Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

Aufklärung in der Retraining-Therapie

Einklappen
Dieses Thema ist geschlossen.
X
X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • Aufklärung in der Retraining-Therapie

    Dr. med Eberhard Biesinger
    Facharzt für HNO-Heilkunde

    Das Retraining beginnt mit der gezielten Information darüber, dass Tinnitus keine Krankheit des Ohres ist, sondern eine Fehlverarbeitung von akustischen Signalen im Gehirn.

    Anhand des Tinnitusmodells von Hazell und Jastreboff wird dem Patienten verdeutlicht, dass die Abkopplung des Unterbewusstseins und der Wahrnehmung von den lästigen Geräuschen das Ziel der Therapie ist. Das akustische System muss also wieder auf die normale und nicht auf die Tinnitus-fokussierte Wahrnehmung zurücktrainiert werden (engl.: "Re-training").

    Gedankliche Fixierung durchbrechen

    Um das Hörsystem in diese Richtung zu stimulieren, muß es zunehmend für äußere Höreindrücke sensibilisiert und trainiert werden und die gedankliche Fixierung des Patienten auf das Ohrgeräusch muß durchbrochen werden. Hierzu dient eine Behandlung mit Geräuschgeräten aber auch der strikt einzuhaltende Ratschlag, Stille zu meiden.
    In vielen Fällen muss dem Patienten klar gemacht werden, dass auch die natürliche Umgebung keine absolute Stille bedeutet, nach der sich der von Tinnitus geplagte Mensch seit seiner Krankheit so sehr sehnt. Der Patient muss die Beobachtung seines Tinnitus, das "In-sich-Hineinhören" nach dem Tinnitus vollständig verlassen.

    Keine absolute Stille

    Die Vermittlung dieser Zusammenhänge ist die entscheidende Grundlage der Retrainingtherapie und unabdingbare Vorraussetzung ihres Erfolges. Die weiteren Maßnahmen können nur erfolgreich eingesetzt werden, wenn der Patient diese Grundlagen der Tinnituswahrnehmung, der Belästigung und die Möglichkeiten der Kompensation durch Aktivierung der zentralen hemmenden Filtersysteme begriffen hat.
Lädt...
X