertz.

                              Die Grillen zirpen bei zirka 4000 Hertz.

                              Viele ältere Menschen können die Grillen nicht mehr hören, weil die Frequenz bei der C5-Senke liegt.

                              Ein Mücke summt bei 550 bis 600 Hertz, die Mücken höre ich etwas lauter als vor dem Lärmtrauma.

                              Kommentar


                              • #75
                                Zitat von Maria V. Beitrag anzeigen
                                Bis jetzt habe ich nur folgende Erklärungen, die auf der Physiologie beruhen:
                                1. die MIttelohrmuskel dämpfen den Schall nicht mehr normal
                                2. die Mittelohrmuskeln steigern den Schall
                                3. die äusseren Haarzellen dämpfen den Schall nicht mehr normal
                                4. die äusseren Haarzellen steigern den Schall
                                5. im zentralen Nervensystem gibt es eine Schallsteigerung
                                da fallen mir spontan die Otoakustischen Emissionen ein. Hast Du schon einmal in diese Richtung geforscht?
                                Es gibt eine geringe Anzahl an Personen, die ihre eigenen sog. spontanen OAEs selbst hören können.
                                Ich hatte einmal in diese Richtung geforscht, weil ich meinen Tinnitus auch genau in meinem linken Ohr lokalisieren kann. Und die Unterdruck im Mittelohr (Trommelfell gespannt) oder einem Tropfen Flüssigkeit auf dem Trommelfell (Schwingung des Trommelfell blockiert) komplett ausschalten kann.
                                Mit dieser Theorie war ich sogar Mal in einer bekannten deutschen Uniklinik, aber es hat die Ärzte und den Oberarzt nicht interessiert. Stattdessen kam der Rat, ich solle doch Noisecanceling Kopfhörer verwenden ;-)

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