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HBO Therapie bei Lärm-induziertem Tinnitus

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  • HBO Therapie bei Lärm-induziertem Tinnitus

    Hallo zusammen,

    ich habe jetzt einige Beiträge hier im Forum (und auch in anderen, z. B. tinnitalks) zu der HBO-Therapie gelesen.

    Die meisten Aussagen dazu sind entsprechend: bringt nichts, spar Dir das Geld.

    Interessanterweise sind aber die wenigen positiven Rückmeldungen, die ich gelesen habe von Leuten, die auch einen Tinnitus durch Lärmeinwirkung bekommen haben. Die meisten Leute, die gesagt haben, dass es nichts bringt, haben aber keine Angaben zur Dauer des Bestehens und zur Ursache ihres Tinnitus gemacht. Ich kann mir nur vorstellen, dass die HBO bei der Haarzellenregeneration im Akkutstadium noch unterstützen kann, aber bei Tinnitus der nicht durch Haarzellenschaden entstanden ist oder eben schon recht lange besteht nach meinem Empfinden natürlich nichts bringen kann. Gleichzeitig frage ich mich aber generell, wie das mit den Haarzellen sein soll. Entweder die regenerieren sich in den ersten Tagen, oder sind eben abgestorben. Oder? Dementsprechend würde danach dann auch keine Therapie mehr etwas bringen ...

    Vielleicht können wir hier ja noch einmal ein bisschen sammeln, wer schon eine HBO-Therapie durchlaufen hat (oder jemanden kennt, der dies tat) MIT den dazugehörigen Informationen, wie lange zu diesem Zeitpunkt der TT schon bestand und wodurch er aufgetreten ist, falls das herausgefunden werden konnte.

    Hintergrund: Ich habe selbst seit 6 Wochen einen lauten, extrem hochfrequenten Tinnitus nach Lärmtrauma und bin wegen der HBO massivst verunsichert. Gleichzeitig will ich mir aber auch später keine Vorwürfe machen, dass ich nicht alles potentiell hilfreiche versucht habe, wenn die Akkutphase dann vorüber ist. Natürlich will ich diese Geldmacherei, wenn dem wirklich so ist, aber auch nicht unterstützen.

    Vielleicht könnt Ihr mir helfen und seid mir hoffentlich nicht böse, dass ich das Thema nochmal hervorhole.

    Gruß,
    chaLLas

  • #2
    Keine Ahnung, aber vielleicht sind Haare eben einfach nur Haare? Mit anderen Worten: Wenn man durch Coffein lang abgestorbene Haare wieder zum Nachwachsen bringen kann, weil die Zellen selbst eben noch nicht ganz tot waren; dann geht das vielleicht auch bei denen im Innenohr? Irgendwie? Bei unserem Leiden ist es doch alles eine Frage des Geldes. Wir alle würden tun, was immer man tun kann, um diese Pein loszuwerden. Wir alle wissen leider aber kaum Genaues. Also ist es wohl stets ein Abwägen der Hoffnung mit den (noch) zu stemmenden finanziellen Möglichkeiten.

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    • #3
      Interessanterweise sind aber die wenigen positiven Rückmeldungen, die ich gelesen habe von Leuten, die auch einen Tinnitus durch Lärmeinwirkung bekommen haben. Die meisten Leute, die gesagt haben, dass es nichts bringt, haben aber keine Angaben zur Dauer des Bestehens und zur Ursache ihres Tinnitus gemacht. Ich kann mir nur vorstellen, dass die HBO bei der Haarzellenregeneration im Akkutstadium noch unterstützen kann, aber bei Tinnitus der nicht durch Haarzellenschaden entstanden ist oder eben schon recht lange besteht nach meinem Empfinden natürlich nichts bringen kann.
      Du solltest dabei beachten, dass Patienten mit Lärmtrauma und kurzer bisheriger Erkrankungsdauer Patienten sind, die auch ganz ohne Therapie oft eine Spontanheilung erfahren. HBO ist bei Tinnitus ein Placebo.

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      • #4
        Hallo Ihr,
        ich kann aktuell etwas zu diesem Thema beitragen. Ich habe am 24. August ein Lärmtrauma auf dem linken Ohr erlitten. Seit dieser Zeit verzerren tiefe Töne und es hört sich in meinem Ohr so an, als ob ein Lautsprecher defekt wäre. Ich habe eine Woche Kortison genommen und ein blutverdünnendes Mittel. Meine Verzerrungen sind leider nicht besser geworden. Also habe ich eine HBO-Therapie begonnen. Nach sieben Sitzungen habe ich nun die Therapie für mich beendet, denn außer, dass es eine unmenge von Geld verschlingt (250 EUR/Sitzung), hat es mir nicht sonderlich geholfen. Mein HNO meinte, dass es sinnvoller wäre, wenn ich täglich 1 1/2 Stunden durch den Wald laufe..... Also laufe ich jetzt durch den Wald, anstatt mich 3 Stunden ins Auto zu setzen und zur HBO zu fahren und dann nochmal 2,5 Stunden in die Druckkammer zu setzen.

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        • #5
          "dass es sinnvoller wäre, wenn ich täglich 1 1/2 Stunden durch den Wald laufe...."

          Meiner hat noch gesagt, ich soll dazu noch schreien, Tinnitus wären schlecht verarbeitete Bilder,
          die aus der Psyche auftauchen, und sich in Töne wandeln - laut Charité Berlin, Erkenntnis des Jahres ;-)
          Würde das Ohr echt schonen, zur Ruhe kommen lassen, auch mal Ohrstöpsel auf der Straße, usw.
          Meine Hörverzerrungen normalisieren sich gerade wieder, durch viel Ruhe, keine Kopfhörer, usw.

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          • #6
            Also bei mir ist es definitiv ein Lärmtrauma gewesen, weil ich während der Arbeit meine Ohrstöpsel vergessen hatte (waren in einer anderen Jacke) und der Clubbesitzer es noch lauter haben wollte.... Ich bin DJ und verdiene mit Musik sozusagen meinen halben Lebensunterhalt. Ich hatte mir an diesem Abend zwar ein Taschentuch ins Ohr gestopft und meine Kopfhörer aufgelassen, aber das hat leider nicht ausgereicht. Während des Abends habe ich das auch nicht bemerkt... Ich habe meine Passion - die Musik - zum Beruf gemacht und nun habe ich den Salat. Ich versuche das Ohr so gut wie möglich zu schonen, aber ich kann jetzt die vertraglich vereinbarten Hochzeiten, die ich jeweils am Wochende habe, nicht komplett absagen. Hier ist es aber nicht ganz so schlimm, weil ich sozusagen die Lautstärke bestimme. In Clubs lege ich jetzt nicht mehr auf. Das steht fest! Ich hoffe sehr, dass sich meine Vezerrungen noch regenerieren.

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